Donald Trump hat wieder zugeschlagen. Am Freitag kündigte er auf Truth Social an, die Einfuhrzölle auf Pkw und Lkw aus der EU von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen. Schon nächste Woche soll es losgehen.
Von Meinrad Müller
Deutschland bekommt den nächsten schweren Kinnhaken
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft schlägt Alarm. Kurzfristig drohen Produktionsausfälle von fast 15 Milliarden Euro. Langfristig könnten sogar 30 Milliarden Euro zusammenkommen. „Die Auswirkungen wären erheblich“, sagte IfW-Präsident Moritz Schularick gegenüber Reuters. IfW-Ökonom Julian Hinz warnt klar: „Deutschlands ohnehin schon schwaches Wirtschaftswachstum würde einen schweren Schlag erleiden.“
Die Autoindustrie wankt schon – und jetzt das
Die ohnehin gebeutelte deutsche Autoindustrie erhält einen weiteren Schlag in die Magengrube. Sollen deutsche und EU-Politiker ihre Rollen lieber als Handelsvertreter verstehen, statt noch mehr Porzellan zu zertrümmern. Sie könnten ganz konkret Arbeitsplätze sichern. Aber nein, unvorsichtiges Gerede und der Wagen rollt in den Graben. Die sozialistischen Geier warten schon.
Beliebteste Exportmodelle und drohende Jobverluste
Trotz der bereits bestehenden Zollbelastung exportierte Deutschland 2025 noch Fahrzeuge für 26 Milliarden Euro in die USA. Besonders beliebt bei amerikanischen Käufern waren starke SUVs und Oberklasse-Modelle. Ganz vorne lagen der Mercedes GLE, der BMW X5 und der BMW X3, gefolgt vom VW Atlas, dem Porsche Cayenne, der Mercedes E-Klasse und der BMW 5er-Reihe. Diese Modelle brachten Milliarden in die Kassen der deutschen Hersteller, Steuern und sicherten tausende Arbeitsplätze.
Doch genau hier droht jetzt der große Einbruch.
Weniger Exporte bedeuten direkt weniger Produktion in deutschen Werken. Kurzarbeit, Schichtausfälle und langfristig der Abbau von tausenden Jobs drohen. Betroffen sind nicht nur die großen Autofirmen in Wolfsburg, München, Stuttgart und Sindelfingen, sondern vor allem die unzähligen Zulieferer im ganzen Land. Die deutsche Autoindustrie beschäftigt direkt 800.000 Personen und indirekt bei den Zulieferern nochmals 700.000. Jeder verlorene Auftrag aus den USA reißt ein tiefes Loch in die gesamte Wertschöpfungskette.
Wer blecht am Ende wirklich?
Der amerikanische Importeur zahlt den Zoll. Der gibt die Mehrkosten aber fast vollständig an den Endkunden weiter. Deutsche Autos werden in den USA spürbar teurer. Das trifft die Verkaufszahlen und damit die Produktion hierzulande.
Jetzt muss Berlin endlich aufwachen
Die deutsche Autoindustrie steht unter enormem Druck. Schwaches heimisches Wachstum, hohe Energiekosten und nun diese neue Zollrunde. Die Branche kann sich solche Schläge nicht mehr leisten.
Sonst rollen bald nicht nur die Autos nicht mehr über den Atlantik – sondern auch die Jobs gehen verloren. Berlin und Brüssel sind jetzt gefordert. Harte Verhandlungen statt weiterer Eskalation sind dringend nötig.
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