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VWL: Wissenschaft oder purer Schwachsinn?
12.01.2012

Die Volkswirtschaftslehre ist unwissenschaftlich und nachweislich falsch bzw. grob fehlerhaft. Für Analyse, Diagnose und Prognose sowie Steuerung durch die Politik ist sie deshalb unbrauchbar. Ein deutscher Wirtschafts-Mathematiker hat nun ein wirklich wissenschaftliches Verfahren entwickelt, mit dem sich die Entwicklung einer Volkswirtschaft exakt berechnen und dann auch beeinflussen läßt.

 

Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum könne endlos weiter gehen, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.

Kenneth Boulding, economist

 

von Norbert Knobloch

Die überwiegend hanebüchenen und abstrusen Kommentare und Vorschläge der Ökonomen zu der gegenwärtigen Weltwirtschafts-Krise brauchen nicht zu verwundern: sie sind schlicht und einfach inkompetent, weil sie falsch ausgebildet wurden. In der offiziellen Standard-Volkswirtschaftslehre, wie sie an den Hochschulen in Europa und den U.S.A. gelehrt wird, gibt es weder ein Modell eines langfristig stabilen Wirtschaft-Systems noch überhaupt ein hinreichendes Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und Wechselwirkungen (sic!).

 

Steve Keen, Professor an der School of Economics and Finance der University of Western Sidney, hat bereits vor zehn Jahren nachgewiesen und veröffentlicht1), daß die „Theorie des Unternehmens“, eines der Fundamente der an den Hochschulen gelehrten Volkswirtschafts-lehre (VWL), mathematisch falsch ist. Nach Korrektur dieses Fehlers kehren sich die Aussagen dieser Theorie, auf die sich die dämliche Doktrin der Globalisierung stützt, in ihr Gegenteil um. Es handelt sich um einen dilettantischen Fehler bei der Anwendung von elementarer, simpler Schul-Mathematik, auf den der Träger des Nobelpreises für Wirtschafts-Wissenschaften George Stigler bereits vor über 50 Jahren in einer ökonomischen Fachzeitschrift aufmerksam machte – ohne daß dies auch nur die geringste Wirkung zeigte…

 

Praktisch jedes Lehrbuch der Volkswirtschaftslehre ist fehlerhaft und müßte umgeschrieben werden. Dr. Keen schreibt noch einmal 2008 in einem Artikel2) zur Unternehmens-Theorie:

 

„Auch wenn sie [die Theorie des Unternehmens] kein aktives Forschungsgebiet von Ökonomen mehr ist, so ist die Marshall´sche »Theorie des Unternehmens« immer noch zentral für die in die Volkswirtschaftslehre einführende Pädagogik. Über die Jahre widerstand sie zahlreichen Kritiken (…). In diesem Artikel lege ich einen weiteren Kritikpunkt vor: sie ist, ganz einfach, mathematisch falsch. Wenn die Fehler in der Theorie korrigiert werden, dann bleibt nichts von Substanz übrig: Wettbewerb führt nicht dazu, daß der Preis mit den Grenzkosten übereinstimmt; durch die Gleichsetzung von Grenzerträgen und Grenzkosten werden die Profite nicht maximiert; der Ausstoß ist unabhängig von der Anzahl der Unternehmen in der Branche, und der Wohlfahrtsverlust, den das Modell einem Monopol zuschreibt, ist statt dessen auf profitmaximierendes Verhalten zurückzuführen.“2)

(Anmerkung und Hervorhebungen durch den Verfasser)

 

Dr. Jürgen Kremer, Professor für Wirtschafts-Mathematik am RheinAhrCampus Remagen, hat deshalb ein Verfahren entwickelt und vorgestellt, mit dem sich die zeitliche Entwicklung einer Ökonomie realistisch am Computer simulieren läßt: die „Dynamische Analyse3). Sein Ansatz ist komplementär zu der in der Volkswirtschaftslehre üblichen komparativ-statischen Analyse; mit der Dynamischen Analyse läßt sich erstmals das langfristige Verhalten ökonomischer Systeme und die langfristige Wirkung makro-ökonomischer Einfluß-Faktoren auf eine oder mehrere  Volkswirtschaften mittels eines Algorithmus studieren und berechnen.

 

Ziel dieser realistischen Simulation einer Modell-Ökonomie ist es, den Einfluß makro-ökonomischer Parameter, wie etwa Zinsen und Wirtschafts-Wachstum, korrekt zu ermitteln und zu veranschaulichen sowie die Entwicklung einer Ökonomie von einem zum nächsten Jahr über einen beliebigen Zeitraum zutreffend zu berechnen und vorherzusagen. Dafür müssen laut Kremer die Antworten auf drei Fragen mit Hilfe von Regeln spezifiziert werden:

 

1)      Wie wächst der Gesamt-Konsum von Jahr zu Jahr?

 

2)      Wie wird der Gesamt-Konsum auf die einzelnen Haushaltsgruppen aufgeteilt?

 

3)      Wie wird das Gesamt-Einkommen auf die einzelnen Haushaltsgruppen aufgeteilt?

 

 

Die Regeln lassen sich nicht aus Kreislauf-Diagrammen ableiten, sondern sollen und müssen realistische Annahmen sein. Alle weiteren Simulations-Schritte ergeben sich dann stringent logisch und zwingend. Prof. Dr. Kremer nennt drei Regeln der Dynamischen Analyse:

 

1)      Wachstum des Gesamt-Konsums: Der Gesamt-Konsum wächst mit dem Wirtschafts-Wachstum.

 

2)      Aufteilung des Gesamt-Konsums auf die Haushaltsgruppen. Der Gesamt-Konsum wird proportional zur Anfangsverteilung auf die Haushaltsgruppen aufgeteilt.

 

3)      Aufteilung des Gesamt-Einkommens auf die Haushaltsgruppen.

 

a)     Das Gesamt-Einkommen der Ökonomie wird proportional zur Anfangsverteilung auf die Haushaltsgruppen aufgeteilt.

 

b)     Die Einkommen orientieren sich an der einkommensstärksten Haushaltsgruppe.

 

Die Simulation benötigt zunächst eine ganz bestimmte Anzahl von Ausgangsdaten. Dann werden einige einleitende Berechnungen („Initialisierungen“) einmalig durchgeführt. Schließlich wird die eigentliche Simulation Schritt für Schritt in einer Art „Schleife“ vom Anfangs-Jahr bis zu dem vorgegebenen End-Jahr durchgeführt und berechnet.

 

Für den Algorithmus werden als Ausgangsdaten die Zahlen der Einkommen und des Konsums jeder Haushaltsgruppe für das Anfangs-Jahr benötigt. Weiter müssen die Vermögen jeder Haushaltsgruppe für das Jahr vor dem Anfangs-Jahr bekannt sein und eingegeben werden, damit daraus die Zins-Erträge für das Anfangs-Jahr berechnet werden können. Ferner müssen die Zinssätze in Prozent für die Kapital-Verzinsung und für das Wirtschafts-Wachstum für jedes in der Simulation betrachtete Jahr vorgegeben werden.

 

Unter anderem stellt Prof. Dr. Kremer mit seiner Dynamischen Analyse  grundsätzlich fest:

„Jedes Sparen in der Ökonomie, das heißt jede aggregierte Zunahme der Kontenbestände, wird in unserem Geldsystem über Kredite realisiert. Damit ist jedes aggregierte Sparen mit einer Verschuldung in gleicher Höhe verbunden, …. Daraus folgt aber, daß die Sparzinsen bedient werden [müssen], das heißt, daß die Zinszahlungen der Unternehmen die Sparzinsen der Haushalte finanzieren. (…) Die Unternehmen haben selbstverständlich höhere Finanzierungskosten als den Anteil, der an die Sparkunden weitergereicht wird. (…) Der Teil der Kreditkosten, der über den Betrag hinausgeht, der an die Sparer weitergereicht wird, wird zu einer Einnahme der Bank und damit letztlich zu gezahlten Löhnen und Gehältern.“

 

„Wenn in unserer Wirtschaft von »Wachstum« die Rede ist, dann ist stets das Wachstum des Bruttoinlandproduktes gemeint. (…) Zur Zeit wächst das Bruttoinlandprodukt kaum noch, aber die Vermögen der Haushalte wachsen auf Grund der durch den Zinseszinseffekt wachsenden Zinserträge stark an. Daraus schließen wir aber unmittelbar, daß die Einkommen sinken müssen. Wir haben somit eine fundamentale Begründung für sinkende Löhne bzw. für Arbeitslosigkeit gefunden. Und wir verstehen auch, warum die Wirtschaft wachsen mußnicht etwa, damit es allen Haushalten `besser geht´, sondern, damit die Lohnzahlungen gegenüber den Zinszahlungen ausreichend hoch gehalten werden können, damit also die Zinszahlungen nicht zuviel vom Bruttoinlandprodukt `wegfressen´ und die unteren Haushaltsgruppen ihren Konsum noch finanzieren können.“

 

„Dieser Wachstumszwang ist ein schwerwiegendes Problem unserer Geldordnung.“

 

„Wenn die Erdölreserven zur Neige gehen, dann wird vieles von dem, was jetzt leicht, preiswert und in großen Mengen mit Öl hergestellt werden kann, teurer und knapper. Dies aber dürfte nicht nur kein Wachstum mehr verursachen, sondern sogar eine massive Schrumpfung. Unser derzeitiges Finanzsystem verkraftet aber nicht einmal nur geringes Wachstum, geschweige denn eine Schrumpfung. Ohne eine Änderung der Geldordnung wird das Ende des Ölzeitalters auch das Ende unserer Wirtschaftsysteme sein, wenn diese überhaupt so lange bestehen bleiben.“ (Anmerkung u. Hervorhebungen d. d. Verfasser)

 

Die Dynamische Analyse kommt übereinstimmend mit der Realität zu dem prinzipiellen Ergebnis, daß in unserem Finanz-System des verzinsten Geldes die Einkommen der einkommensstärksten Haushaltsgruppen kontinuierlich ansteigen, während die Einkommen der einkommensschwachen Haushaltsgruppen spiegelbildlich ebenso kontinuierlich sinken (müssen), also ein zinsbedingter Vermögens-Transfer von Arm zu Reich stattfindet: Die Sparzinsen werden von den Kreditzinsen der Kreditnehmer bezahlt. In dem Beispiel der Dynamischen Analyse sparen, aggregiert betrachtet, die Haushalte, also müssen sich zwangsläufig die Unternehmen, wiederum aggregiert betrachtet, verschulden. Die Unternehmen legen aber ihre Kosten, auch die Finanzierungskosten, auf die Preise um. So zahlen letztlich alle Haushalte über den Konsum die Kreditzinsen der Unternehmen.

 

Die Zinsanteile im Konsum müssen geleistet werden, während die Zinserträge aus Geldvermögen eingenommen werden. Bei den einkommensstärksten Haushaltsgruppen überwiegen also trotz eines höheren Konsums die Zinserträge, während von allen anderen Haushaltsgruppen mit geringeren Einkommen trotz dadurch bedingten  geringeren Konsums Zinszahlungen geleistet werden müssen. Dieser skandalöse Sachverhalt ist charakteristisch für unser ungerechtes Geldsystem, also systemimmanent. Die Dynamische Analyse kommt zu dem Ergebnis, daß deutlich über 80 % der Haushalte netto Zinszahler sind, während die vermögendsten 15 % bis 20 % der Haushalte netto Zinsempfänger sind.

 

Insgesamt lauten die Schlußfolgerungen Dr. Kremers aus der Dynamischen Analyse wie folgt (wörtliches Zitat; Anmerkungen u. Hervorhebung d. d. Verfasser):

 

1)      „Die aggregierten Sparguthaben einer Ökonomie [Volkswirtschaft] entsprechen genau den aggregierten Schulden. Die Verzinsung von Sparkapital und der dadurch bedingte Anstieg der Sparguthaben erzwingt eine symmetrisch [gemeint ist »proportional«] zunehmende Verschuldung und entsprechende Zinszahlungen der Unternehmen.“

 

2)      „Wächst das Bruttoinlandprodukt weniger stark als die Zinsanteile, so verringern sich die Einkommen in der Ökonomie [Volkswirtschaft]. In diesem Fall fließt ein großer Teil des Bruttosozialproduktes über Zinszahlungen an die Geldkapitaleigner, während sich der Lohnanteil entsprechend verringert. Damit erzwingen Bestrebungen, den Zinsanteil im Bruttoinlandprodukt zu begrenzen, ein ständiges Wirtschaftswachstum.“

 

3)      „Die Haushalte mit geringem Lohneinkommen können sich den Konsum bei wachsendem Zinsanteil im Bruttoinlandprodukt zunehmend weniger leisten und verschulden sich schließlich. Dies kann als Verarmung oder als Beschäftigungslosigkeit charakterisiert werden. Die Verarmung eines zunehmend größeren Prozentsatzes der Haushaltsgruppen destabilisiert schließlich die Ökonomie [Volkswirtschaft].“

 

4)      „Gruppen mit vergleichsweise geringem Vermögen verfügen über geringfügige oder keine Zinseinnahmen, zahlen aber über ihren Konsum soviel Zinsen, daß sie Netto-Zinszahler sind. Bei Gruppen vergleichsweise vermögender Haushalte überwiegen dagegen die Zinseinnahmen über die Zinszahlungen. Diese Gruppe besteht aus Netto-Zinsempfängern. Damit fließt ein stetiger Zinsstrom von den [armen] Netto-Zinszahlern zu den [reichen] Netto-Zinsempfängern. (…) Es ist ein auf den ersten Blick nicht sichtbarer Umverteilungsmechanismus, dessen negative Auswirkungen bei hohen Wachstumsraten der Wirtschaft kaum erkennbar sind. Zerstörerisch wird dieser Mechanismus aber dann, wenn das Wachstum nachläßt.“

 

5)      „Die zeitliche Entwicklung von Einkommen, Vermögen und Konsum bleibt für jede Haushaltsgruppe stabil, wenn der Zinssatz der Ökonomie auf Null gesetzt wird. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn das Wirtschaftswachstum nachläßt oder stagniert.“

 

Prof. Dr. Kremer kommt also mit seiner Dynamischen Analyse zu dem gleichen Schluß, zu dem auch alle seriösen, integren und kompetenten Ökonomen bisher gelangt sind: Zins und Zinseszins müssen abgeschafft werden. Die Verzinsung von Kapital (Geldvermögen) hat nur dann keine destabilisierende oder gar destruktive Wirkung auf eine Volkswirtschaft, wenn diese zeitlich unbegrenzt wächst. Das aber ist bei der Endlichkeit der Erde, der Limitiertheit der Ressourcen und der Begrenztheit der physischen und psychischen Belastungs- und Leistungsfähigkeit des Menschen weder wünschenswert noch überhaupt möglich. Wenn ein Wirtschafts-System langfristig funktionieren soll, dann muß man sich von dem Konzept der Verzinsung des Geldes verabschieden. (Das ist auch aus ethischen Gründen unabdingbar.)

 

Und um auf die ersten beiden Sätze zurückzukommen: Solange die Mehrheit der „Ökonomen“ (und unsere Politiker) die Probleme und Fehler unseres Geld-Systems und der  Volkswirtschaftslehre nicht verstehen oder überhaupt nicht einmal sehen (wollen), wird und kann kein politisches „Reformvorhaben“, keine politische „Rettungsmaßnahme“ Sinn und Erfolg haben, sondern lediglich eine Milchmädchenrechnung auf Hilfsschulniveau bleiben.

Anmerkung: Prof. Dr. Jürgen Kremer hat sein Verfahren der „Dynamischen Analyse“ in der Programmier-Sprache Java als Applet  implementiert, so daß alle Simulationen leicht am Computer durchgeführt werden können. Das Applet und alle Quellentexte sind zu finden unter www.rheinahrcampus.de/kremer sowie www.rheinahrcampus.de

1) Steve Keen, Debunking Economics: the naked emperor oft the social sciences, Pluto Press & Zed Books, Sidney & London 2001

2) Steve Keen, Warum Wirtschaftslehrbücher die Standard-Theorie des Unternehmens nicht mehr unterrichten dürfen, in: Bernd Luderer (Hrsg.), Die Kunst des Modellierens. Mathematisch-Ökonomische Modelle, Vieweg & Teubner 2008

3) Jürgen Kremer, Dynamische Analyse – Die Untersuchung des langfristigen Verhaltens von Ökonomien, in: Bernd Luderer (Hrsg.), Die Kunst des Modellierens. Mathematisch-Ökonomische Modelle, Vieweg & Teubner 2008


h - dein Beitrag hier

 


 

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