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EFSF: Bundestag beschließt Enteignung Deutschlands
26.10.2011

Wenn’s ums Ganze geht, sieht man den Bundestag in seltener Einmütigkeit. Noch bevor es überhaupt zur EFSF-Abstimmung kommt, steht das Ergebnis schon fest. Mit einem Abstimmungsergebnis von  über 90% macht der Bundestag der  ehemaligen DDR-Volkskammer echte Konkurrenz. Wahrscheinlich blüht den Politikern im Reichstag auch das gleiche Schicksal.

 

von Michael Mross

Wenn’s um Nebensächlichkeiten geht, dann werden heiße Debatten im Bundestag gefochten. Geht es dagegen um Historisches, sieht man die Marionetten im Reichstag in  einer Einmütigkeit, die höchstens noch an Abstimmungen in der Volkskammer der DDR erinnern. – Von echter Demokratie, ja gar Diskussion keine Spur. Das ist neu in unserem „Kapitalismus“.


Wenn das Kapital ruft, gibt es bei „Demokraten“ keinen Widerspruch. Im Gegenteil: In geheimen Zirkeln wird vorher alles ausgedealt, damit die Abstimmung nicht doch zur Überraschung wird. Volksvertreter im Bundestag? Nur noch eine Farce!.


War die erste Abstimmung zum EFSF schon ein Skandal, so ist die Zusage zum totalen EFSF nur noch ein Hohn, über den man verzweifelt lachen könnte – wenn die Lage nicht so ernst wäre. Denn mit der heutigen Zustimmung wird nichts Geringeres als die totale Enteignung der Deutschen beschlossen.


In Zukunft wandert die deutsche Altervorsorge als Pfand in die undurchsichtigen Töpfe Brüssels, um etwas zu retten, was ohnehin nicht mehr zu retten ist.


Doch das Diktat aus Brüssel lautet offenbar: „Wenn wir schon untergehen, dann ziehen wir Deutschland mit in den Strudel“. Dagegen dulden die Euro-Schergen aus Brüssel keinen Widerstand, ja noch nicht einmal eine offene Debatte. Da fehlen einem die Worte. Wo sind wir angekommen? Wohin hat der Euro geführt? Ist das noch unser Deutschland? Sind das noch unsere Volksvertreter? Oder sind es nur noch willfährige Systembüttel, welche gefälligst das Maul halten und zahlen sollen – auf Kosten ihrer Untertanen?


Die Vorgehensweise unserer Regierung und der leider in dieser Frage nichtexistenten bzw. mit der Forderung nach mehr EFSF noch umfassender versagenden parlamentarischen Opposition ist  die größte wirtschaftliche und politische Katastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Ergebnis ist  nichts anderes als ein finanzieller Staatsstreich gegen das eigene Volk.

 

Der EFSF ist nichts anderes als ein großes schwarzes Loch, in dem in Zukunft die Ersparnisse nicht nur der Deutschen sondern auch der Nordschiene abzuliefern sind – auf Nimmerwiedersehen. Offenbar begreifen das die Menschen derzeit nicht. Sonst müsste sich auf der Straße größerer Widerstand regen. Doch die Straße bleibt ruhig. Vorerst noch.

 

Das wird sich schnell ändern, wenn die Menschen erst mal merken, dass sie um ihre Lebensleistung betrogen worden sind. Der Moloch EFSF gibt erst dann Ruhe, wenn die Ersparnisse weg sind. Doch dann ist es für die meisten zu spät. Im Vertrauen auf ihre Politiker haben die Menschen dann alles verloren. Was das für die Zukunft bedeutet, ist beängstigend.  


Die für den scheinbaren Systemerhalt notwendigen Beträge wachsen immer schneller an. Einen Weg zurück gibt es nicht mehr, weil die aufgelaufenen Forderungen mangels Schuldnersolvenz uneinbringlich bzw. die gestellten "Sicherheiten" keinen verwertbaren Marktpreis haben. Am Ende warten Währungsreform, Diktatur durch das Brüsseler Politbüro, Enteignung, Bürgerkrieg und Chaos auf uns.

 

Letzte Meldung

EFSF: Bundestag sagt JA mit  503 von 596 Stimmen


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