Stand Ende März 2026 verschiebt sich die Welt sichtbar. Hinter Konflikten, Kriegen und Handelsstreitigkeiten entsteht eine neue Weltordnung. Der Zugang zum US-Markt und zum militärischen Schutzschirm wird zum entscheidenden Hebel.
Von Meinrad Müller
Die Welt wird gerade neu sortiert
Der Politikanalyst Dr. Daniel Hoffmann beschreibt eine Entwicklung, die sich durch die aktuelle US-Politik zieht. Staaten werden gemäß dem Trump-Plan („Mar-a-Lago-Accord“) in Freund und Gegner eingeteilt. Wer als Partner gilt, erhält Zugang zum US-Markt und Schutz durch die amerikanische Militärmacht. Wer nicht dazugehört, wird mit höheren Zöllen, Sanktionen und dem Entzug von Sicherheiten belegt. Diese Einteilung ist kein Planspiel, sie wirkt in jedem Deal. Konflikte wie der mit dem Iran dienen der Umsetzung des Plans.
Geld als Hebel
Im Hintergrund steht ein gewaltiger Schuldenberg. Die USA müssen in den kommenden Monaten mit 10 Billionen USD einen erheblichen Teil ihrer stetig steigenden mittlerweile 35 Billionen USD Schulden neu finanzieren. Alte Anleihen laufen aus und werden durch neue ersetzt. Doch die Bedingungen haben sich verändert. Höhere Zinsen und wachsende Unsicherheit erhöhen den Druck auf den US-Staatshaushalt. Die angedachte Lösung gemäß dem Trump-Plan liegt in der Umstrukturierung dieser kurzfristigen Schulden. Kurzfristige Staatsanleihen sollen in neue Papiere ohne Zinsen (Zerobonds) mit sehr langer Laufzeit überführt werden, im Gespräch sind bis zu 100 Jahre. Formal wird gezahlt. Praktisch verschiebt sich die Rückzahlung weit in die Zukunft. Wer diese Papiere hält, bleibt gebunden und erzielt über die gesamte Laufzeit null Rendite, Marktwert also nahe Null, es sei denn er kann es zu Sonderkonditionen bei der US-Zentralbank beleihen.
Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann?
Eine echte Verhandlung setzt gleiche Kräfte voraus. Wird eine fällige Anleihe durch ein neues, langfristiges Papier ersetzt, bleibt dieses Geld im System. Doch freiwillig wird kein Anleger sein Geld einer solchen faktischen Umschuldung zu Lasten der Gläubiger zustimmen. Doch große Staaten finden Mittel und Wege, ihre Bedingungen aufzuzwingen.
Iran-Krieg als Trigger
Der Trump-Plan sieht die Spaltung der Welt in Freund und Feind vor. Freunde haben für Sicherheit zu bezahlen, man könnte auch sagen, Schutzgeld zu entrichten. Durch den Iran-Krieg muss sich jedes Land bekennen, auf welcher Seite es steht. Durch den Krieg wird die Welt hinreichend verunsichert, dass die Freunde aus Angst vor den neuen Feinden (Iran, Russland, China, etc.) bereit sind, sich ihren Schutz was kosten zu lasen. Wenn sie nicht direkt das 5 Prozent Ziel für Kriegsausgaben aufbringen können, können sie aber über die angedachte Umschuldung ihren Beitrag zur Finanzierung der Kriegslasten leisten.
Weiterführende Informationen:
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



