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EU will „Made in Germany“ verbieten

EU will  „Made in Germany“ einschränken. Der für das Zollwesen zuständige EU-Kommissar  will dieses Prinzip aufweichen und stattdessen den Wert der aus dem Ausland stammenden Zulieferteile für eine Ware als Maßstab nehmen. Geplante Änderungen am Warenursprungsrecht alarmieren Politik und Verbände.


Weil die EU-Kommission Änderungen am Ursprungsrecht für Waren plant, könnte es bald weniger Produkte geben, die mit dem Qualitätslabel „Made in Germany“ werben. Bislang liegt der Ursprung einer Ware in jenem Land, in dem die „letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Verarbeitung“ vorgenommen wurde. Egal, aus welchen Ländern die Einzelteile kommen.

Der für das Zollwesen zuständige EU-Kommissar Algirdas Semeta will Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) zufolge dieses Prinzip aufweichen und stattdessen den Wert der aus dem Ausland stammenden Zulieferteile für eine Ware als Maßstab nehmen. Übersteigt er die Grenze von 45 Prozent beim Endprodukt, kann aus dem „Made in Germany“ in der Folge schnell ein „Made in Taiwan“ werden.
 
Verbände und Politiker schlagen Alarm. Der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) erwartet „schwerwiegende Auswirkungen für den Export“. Und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil fordert: „In Deutschland gefertigte Produkte müssen ihren Ursprung in Deutschland behalten.“
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