Am 1. Mai zogen wieder einmal rund 6.000 linke Demonstranten durch Hamburg. Ihr Motto: „Das Geld ist da! Ran an die Superreichen!“.
Von Meinrad Müller
Dieselben Gesichter, dieselben Parolen, dasselbe kindliche Weltbild wie vor 100 Jahren. Sie glauben ernsthaft, Vermögen sei ein fertiger Kuchen, den man nur noch „gerecht“ aufteilen muss. Ein magischer Geldregen vom Staat – und alle Probleme gelöst.
Keine Ahnung von Wirtschaft
Wer so denkt, hat von Ökonomie ungefähr so viel Ahnung wie ein Mottenmantel aus dem SED-Parteikeller. Vermögen entsteht nicht durch Umverteilung, nicht durch Neid und schon gar nicht durch die Gießkanne des Staates. Es entsteht durch harte Arbeit, echtes Eigentum, unternehmerisches Risiko, eiserne Disziplin, Geduld und den richtigen Riecher für Chancen. Die Linke hat darauf nur eine Antwort: klauen, umverteilen, Beifall klatschen. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Der Kuchen wird kleiner, die Schlange vor dem Kuchen wird länger, und am Ende hungern alle „gerechter“.
Die Börse lacht über rote Fahnen
Während diese Berufsdemonstranten auf der Straße gegen „die Reichen“ hetzen, zeigt die Realität an den Märkten ein ganz anderes Bild. Sobald Washington und Teheran nur leise Entspannungssignale senden, fällt der Ölpreis, Unternehmen können wieder planen, Lieferketten stabilisieren sich – und die Anleger greifen zu. Die Börse interessiert sich einen feuchten Dreck für Klassenkampf-Rhetorik, rote Transparente oder grüne Moralpredigten. Dort zählen Fakten: Energiepreise, Gewinne, Innovation, Produktivität. Keine Trommel, keine „Antifa“-Choreografie, nur nackte Kasse.
Alternative: Armut auf hohem Niveau
Genau das können Linke nicht ertragen: Dass Kapitalismus trotz aller Kriege, Krisen und Politiker-Idiotie immer wieder Reichtum schafft – während ihr eigenes Modell seit über hundert Jahren nur Armut auf hohem Niveau produziert.
Der Sparer wird systematisch enteignet
Der brave deutsche Bürger, der arbeiten geht, Steuern zahlt, keine Subventionen kassiert und trotzdem etwas zur Seite legt, steht inzwischen vor einer bitteren Erkenntnis: Er spart am falschen Ende. Das gute alte Sparbuch, einst Tugend, ist heute eine Falle. Während er brav spart, rasen Immobilien, Aktien, Gold und reale Werte nach oben. Der Euro im Portemonnaie sieht noch genauso aus wie vor zehn Jahren – nur kauft er jedes Jahr weniger. Der Kaugummi, das Brot, die Miete, die Energie – alles wird teurer. Der Lohn rennt wie ein übergewichtiger Dackel hinter einem ICE her.
Das ist kein Zufall. Es ist System. Unser Geldsystem bestraft den Sparer und belohnt den risikobereiten Eigentümer. Wer Aktien, Immobilien, produktive Unternehmen oder knappe Rohstoffe besitzt, profitiert von der schleichenden Enteignung durch Inflation. Wer nur auf dem Sparbuch sitzt, wird still und leise ausgenommen. Die Gelddruckmaschine der EZB kennt keine Moral, keine Gerechtigkeit und keine Rücksicht auf kleine Sparer. Sie kennt nur eines: Sie läuft weiter.
Linke fordern genau das Falsche
Statt den Menschen zu erklären, wie Vermögen wirklich entsteht – nämlich durch Eigentum und Investition –, hetzen Linke, Grüne und Sozialdemokraten weiter gegen „die Superreichen“. Sie wollen höhere Vermögenssteuern, Erbschaftsteuern, „Reichensteuern“, Sonderabgaben. Das ist kein Wirtschaftsprogramm, das ist plumper Klassenneid mit Steuerformular.
Haben diese Leute jemals erklärt, warum gerade die Länder mit den meisten „Superreichen“ (USA, Schweiz, Singapur) auch die höchste Lebensqualität und die besten Chancen für Aufsteiger bieten? Natürlich nicht. Denn das würde ihr Weltbild zerstören.
Eigentum schlägt Empörung
Wer nur schimpft, bleibt am Bahnsteig stehen und schaut dem Zug hinterher. Wer regelmäßig investiert – auch mit kleinen Beträgen –, steigt wenigstens ein. Nicht jeder wird Millionär. Aber fast jeder kann durch Disziplin und richtige Entscheidungen seinen Wohlstand mehren.
Krieg hin oder Krieg her, Energiekrise hin oder her, Regierung hin oder her: Die Mechanismen bleiben dieselben. Vermögen wächst dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Risiko tragen und Eigentum schaffen. Nicht dort, wo Neid zum politischen Programm erhoben wird.
Die Linke träumt von der großen Umverteilung. Die Realität antwortet mit fallenden Realzinsen für Sparer und steigenden Vermögenspreisen für Eigentümer. Wer das endlich begreift und handelt, hat eine Chance. Wer weiter „Ran an die Superreichen!“ brüllt, wird in zehn Jahren noch ärmer sein – und immer noch auf den großen Geldregen warten.
Die Wahl ist einfach: Empörung oder Eigentum. Neid oder Leistung. Sozialismus oder Realität.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



