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USA: Junk-Bond-Staat mit Ratingmafia | Drucken |
03.06.2011

Werden die Rating-Agenturen die US-Bonität wirklich antasten, oder sind die Warnungen nur leere Worte? - Am Tag der Abrechnung könnte nicht der Euro auf der Strecke bleiben, sondern vor allem der Dollar, sind doch die Schulden der PIIGS-Staaten Peanuts im Vergleich zum Billiardengrab an Schulden, die im US-Raum lauern.

 

von  Dr.-Ing. Artur P. Schmidt   

Die Probleme im Euroraum sind ein gefundenes Fressen für unsere amerikanischen Freunde, lenken diese doch vor der kommenden Krise in den kommerziellen Gebäuden in den USA und die nachwievor tickende Derivate-Zeitbombe ab.

Wenn man nur lange genug auf den anderen verbal einschlägt, so die falsche These der Amerikaner, kann man effektiv die eigenen Schwächen verbergen. Doch die Amerikaner haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht: die Märkte.

Diese werden früher oder später den Junk Bond Status der amerikanischen Anleihen ebenso einpreisen wie es bereits bei den griechischen geschah.

Das Problem bei Schulden ist, dass sich diese nicht in Luft auflösen, auch wenn man durch Noch-mehr-Schuldenmachen versucht die Situation zu verbessern.

Ich erlaube mir deshalb, die amerikanischen Anleihen auf Junk Bond-Niveau herabzustufen, da sich scheinbar Rating-Agenturen wie Standard & Poors nicht zu diesem Entschluss durchringen können, weil sie fürchten müssen, zukünftig keine lukrativen Aufträge aus der amerikanischen Wirtschaft mehr zu erhalten.

Die mafiaähnliche Struktur der Ratingagenturen, die nur noch als amerikanische Hofberichterstatter dienen, stinkt zum Himmel.

Wenn Griechenland als pleite gilt, dann ist es die USA schon seit langem. Der amerikanische Trick, die Schulden auf die übernächste Generation verlagern zu wollen wird nicht aufgehen. Ohne harte Einschnitte und Sparen lässt sich ein jahrzehntelanger Verschuldungswahn nicht einschränken.

Das billige Geld der US-Notenbank ist Gift für die Gesundung der Märkte. Diese wird erst dann Einzug halten, wenn neue Strukturen und neue Regeln die Finanzmärkte wieder gesunden. Aktuell handelt es sich um ein gedoptes System, bei dem es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann der große Schwindel, das größte Ponzi-Schema der Welt, auffliegt.

Deshalb muss der USA in aller Härte aufgezeigt werden, dass eine Sanierung ihres maroden Wirtschaftssystems nicht auf Kosten der restlichen Welt sondern nur durch harte Einschnitte erfolgen kann. Das Maß ist voll und die europäische Geduld mit den US-Schulden-Junkies neigt sich dem Ende.

www.tradercockpit.ch


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