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Studie: Bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoproduktion bedroht


Dem europäischen Automobilsektor droht ein massiver Beschäftigungseinbruch. Bis 2040 könnten in der Produktion bis zu 726.000 Arbeitsplätze wegfallen, wie Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall zeigen, über die das Nachrichtenmagazin Politico berichtet.

Das Institut untersucht alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden. Im Referenzjahr 2025 beschäftigte dieser Branchenzweig in Europa rund 1,6 Millionen Menschen und erzielte eine Wertschöpfung von rund 250 Milliarden Euro. Bereits bis 2030 droht laut Fraunhofer ein Wegfall von 375.000 Stellen. Bis 2035 könnten hier europaweit insgesamt 660.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Für die Berechnungen hat Fraunhofer vier politische Szenarien und deren Auswirkungen auf Wertschöpfung und Beschäftigung modelliert. Den stärksten Jobverlust prognostizieren die Autoren sowohl für eine Beibehaltung des Verbrenner-Verbots ab 2035 als auch für den von der EU-Kommission vorgelegten Kompromissvorschlag. Der im Rahmen des EU-Autopakets vorgelegte Kompromiss sieht statt eines strikten Verbrenner-Verbots ab 2035 eine CO2-Reduktion um 90 Prozent vor und erlaubt den Herstellern eine Kompensation durch grünen Stahl oder erneuerbare Kraftstoffe. Für den Arbeitsmarkt sieht Fraunhofer zwischen den Szenarien keine Unterschiede.

"Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien", so das Fazit der Studie. "Alle Szenarien zeigen bis zum Jahr 2035 einen signifikanten Wertschöpfungsrückgang in Europa", schreiben die Autoren. Eine breit aufgestellte technologische Basis könne zum längeren Erhalt bestehender Produktionsumfänge und zur Abmilderung von Verlusten bei Wertschöpfung und Beschäftigung beitragen.

Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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