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USA: UBS-Steuersünder am Internetpranger | Drucken |
01.08.2010

Die amerikanische Steuerbehörde IRS gebraucht immer brachialere Mittel, um Steuersünder zu bestrafen. Nun greift die IRS auch auf eine bewährte mittelalterliche Methode zurück: Den öffentlichen Pranger. Steuerflüchtlinge mit Konten zumeist bei der UBS werden öffentlich zur Schau gestellt. Krieg mit anderen Mitteln gegen die Schweiz.

 

Die USA bringen reihenweise UBS-Kunden wegen Steuerdelikten vor Gericht. Verurteile kommen anschließend an den öffentlichen Internetpranger. Derzeit zittern noch Hunderte oder gar Tausende, dass sie von der IRS erwischt werden, weil die UBS vor den USA eingeknickt ist und massenweise Bankgeheimnisse verraten hat.

Die IRS wiederum, bekannt für ihr gestaphaften Methoden, will nicht nur harte Bußgelder, sonder auch eine öffentliche Erniedrigung der Steuersünder. Diese werden auf der Internetseite der IRS veröffentlicht.: mit vollem Namen, Art des Steuerdelikts und Höhe der Strafe.

Insbesondere betroffen sind US-Bürger, die ein Konto bei der UBS haben. Konkret betrifft das derzeit 17 Personen Liste / Öffentlicher Pranger stehen.

Die höchsten Strafen kassierten diese beiden Gentlemen:

  • Jules Robbins aus New York. Zusammen mit Komplizen versteckte er auf UBS-Konten über 100 Millionen Dollar. Seine Strafe: eine Busse von 20,8 Milionen Dollar.
  • Jack Barouh aus Florida kriegte 10 Monate Knast, weil er ein ganzes Bankkonto bei der UBS verschwieg. Plus Bussen, Nachzahlungen und Zinsen auf ausstehenden Zahlungen.

Um die Zusammenhänge besser zu begreifen, muss man verstehen, dass jeder US-Bürger in den USA seine Steuer zu entrichten hat - gleich ober er im Ausland wohnt oder nicht. Selbst Bürger, die in den USA alles aufgegeben haben, sind dennoch dort steuerpflichtig. Dies ist auch der Grund, warum immer mehr Wohlhabende aus den USA flüchten.

Die IRS griff zum ersten Mal zu diesem mittelalterlichen Mittel. Die Öffentlichkeit soll hier offensichtlich auch als Waffe im Krieg gegen die schweizer Banken eingesetzt werden. Dass die Betroffen damit unter anderem auch Lynchjustiz risikieren von aufgebrachten Bürgern, scheint der Behörde egal zu sein.

Die im Netz veröffentlichte Liste umfasst bis jetzt 17 Namen, von denen erst ein Teil rechtskräftig verurteilt ist. Sie gehören zu jenen 255 UBS-Kunden, deren Daten im Februar 2009 von der Finanzmarktaufsicht (Finma) an die USA übergeben wurden. Die Herausgabe einer zweiten Tranche von 4450 Kundennamen läuft noch.

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