In den ersten sechs Monaten 2026 gab es über 2.200 registrierte Fälle von Sabotage, Brandstiftung, gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr und Metalldiebstahl. Mehr als 220.000 Verspätungsminuten, hunderte Zugausfälle und massive Störungen im Güterverkehr sind die Folge.
Von Meinrad Müller
Die Täter prahlen im Internet und verspotten Bahnreisende
Linksextreme Gruppen nutzen die Internetseite de.indymedia.org, um sich stolz zu Brandanschlägen auf Signalanlagen und Kabelschächte zu bekennen. Sie schreiben wortwörtlich, sie wollten den „kapitalistischen Profitbetrieb“ stören und die „industrielle Technologie zerschlagen“. Die Bahn gilt ihnen als Symbol des verhassten Systems, obwohl sie ein staatseigener Konzern ist, der Millionen Pendler und die gesamte deutsche Industrie versorgt.
In ihren Bekennerschreiben sprechen die Attentäter kalt von „Kollateralschäden“ für normale Bürger. Das ist gezielte Sabotage gegen die Lebensadern unseres Landes.
Brände wie in Neu Wulmstorf und Leverkusen legen alles lahm
Brände an Kabelschächten und Verteilerkästen wie zuletzt in Neu Wulmstorf (Hamburg–Cuxhaven-Strecke) oder bei Leverkusen sorgen für hunderte ausgefallene Züge, stundenlange Verspätungen und umgeleitete Gütertransporte. Fabriken bekommen keine Rohstoffe, Pendler stehen am Bahnsteig oder warten auf Ersatzbusse. Die wirtschaftlichen Schäden gehen in die Millionen und das Monat für Monat.
Warum lässt der Staat die Seite Indymedia einfach laufen?
Jede Internetseite kann von den Behörden auf Knopfdruck ausgeschaltet werden. Geschieht das nicht, wird dies von den Tätern als Duldung interpretiert. Und das ist die eigentliche Skandal-Frage: Der Staat, der bei jedem kritischen Post auf alternativen oder konservativen Kanälen oft mit Ermittlungen, Hausdurchsuchungen und Sperrungen kommt, schaut bei Indymedia weitgehend weg. Auf dieser Plattform werden seit Jahren Bekennerschreiben zu Sabotageakten veröffentlicht und bleiben online.
Selektive Gerechtigkeit: Zwei Klassen von Extremismus
Viele NGOs aus dem „Demokratie leben!“-Umfeld und linke Netzwerke konzentrieren sich fast ausschließlich auf Rechts. Linke Anschläge auf Bahn und Strom werden bagatellisiert oder einfach ignoriert.
Der Staat und sein linkes Umfeld haben offenbar zwei Klassen von Extremismus. Die Bahn leidet, die Wirtschaft leidet, die Bürger leiden und viele auf der Linken schauen weg oder finden Ausreden.
Wir haben ein Recht auf eine sichere Bahn.
Und der linksextreme Sabotageakt in Berlin, der im Januar 2026 rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe tagelang im eisigen Winter ohne Strom ließ, ist offenbar schon wieder vergessen (und vergeben?).
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



