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Bester April-Scherz 2011: US-Arbeitsmarkt-Daten

US-Arbeitsmarkt nimmt Fahrt auf. Die Zahl der US-Beschäftigten außerhalb des Agrarsektors ist im März um 216 Tsd. im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Damit fiel der Stellenaufbau noch etwas kräftiger aus als erwartet. Wir hatten wie der Markt mit einem Stellenplus von 190 Tsd. gerechnet.

von Deutsche Postbank Research

Der Beschäftigungsaufbau fand wie in den Vormonaten ausschließlich im privaten Sektor statt. Hier wurden 230 Tsd. Stellen geschaffen nach 240 Tsd. im Februar. Die Zuwächse waren dabei breit über die Branchen hinweg gestreut. Lediglich im Bausektor und in der Informationsbranche überwogen die Stellenstreichungen leicht. Die Breite des Aufschwungs ist ein Indiz für dessen Nachhaltigkeit. Er zeigt nämlich, dass die Zuwächse nicht auf vereinzelten Ausreißern nach oben resultieren.

Positiv entwickelte sich die Arbeitslosigkeit. Die Quote sank entgegen den Erwartungen von 8,9% auf 8,8%. Dies war jetzt bereits der vierte Rückgang in Folge. Die Trendwende ist also auch hier geschafft. Dennoch wird es noch lange dauern, bis die Arbeitslosigkeit auf ein akzeptables Maß gesunken ist, selbst wenn sich der Beschäftigungsaufbau in dem aktuellen Tempo fortsetzen sollte. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung zeigt sich innerhalb der Arbeitslosigkeit ein bedenklicher Trend. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ist alleine seit dem letzten Herbst von 34 Wochen auf 39 Wochen gestiegen, obwohl heute wie seinerzeit die Hälfte der arbeitslos gewordenen Personen nach spätestens ca. 22 Wochen eine neue Stelle gefunden hat. Es gibt also einen rasch wachsenden harten Kern an Arbeitslosen, für den es immer schwieriger wird, eine Beschäftigung zu finden.

Ansonsten befindet sich der US-Arbeitsmarkt aber auf dem Wege der Genesung, und wir gehen davon aus, dass er diesen Weg weiter fortsetzt. In den kommenden Monaten rechnen wir aufgrund des anhaltenden Aufwärtstrends bei den Ausrüstungsinvestitionen mit Beschäftigungszuwächsen in der aktuellen Größenordnung. Dies wird die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte und damit den privaten Konsum stützen.

Die US-Wirtschaft befindet sich unseres Erachtens an der Schwelle zu einem selbsttragenden Aufschwung oder hat diese bereits überschritten. Für die Fed wäre es deshalb, bei gleichzeitig anziehender Inflation, an der Zeit, intensiver zu überlegen, ob oder wie lange die US-Wirtschaft noch Unterstützung durch außergewöhnliche Maßnahmen oder auch außergewöhnlich niedrige Zinsen benötigt.

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