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Krise: Währungsreform unvermeidlich? | Drucken |
13.02.2012

„Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern der Bürger". - Carl Fürstenberg, dt. Bankier (1850 – 1933). - Keine der bisherigen großen Industrienation, vor allem nicht die USA, wird in der Lage sein, künftig seine Schulden je wieder zurückzubezahlen, zumindest nicht ohne eine Abwertung der eigenen Währung oder der Einführung einer neuen Währung.

 

Wenn Griechenland Pleite geht, wird der Bürger arm und der Papandreou-Clan reich.  
Artur P. Schmidt, dt. Bankenkritiker

 

von Artur P. Schmidt

Ist das Finanzsystem noch zu retten?

Nimmt man historische Vergleiche wie die Rettung des schwedischen Bankensystems Anfang der 1990er Jahre, als die Rettungsaktion sechs Prozent des Bruttosozialprodukts kostete, oder den Fall Japan, wo man von einem Wert von 20 Prozent des BSP ausgeht, so dürfte die amerikanische Variante ebenfalls 20 Prozent des Bruttosozialproduktes und mehr kosten, was einer Rettungssumme von 2.800 Milliarden US-Dollar plus x entspricht.


Rechnet man das Ganze auf die Weltwirtschaft hoch, wobei des Weltbruttosozialprodukt im Jahr 2007 in etwa 50 Billionen US-Dollar umfasste, so könnte die Weltwirtschaftskrise die weltweiten Staaten etwa zehn Billionen US-Dollar plus x kosten - eine Summe, die nur noch einen Schluss zulässt: das Weltfinanzsystem ist nach allen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung bankrott.


Kein Wunder, dass Amerika auf die Regierungen in Japan, Deutschland und Großbritannien Druck ausübte, Bailout-Programme und Quantiative Easing durchzuführen. Mit diesem blinden Aktionismus wurde jedoch nur erreicht, dass die globale Verschuldung noch weiter anstieg und die Volatilität künstlich niedrig gehalten wurde.


Aus den Systemwissenschaften weiß man jedoch, dass Systeme deren Volatilität künstlich nach unten manipuliert wird, mit der Zeit immer instabiler werden. Hinzu kommt, dass durch derartige Programme eine Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten vorangetrieben wurde, so dass die Banker aus dem Schneider waren und die Steuerzahler die Hauptlasten des Missmanagements zu tragen hatten, was nichts anderes als eine Volksenteignung in Reinkultur darstellt.


Kein Wunder, dass es weltweit durch steigende Rohstoffpreise und zunehmende Arbeitslosigkeit zu immer größeren Unruhen kommt, die auch vor dem chinesischen Reich der Mitte keinen Halt machen.


Achtung vor Anleihen

Keine der bisherigen großen Industrienation, vor allem nicht die USA, wird in der Lage sein, künftig seine Schulden je wieder zurückzubezahlen, zumindest nicht ohne eine Abwertung der eigenen Währung oder der Einführung einer neuen Währung. Entscheidend für den Anleger ist, dass bei Crash-Szenarien von Währungen, sei es der US-Dollar oder der Euro, das persönliche Vermögen der Anleger auf dem Spiel steht.


Es ist schon bemerkenswert, dass Bankmanager noch nie vor Volatilitätskrisen gewarnt haben, bevor sie ausbrachen. Finanzkrisen bekommen sehr schnell eine derartige Eigendynamik, dass vielen Anlegern keine Zeit bleiben wird, ihr Vermögen zu retten.

Staatsanleihen und Lebensversicherungen sind im Falle einer Schuldenkrise eine katastrophale Anlage für viele Kunden. Bei einem Konkurs dieser Anlageklassen ist das langfristige Anlagekapital der Anleger bedroht. Der entscheidende Schritt zu exzellenten Anlagen besteht deshalb darin, selbst die Verantwortung für sein Eigentum zu übernehmen, da auf die meisten Experten ebenso wenig Verlass ist wie auf die Aussagen von Zentralbankern und Politikern.

 

Gold

Immer mehr bisher als sicher geltende Anlagen werden im Schwarzen Loch der globalen Verschuldung untergehen. Gold und Edelmetalle könnten in der Krise eine interessante Alternative sein. Die Entscheidung darüber muss jeder selbst treffen. Der Anstieg des Goldpreises im Verlauf der Krise seit 2007 spricht eine eigene Sprache. Seitdem hat sich der Goldpreis mehr als verdoppelt, sprich das Geld - egal ob Euro oder Dollar - entsprechend abgewertet.

www.tradercockpit.ch


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