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Crash bei AAA-Anleihen 2012
21.11.2011

GEAB: Wir sagen voraus, dass 2012 im Durchschnitt alle Staatsanleihen der westlichen Staaten um 30% wertberichtigt werden müssen.  Ende 2011 wird der Zündsatz der europäischen Schulden die US-Schuldenbombe zur Explosion bringen. Wir gehen davon aus, dass bis Anfang 2013 30.000 Milliarden USD Scheinvermögen abgeschrieben sein werden. - Phase des Bankensterbens hat begonnen.

 

Eine Analyse der GEAB

Das zweite Halbjahr 2011 ist nun beinahe vorbei und 15.000 Milliarden Scheinvermögen haben sich seit Juli in Luft aufgelöst, wie wir es in der 56. Ausgabe des GEAB  vorhergesagt hatten. Und nach unserer Auffassung wird sich dieser Prozess das folgende Jahr im gleichen Rhythmus fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass mit dem griechischen Schuldenschnitt von 50% die umfassende weltweite Krise in eine neue Phase eintritt; nämlich in die Phase, in der alle Anleihen der westlichen Staaten wertberichtigt werden. Als Folge davon wird der bisher globale Finanzmarkt regional zerfallen. Wir sagen voraus, dass 2012 im Durchschnitt alle Staatsanleihen der westlichen Staaten um 30% wertberichtigt werden müssen. Entsprechend werden die Aktiva der Bilanzen der globalen Finanzinstitute geringer zu bewerten sein.


Wir gehen also davon aus, dass bis Anfang 2013 30.000 Milliarden USD Scheinvermögen abgeschrieben sein werden. Weiterhin gehen wir davon aus, dass sich im Lauf des Jahres 2012 der Prozess der Fragmentierung des globalen Finanzmarkts  beschleunigen wird; er wird in drei Zonen zerfallen, nämlich jeweils eine Dollar-, Euro- und Yuan- Zone. Die drei Zonen werden sich immer stärker voneinander abgrenzen und unabhängiger werden. Diese beiden Phänomene (Werberichtigung/Fragmentierung) stehen zueinander in einer sich verstärkenden Wechselwirkung. Gemeinsam werden sie die Ursachen dafür sein, dass die US-Währung 2012 30% ihres Wertes verlieren wird, wie wir in der April- Ausgaben vor dem Hintergrund einer nachlassenden Nachfrage nach Dollar und einer Verschärfung der US- Staatschuldenkrise vorhersagten. Ende 2011 wird, wie vorhergesehen, der Zündsatz der europäischen Schulden die US-Schuldenbombe zur Explosion bringen.


Wie wir schon seit mehreren Monaten vorhersagten, ist der G20-Gipfel von Cannes zu einem echten Fiasko geworden; denn die Regierungen konnten sich auf noch nicht einmal ein „Maßnähmchen“ einigen, zeigten sich unfähig, die wesentlichen Zukunftsfragen wie eine Reform des internationalen Währungssystems, die Notwendigkeit globaler Konjunkturprogramme und eine Reform der internationalen Governance auch nur anzuschneiden. Dass Griechenland in den Beratungen dieses Gipfel einen solchen Platz einnehmen konnte, war nur möglich, da er sonst wenig Substanz bieten konnte. Das Theater um George Papandreou und seinen Plan einer Volksbefragung hat den Regierungen der G20 ermöglicht, den Eindruck zu erwecken, die Krise in Griechenland hätte ihrer Beratungen gestört, wenn nicht gar unmöglich gemacht.
 

In Wirklichkeit verschleierten sie hinter dieser Aufgeregtheit, dass sie sich auf nichts mehr einigen können, ja noch nicht einmal auf eine gemeinsame Tagesordnung, die die entscheidenden Themen enthält. Gleichzeitig zeigen die Beschlüsse des eine Woche vorher stattfindenden EU-Gipfels, dass Euroland sich  immer mehr zu einem eigenständigen Akteur in der EU und der Welt entwickelt. U.a. wurde beschlossen, jedes Jahr zwei Eurolandgipfel abzuhalten. An diesen Beschlüssen wird erkennbar, dass Euroland inzwischen den Ton in der EU angibt und Entscheidungen vorgibt. Der durch die Krise erzeugte Druck hat in nur wenigen Tagen erreicht, dass Euroland mit großen Schritten in Richtung verstärkter Integration unterwegs ist. Und das ist auch äußerst notwendig. Denn ohne eine solche verstärkte Integration kann der Übergang in die Welt von Morgen nicht gelingen.

Nun muss in Griechenland eine Regierung der nationalen Einheit das Land in die Moderne führen; ein Land, das weder Grundbuch kennt noch weiß, was eine effiziente Verwaltung ist, ein Land, das endlich seinen Bürgerinnen und Bürger ermöglichen muss, Bürger Eurolands zu sein wie die anderen Europäer und nicht lediglich Untertanen in einem Feudalsystem, in dem große Familien und die Kirche Reichtum und Macht unter sich aufteilen. Dreißig Jahre nach seiner voraussetzungslosen Aufnahme in die EU wird Griechenland endlich die Reformen unternehmen müssen, zu denen die Länder Mittel – und Ost- Europas vor ihrem EU-Beitritt gezwungen wurden. Das wird fünf bis zehn Jahre dauern, das wird schmerzhaft werden, aber da müssen das Land und seine Menschen durch.


Auch Italien konnte endlich seinen Regierungschef los werden, der so symptomatisch für die Elite der Welt vor der Krise ist: Sein Hang zu « bling bling », seine Gier, seine skrupellose Einstellung zu Geld, seine Selbstzufriedenheit, die genauso umfassend wie unbegründet war, seine Kontrolle der Medien, seine regelmäßige Anti-Europapolemik und sein billiger Nationalismus, und natürlich auch seine Sexsucht. Die Jubelszenen in den Straßen Italiens zeigen, dass die umfassende weltweite Krise auch ihr Gutes haben kann. Wir wird schon im vorhergehenden GEAB schrieben, gehen wir davon aus, dass 2012 das Jahr sein wird, in dem Euroland nicht nur den Zerfall der alten Welt erleiden muss, sondern den Übergang zur Welt von Morgen einzuleiten vermag.
 
 
Bricht GB auseinander?

Großbritannien hat inzwischen kein Zugangsrecht mehr zu den Treffen der Mitgliedsländer der Eurozone. Und die anderen EU-Länder, die noch nicht den Euro eingeführt haben, haben sich mit Euroland solidarisch erklärt, als sie dem britischen Vorschlag, gemäß dem den 27 EU- Länder ein Veto-Recht gegen Entscheidungen Eurolands eingeräumt werden sollte, eine Abfuhr erteilten. Das Wegdriften Großbritanniens vom Rest Europas beschleunigt sich noch durch die Versuche der britischen Europaskeptiker (die in der Regel die Fußsoldaten der Londoner City sind, möglichst alle Leinen zum Kontinent zu kappen. Das ist aber nicht etwa der Beweis für den Erfolg ihrer Politik, sondern vielmehr das Eingeständnis ihres vollständigen Scheiterns. Seit zwanzig Jahren versuchen sie unaufhörlich, die europäische Integration aufzuhalten, aber es ist ihnen nicht gelungen. Vielmehr hat die Krise der europäischen Integration eine neue Dynamik verliehen. Also wollen sie lieber alle Leinen zu kappen, um so zu verhindern, dass Großbritannien in den kommenden zehn Jahren in Euroland aufgeht. Und diese Angst ist alles andere als unberechtigt.


Eigentlich ist es nichts anderes als eine verzweifelte Flucht nach vorn, wie Will Hutton in einem beeindruckend weitsichtigen Artikel im Guardian vom 30.10.2011 schreibt. Doch sie wird zu einem Auseinanderbrechen Großbritanniens führen. Denn Schottland möchte nicht nicht nur unabhängig werden, sondern auch europäisch bleiben. Sie wird England auf den Status eines off-shore-Finanzplatzes ohne soziale Absicherung der Bevölkerung und ohne industrielle Basis reduzieren. Vom Vereinigten Königreich bleibt nur ein Zerfallenes Königreich als ein Schatten seiner früheren selbst!


Da der amerikanische Verbündete sich in einer vergleichbar verzweifelten Lage befindet und nicht helfen kann, wird die Krise noch sehr lange andauern. Hauptleidtragende werden die einfachen Menschen in Großbritannien sein, deren Wut gegen die City immer weiter wächst. Sogar die Veteranen reihen sich inzwischen bei den Demonstranten der Occupy the City- Bewegung ein. Offensichtlich gibt es insoweit eine weitgehende Konvergenz zwischen der Stimmung der Menschen in Euroland und in Großbritannien!


Natürlich können sich die britischen Investoren damit trösten, dass sie außerhalb Japans die größten Gläubiger japanischer Staatschulden wären, dass sie also über ein beruhigendes Vermögenspolster verfügen würden. Aber der IWF warnt Japan immer eindringlicher vor seinem Schuldenniveau, das inzwischen 200% des BIP überschreitet  und zu einem systemrelevanten Risiko anwachse. Kann da die Tatsache, wichtiger Gläubiger Japans zu sein, tatsächlich Anlass sein, sich auf der sicheren Seite der Armutsgrenze zu fühlen?

Epizentrum USA

Wenn man über öffentliche Verschuldung schreibt, müssen natürlich auch wieder die USA in den Blickpunkt rücken. Die nächsten Wochen werden der Welt in Erinnerung rufen, dass die USA und nicht etwa Griechenland das Epizentrum der umfassenden weltweiten Krise sind. In einer Woche, am 23. November, wird der „Superausschuss“ des Kongress, dem die Aufgabe überantwortet wurde, sich auf Aufgabenreduzierungen des Bundeshaushalts in Höhe von 1.500 Milliarden Dollar (auf zehn Jahre verteilt) zu einigen, sein Scheitern erklären müssen. Die beiden US- Parteien planen schon heute ihre Strategie, um die jeweils andere für das Scheitern verantwortlich zu machen.


Barack Obama hingegen, wenn er nicht damit beschäftigt ist, auf Gipfeltreffen eine gute Figur zu machen, begnügt sich mit der Rolle des Beobachters und beklagt sich lediglich, dass der Kongress seine große Jobinitiative, die er vor gerade einmal zwei Monaten mit großen Vorschusslorbeeren auf den Weg gebracht hatte, vereitelt habe. Und auch die vollkommen unrealistische Ankündigung am Vorabend eines APEC-Gipfels, auf dem Chinesen und Amerikaner sich streiten wie die Kesselflicker, umgehend eine neue Pazifik- Zollunion (unter Ausschluss Chinas) gründen zu wollen, wird ihm nicht helfen, als großer Staatsmann zu erscheinen und noch viel weniger seine Wiederwahl sichern.


Das vorhersehbare Scheitern des « Superausschusses », das lediglich ein Symptom für die vollständige Lähmung des politischen Systems der USA ist, wird umgehend schwerste Folgen zeitigen: Die Bonitätsnote der USA wird weiter herabgestuft werden. Die chinesische Rating- Agentur Dagon hat bereits erklärt, sie werde die Note weiter absenken, sollte der Superausschuss scheitern. S&P wird wohl die US- Bonität noch um eine Note herabstufen, und auch Moody’s und Fitch können nicht anders; schließlich hatten sie den USA nur einen Aufschub für die Herabstufung eingeräumt, unter der Bedingung, bis Ende des Jahres die Defizite zu senken. Aber es ist damit zu rechnen, dass wieder versucht werden wird, die schlechten Nachrichten für die USA mit Panikmeldungen über ein baldiges Auseinanderbrechen der Eurozone zu camouflieren, indem z.B. die Bonitätsnote Frankreichs herabgestuft und somit der europäischen Rettungsfonds geschwächt wird.


All dies deutet auf ein sehr bewegtes Jahresende auf den Finanz- und Devisenmärkten hin und wird schwere Erschütterungen in den Bankensystemen der westlichen Staaten und darüber hinaus für all die, die US- Staatsanleihen in ihrem Besitz haben, hervorrufen. Anlässlich des Scheiterns des Superausschusses, die Staatsdefizite zu reduzieren, wird die gesamte US- Schuldenpyramide erneut auf den Prüfstand gestellt werden, und das vor dem Hintergrund einer Rezession der Weltwirtschaft im Allgemeinen und der amerikanischen im Besonderen und all deren Folgeerscheinungen: Rückläufiges Steueraufkommen, Anstieg der Arbeitslosigkeit, Anstieg der Zahl der Arbeitslosen, die keine Unterstützung mehr erhalten, weiterer Rückgang der Immobilienpreise usw.


Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Verschuldung der Privathaushalte in den USA viel höher ist als in Griechenland. Und dass in dieser allgemeinen Lage jeden Moment eine Panik an den Finanzmärkten ausbrechen kann, wenn sich Investoren und Gläubiger darüber im Klaren werden, dass die USA ihre Schulden nur mit Hilfe des massivsten Einsatzes der Geldpresse zurückzahlen können, jeder Dollar Forderung mit einem Dollar bezahlt wird, der deutlich weniger wert sein wird. Das Jahresende 2011 wird viele Inhaber von US- Staatsanleihen dazu motivieren, sich ernsthaft mit der Frage auseinander zu setzen, wann der Moment eintreten wird, dass die Zweifel an der finanziellen Solidität der USA an den Finanzmärkten übermächtig werden.
 

Scheitern des Superausschusses

Was können die USA noch als Lösung vorschlagen, wenn der Superausschuss erst einmal gescheitert sein wird? Eigentlich so gut wie nichts mehr, jedenfalls nicht, wenn Wahljahr ist. Denn zum einen war er ins Leben gerufen worden, weil andere Lösungen nicht mehr ersichtlich waren. Zum anderen, weil das eigentliche Problem der USA nicht etwa die Höhe ihrer Schulden ist, sondern die Unfähigkeit, die notwendigen Schritte zu unternehmen, sie auf lange Sicht bedeutend und nachhaltig zu reduzieren. Das Scheitern des Superausschusses wird den Finanzmärkten diese strukturelle und politische Unfähigkeit der USA, sich den Gürtel enger zu schnallen und damit ihre Defizite in den Griff zu bekommen, vor Augen führen.


Was die Höhe der Schulden angeht, zeigt eine überschlägige Rechnung, die uns von einem Leser des GEAB geschickt wurde, wie lächerlich die angestrebten Einsparungen im Verhältnis zu den erforderlichen Sparanstrengungen sind.

Wenn man die Ausgaben der USA wie die Ausgaben eines Privathaushalts analysiert, werden die Dinge klarer. Es reicht, bei den im Raum stehenden Summen acht Nullen zu entfernen, um ein Budget vor Augen zu haben, dass sich dem Verständnis eines normalen Menschen erschließt:

Jährliches Familieneinkommen (Steuereinnahmen): + 21 700
Jährliche Ausgaben (Bundeshaushalt): + 38 200
Neue Kreditkartenschulden (Neuverschuldung): + 16 500
Aufgelaufene Kreditkartenschulden (Bundesschulden): + 142 710
Bereits erzielte Einsparungen: - 385
Angestrebtes Einsparungsziel des Superausschusses pro Jahr: - 1 500


Man kann daran sehen, dass der Superausschuss (wie der Kongress in seiner Gesamtheit im letzten August) noch nicht einmal in der Lage ist, sich auf Einsparungen zu einigen, die 10% der jährlichen Neuverschuldung betragen. Genau dies ist doch der Unterschied zwischen Europa und den USA. Während Europa in nur wenigen Monaten neue Finanzierungsinstrumente der Staaten erfindet und seine Ausgaben und Neuverschuldung massiv reduziert (32), verschulden sich die USA jeden Tag mehr und schneller. In den folgenden sechs Monaten plant Washington, Staatsanleihen von 846 Milliarden Dollar an den Märkten zu platzieren, also 35% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Bankenkrise schreitet voran
Als der Investitionsfonds MF Global pleite ging, konnte man sehen, wie schlagartig die Herrscher der Wall Street zusammenbrechen können, wenn sie die Entwicklung der europäischen Staatsschulden falsch einschätzen. Natürlich ist Jon Corzine nicht Bernard Madoff. In ihrer ethischen Einstellung unterscheiden sie sich vielleicht nicht so sehr, aber ansonsten lassen die beiden sich nicht vergleichen. Madoff war ein unkontrollierbares Element der Wall Street, während Corzine zu ihrer alten Aristokratie zählt: Ehemaliger Chef von Goldman Sachs, ehemaliger Governeur von New Jersey, großer Geldgeber für Obamas Wahlkampf für 2012, potentieller Nachfolgekandidat für Tim Geithner als US- Finanzminister im vergangenen August, - und de facto einer von denen, die Obama 2004 als Präsidentschaftskandidaten aufgebaut haben. Corzine ist ein wichtiges Element der inzestuösen Beziehung zwischen Washington und Wall Street, die heute eine Mehrheit der Amerikaner für ein entscheidendes Problem ihres Landes hält.


Im August schien Corzine noch überirdisch hoch in den höchsten Etagen der Wall Street zu schweben. Und dennoch hat er sich vollständig in seiner Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen geirrt. Er hat geglaubt, dass die Welt von Gestern immer noch die von Heute wäre, und dass, wie bisher doch immer, die privaten Gläubiger auf Heller und Pfennig ihre Verluste ersetzt bekämen. Ergebnis: Enorme Verluste und ein Bankrott, der viel Geld und 1600 Arbeitsplätze vernichtet.


Wir hatten in der vorhergehenden Ausgabe des GEAB vorher gesagt, dass eine Phase der Krise anstehe, in der in den westlichen Staaten das Bankensterben einsetzen würde. Diese Phase hat nun begonnen und die Kunden der Finanzinstitute, ob Banken, Versicherungen, Investitionsfonds oder Pensionsfonds, müssen sich zukünftig die Frage stellen, ob das Institut, bei dem sie ihr Geld angelegt haben, auch finanziell solide ist. Und wie der Fall Corzine zeigt, reicht es nicht, davon auszugehen, dass Institute oder ihre Chefs, nur weil sie ausreichend bekannt sind oder eine hohe Reputation genießen, auch finanziell solider wären als andere. Die hervorragende Kenntnis der Regeln der Hochfinanz von gestern (die Basis des Respekts sind, der ihnen entgegengebracht wird), ist nicht entscheidend. Vielmehr ist entscheidend, wer verstanden hat, dass die Spielregeln sich geändert haben.

 
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