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Griechenland: Die wahren Ursachen des Bankrotts
11.03.2012

Sicher haben die Griechen geschludert - doch sie sind gleichzeitig auch erstes Opfer des Geldsystems. An dessen Ende steht immer Währungsreform und Bankrott. Ob Euro oder Dollar - seit Anbeginn der Menschheit ist bis jetzt ist noch jede Währung kaputt gegangen. - Griechenland war nur der Anfang. Andere Staaten werden folgen und zum Schluss die ganze Welt.

 


von Norbert Knobloch

Monopol der privaten Geldschöpfung aus dem Nichts

Die Ausgabe eines gesetzlichen Zahlungsmittels, fälschlich „Geld“ genannt, an die nationale Bevölkerung des Währungsraumes eines Staates, z. B. als Gehalt, Sold, Rente etc., wird Geldschöpfung genannt. Es können zwei Arten von „Geld“ unterschieden werden: Zum einen das Zentralbankgeld, das von der Notenbank geschaffen oder vernichtet wird; dazu zählen physisches Bargeld (korrekt: Geld-Zeichen) – Münzen und Scheine – sowie (virtuelles) Buch- oder Giralgeld. Zum anderen Bankengeld, das durch die Kreditinstitute, das sind die Geschäftsbanken, geschaffen oder vernichtet wird; das ist nur (virtuelles) Buch- oder Giralgeld. Genau genommen handelt es sich dabei nur um Geldforderungen, die auf Bargeld lauten, aber ihrerseits ebenso wie dieses als Zahlungsmittel benutzt werden können. Das von den Kunden der Kreditinstitute benötigte physische Bargeld muß von den Geschäftsbanken bei der Zentralbank zu Lasten ihrer Guthaben an Zentralbankgeld besorgt werden.

Die Funktion der Bargeldschöpfung ist in allen modernen Staaten den privaten Zentralbanken als Monopol übertragen worden; die Staaten bzw. die Regierungen selber verzichten also auf dieses wichtige konstitutionelle Recht und damit auf wirtschaftliche und politische Macht. Sie müssen sich deshalb bei den Banken verschulden und Zinsen zahlen, d. h. in Abhängigkeit begeben. Die Zentralbank leiht das von ihr selber ohne Leistung aus dem Nichts geschöpfte „Geld“ gegen eine Gebühr, die sogenannten „Leitzinsen“, den Geschäftsbanken als Kreditnehmer, die es dann als Kreditgeber wiederum an Unternehmen und Privatleute als Kreditnehmer verleihen – wieder ohne Eigenleistung und wieder gegen Zins und Zinseszins. Die Regierungen leihen sich auf diese Weise sämtliches für den Staatshaushalt benötigtes „Geld“ von den Zentralbanken, und es obliegt dann den arbeitenden, steuerzahlenden Bürgern, den Banken das gar nicht existente, ohne Leistung aus dem Nichts geschaffene „Geld“ plus Zinsen über Steuern und Inflation zurückzuzahlen, das die Regierungen, die von denselben Personen gelenkt werden, die auch die Banken besitzen, von diesen geliehen haben.

Der (zunächst nur virtuelle) Betrag wird dem Kreditnehmer – und der größte Kreditnehmer ist aus eigener Schuld der Staat! – auf seinem Girokonto gutgeschrieben; gleichzeitig erscheint er plus Zinsen als Forderung der Bank (als Kreditgeber) gegen den Kreditnehmer auf deren Kreditkonto. Das so künstlich und willkürlich entstandene „Geld“ wird auch als Buchgeld oder Giralgeld bezeichnet und in Form von physischen Geldzeichen (Banknoten) als Bargeld ausgezahlt. Geld entsteht heutzutage also ohne Leistung aus dem Nichts und ist deswegen Falschgeld. Es wird erst in dem Moment von den privaten Banken „geschaffen“, in dem es als Kredit, also als Schuldversprechen, gegen Zins und Zinseszins verliehen wird. (Gedruckte Banknoten einer Zentralbank sind solange kein „Geld“, bis sie in Umlauf gebracht werden für Buchgeld, das durch ein Bankdarlehen erzeugt wurde. Solange die Scheine im Banktresor liegen, sind sie technisch gesehen kein „Geld“ sondern nur Papier. Und genau genommen handelt es sich nicht um »Kredit«, sondern um »Darlehen«, denn es werden Sicherheiten verlangt.) Und ebenso verschwindet das „Geld“ theoretisch wieder, wird es wieder zu Nichts in dem Augenblick, da die (vermeintlichen) „Schulden“ zurückgezahlt werden.

Gäbe es keinen Zins, wäre das auch problemlos möglich. Doch leider – und das ist das simple, aber perfide Prinzip – verhindern Zins und Zinseszins, daß geliehenes Geld wieder vollständig zurückgezahlt werden kann. Da logischerweise nur so viel Geld vorhanden ist, wie vorher in Umlauf gebracht worden ist, kann das Geld für die Zinszahlungen nur durch die Aufnahme neuer Kredite oder Darlehen, also durch weitere Schuld-Versprechungen, entstehen – wieder aus dem Nichts, wieder gegen Zins und Zinseszins! Es handelt sich hier also um eine Schuldenspirale, die, von den Banken einmal in Gang gesetzt, sich selber immer höher schraubt und nicht mehr zu stoppen ist – und auch gar nicht gestoppt werden soll!

Moderne Banken sind nichts anderes als Schulden-Vermehrer, die kein anderes Ziel haben, als das weltweite Zins- und Schulden-Karussell aus Motiven der Habgier und zum Zwecke des Profits immer schneller zu drehen – bis die unfreiwilligen Mitfahrer, die Schuldner, heruntergeschleudert werden, um im Bild zu bleiben. Das ist dann der Bankrott kleiner und mittlerer Unternehmen und, vor allem, ganzer Staaten sowie deren „feindliche Übernahme“ durch die privaten Banken-Kartelle. An diesen Punkt werden, früher oder später, alle Staaten gelangen; Griechenland ist bereits vor zwei Jahren an diesen Punkt gelangt.

Einzig und allein aus diesem Grund stehen alle Nationen unter wirtschaftlichem Wachstums-Zwang: Ohne die künstliche Steigerung der Geldmenge ließe sich der nur für die privaten Banken und die Hochfinanz profitable Schuldendienst nicht aufrechterhalten, und ohne die dadurch erforderliche und erzwungene ebenso künstliche Steigerung der Güterproduktion und der Dienstleistungen hätte die künstliche Aufblähung des Geldvolumens schon jetzt zum totalen Wirtschafts-Zusammenbruch geführt. Aber der ist natürlich nur eine Frage der Zeit.


Staatsanleihen, Schatzanweisungen, Schuldverschreibungen und Inflation


„Anleihen sind Zertifikate für garantierte Plünderung von Ersparnissen ahnungsloser, unschuldiger Bürger, die von einem festen Einkommen leben [müssen].“ (JOHN EXTER, ehemaliger Zentralbankier bei der Federal Reserve Bank of New York und ehemaliger Bankier bei der First National City Bank, Ex-Gouverneur der Zentralbank von Ceylon [heute Sri Lanka], ehemaliger Berater der Finanzminister Ceylons und der Philippinen; zit. n. FERDINAND LIPS, Die Gold-Verschwörung, Kopp Verlag, Rottenburg 2003, S. 348)

Die wirkliche Aufgabe der Zentralbanken besteht darin, unter dem Vorwand, „Hüter der nationalen Währungen“ zu sein, als verdeckte Geld(druck)maschinen zu dienen, die auf Wunsch der Politiker jederzeit angeworfen werden können (die Folgen zahlt ja der arbeitende, steuerzahlende Bürger!), und Schulden in „Geld“ umzuwandeln. Dafür verteilt die Regierung Tinte und Farbe auf einem Stück Papier, schmückt es mit Ornamenten und versieht es mit Siegeln und Faksimiles (gedruckte „Unterschriften“) und nennt es dann „Staatsanleihe“,  „Schatzanweisung“ oder „Schuldverschreibung“. Dabei handelt es sich lediglich um das Versprechen des Staates, eine bestimmte Summe Geldes plus einen festgesetzten Zinssatz zu einem festgelegten Datum auszuzahlen (dafür bürgt der arbeitende, steuerzahlende Bürger!). Diese Schuld bildet, zusammen mit den Schuldverschreibungen der nationalen Privat-Wirtschaft und der ausländischer Regierungen, letztlich die Grundlage für praktisch den gesamten (erst noch zu schaffenden) Geldvorrat einer Nation. So verschaffen sich die Staaten das notwendige Geld für Kindergärten, Schulen, Universitäten, Kliniken, Schwimmbäder und Straßen, für Waffen und Sozialleistungen, für Gehälter, Sold und Renten. De facto hat die Regierung auf diese Art und Weise Bargeld aus den Nichts geschaffen oder, um genau zu sein, schaffen lassen, denn dafür bedarf es der Mitwirkung des privaten Zentralbank-Systems.

Die Zentralbank „erwirbt“ diese öffentlichen Staatsanleihen, indem sie der Regierung einen Scheck ausstellt. Doch es gibt kein Geld zur Deckung dieses Schecks; es handelt sich also um einen ungedeckten Scheck und somit um Scheckbetrug! Denn das „Geld“ für diesen Scheck wird erst in demselben Moment für genau diesen Zweck durch einen Federstrich oder einen Mausklick aus dem Nichts „geschaffen“. Nachdem sie diese (nicht gedeckten) Anleihen einfach zu „Reserven“ (!) erklärt hat, benutzt die Zentralbank jeden einzelnen Euro oder Dollar dieser (nicht vorhandenen) „Reserve“ zur Schaffung weiterer Euros oder Dollars für weitere, neue „Kredite“ (Darlehen), und zwar legal und offiziell bis zu zwanzig Euros oder Dollars pro einzelnen Euro oder Dollar der (nicht vorhandenen) „Reserve“, illegal und „offiziös“ aber unbeschränkt! Das (neugeschaffene) „Geld“ für ihre Anleihen wird von der Regierung über die „öffentliche Hand“ zur Bestreitung ihrer Ausgaben und zur Bezahlung ihrer Verpflichtungen ausgegeben, also in Umlauf gebracht; das andere, auf der Grundlage dieser zu „Reserven“ erklärten Anleihen zusätzlich geschaffene „Geld“ wird über die Geschäftsbanken in Form von „Krediten“ (Darlehen) – wieder gegen Zins und Zinseszins! – an Unternehmen und Privatpersonen ebenfalls in den Wirtschafts-Kreislauf gebracht. Beides heizt in der betreffenden oder, besser gesagt, betroffenen Nation die Inflation an.

(In den Fällen der Schuldverschreibungen ausländischer Regierungen sind Prinzip und Konsequenz die gleichen, nur ist der Weg des Geldes etwas länger und verschlungener: das Fiat-„Geld“ geht zuerst an die ausländische Regierung, von dort dann zu den einheimischen Banken, wo es zu Bargeld-„Reserven“ wird. Schließlich fließt es, mit zwanzig [oder noch mehr] multipliziert, in Form weiterer „Kredite“ [Darlehen] in den in der jeweils einheimischen Wirtschaft zirkulierenden Geldvorrat und heizt dort die Inflation an.)

Die gesamte Menge des von der Zentralbank (neu) geschaffenen Papier-„Geldes“ beträgt also mindestens das Zwanzigfache der ursprünglichen Schulden der Regierung. In demselben Maße, wie das neugeschaffene „Geld“ die Gesamtsumme aller Waren – das sind Güter und Dienstleistungen – einer Volkswirtschaft übersteigt, verringert es die Kaufkraft sowohl des alten wie auch des neuen „Geldes“. Das ist der Mechanismus der Inflation: die Preise steigen, weil der relative Wert des „Geldes“ infolge seiner Vermehrung gesunken ist. Die willkürliche Schaffung von Falsch-„Geld“ ohne Leistung aus dem Nichts, also die künstliche Ausweitung des Geldvorrates, ist die alleinige, einzige Ursache der versteckten Steuer namens Inflation.

Die Inflation ist in der Tat eine Steuer, und sie ist die unverschämteste, ungerechteste, perfideste Steuer, denn sie betrifft vor allem die Angehörigen der unteren und mittleren Einkommensschichten, die Bezieher kleiner und festgelegter Einkommen, und bestraft die Sparsamen mit der Entwertung und damit mit dem Verlust ihres erarbeiteten Ersparten. Das eigentliche Ziel, der einzige Zweck dieses ganzen Mechanismus´ ist das parasitäre Melken des Mittelstandes, die hinterhältige Enteignung der arbeitenden und steuerzahlenden Massen, die heimliche Aneignung ihres Vermögens durch eine nicht arbeitende, keine Steuern zahlende, schmarotzende Minderheit des Geldadels, die kriminelle Umverteilung des Geldes von der Arbeit zum Besitz, von den Schaffenden zu den ohne Leistung Raffenden, von Arm zu Reich unter dem Schutz, mit der Hilfe und der Mitwirkung skrupelloser Regierungen.

„So wie der Krieg das denkbar größte Gewaltverbrechen ist und der Zins die größte vorstellbare Ausbeutung, so kann man die Inflation ohne Übertreibung als den größten denkbaren Betrug bezeichnen. Und im Gegensatz zu vielen kleinen Gaunereien werden diese drei Kapital-Verbrechen von allen Staaten immer noch legitimiert.“ (HELMUT CREUTZ, Ökonom)

Der Autor G. EDWARD GRIFFIN vergleicht Inflation anschaulich mit einem (unfairen, unlauteren) Monopoly-Spiel, bei dem derjenige, der die Bank übernimmt, die Menge des Geldes willkürlich nach seinen Zielen und zu seinem Vorteil bestimmen kann. Ist der Banker zugleich auch einer der Spieler – wie dies in der realen Welt der Fall ist –, wird er am Ende alles besitzen. Während die Menge des Spielgeldes (etwas anderes ist auch unser heutiges „Geld“ nicht mehr: nur noch 0,5 % aller Geldbewegungen beziehen sich auf reale Waren, 99,5 % sind digitales, virtuelles Buchgeld auf der Jagd nach Rendite / Profit!) wächst und wächst, sinkt sein Wert exakt reziprok (umgekehrt proportional), und die Preise für die „Straßen“ und „Bahnhöfe“, „Elektrizitäts“- und „Wasserwerke“ des Spieles steigen analog. Am Ende besitzt die Bank alles, denn „die Bank gewinnt immer“, und alle anderen Spieler sind pleite und bankrott. Egal – es ist ja nur ein (böses) Spiel, sagt GRIFFIN sarkastisch… (vgl. G. EDWARD GRIFFIN, Die Kreatur von Jekyll Island, Kopp Verlag, Rottenburg 2006, S. 234)

Leider ist die Wirklichkeit kein Spiel. Dort geht es um Leben und Tod: Etwa zwei bis drei Milliarden Menschen sind chronisch unterernährt, und täglich verhungern mittlerweile mindestens 80.000 Kinder, weil diese Menschen nicht genug Papierzettel („Geld“) zur Verfügung haben, die man heutzutage absurder- und perverserweise braucht, um sich etwas zu essen (wie auch Kleidung, Obdach, Heizung und Medizin) kaufen zu können (zu dürfen?!).


Die Manipulationen der Banken

„Überall auf der Welt sind die Zentralanken in Wirklichkeit Inflationsmaschinen, und sie haben sehr wenig Interesse an stabilem Geld. Tatsächlich (…) ist die Zentralbank eine Erfindung der Banken. Sie hoben sie aus der Taufe, gaben ihr eine Lobby und, de facto, kontrollieren sie. Der Zweck einer Zentralbank ist nicht der Schutz der Währung, sondern der Schutz des Bankensystems und seiner Gewinne.“ (F. LIPS, a. a. O., S. 251, Fußnote 216)

Die Möglichkeiten der Zentralbank zur Steuerung der bereits zirkulierenden Geldmenge bestehen in sogenannten Offenmarkts-Operationen, das ist der An- und Verkauf von Wertpapieren der Geschäfts-Banken, in der Beeinflussung der Diskontsätze der Geschäfts- und Deposit-Banken sowie in der jeweils gerade gewünschten Änderung der Mindestreservesätze durch Anheben (=> Deflation) oder Absenken (=> Inflation).

Im ersten Fall kauft oder verkauft die Zentralbank Regierungs-Anleihen am Markt. Wenn sie kauft, injiziert sie der Wirtschaft Geld, wenn sie verkauft, entzieht sie es ihr. Die geschöpfte Geldmenge ist dabei höher als der Kaufpreis der Wertpapiere. Die Zentralbank zahlt mit einem (ungedeckten; s. o.) Scheck, der irgendwann bei einer Geschäfts-Bank landet. Die erklärt das (virtuelle) Buchgeld kurzerhand zu (fiktiven) „Reserven“ (s. o.), welche ihr ermöglichen, neue „Kredite“ (Darlehen) zu einem Vielfachen des Betrages der (nicht vorhandenen) „Reserven“ auszugeben – gegen Zins und Zinseszins „natürlich“. Das ist der eben schon beschriebene, übliche kriminelle Buchhaltungstrick, „Geld“ ohne Eigenleistung aus dem Nichts zu schaffen und gegen Zinsen gewinnbringend zu verleihen.

Im zweiten Fall gibt es mehrere Möglichkeiten. Die gebräuchlichste ist die Änderung der Leitzinsen oder des Rediskontierungssatzes. Das ist der Zinssatz, zu dem die Zentralbank den Geschäfts-Banken, die sich bei ihr refinanzieren, „Geld“ leiht. Diese „Kredite“ (Darlehen) werden von Schuldverschreibungen oder anderen Wertpapieren „abgesichert“, welche die Geschäfts-Banken wiederum als „Sicherheit“ für ihrerseits erteilte „Kredite“ (Darlehen) an ihre Klientel entgegengenommen haben. Über diesen Mechanismus kann die Zentralbank das Angebot an und die Nachfrage nach „Krediten“ (Darlehen) und damit die zirkulierende Geldmenge zu ihrem Vorteil steuern. Das ist die Ursache der Konjunktur-Zyklen.

Die dritte Option der Zentralbank zur Beeinflussung der zirkulierenden Geldmenge besteht in dem Senken oder Anheben des Mindestreservesatzes, also im gezielten, direkten Auslösen eine Inflation (im Falle des Senkens) oder Deflation (in Falle des Anhebens) zu Lasten der Volkswirtschaft und auf Kosten der arbeitenden, steuerzahlenden Bürger einer Nation.

Eine weitere Form des volksschädlichen Betruges und Ausdruck krimineller Energie der Bank(st)er sind die sogenannten „Interbank-Kredite“: Bank A gibt der Bank B einen „Kredit“ (in Millionenhöhe!) und überweist an Bank B den betreffenden Betrag Geldes, das bis zu diesem Moment noch nicht existierte, sondern erst bei der Kreditgewährung aus dem Nichts entsteht (s. o.). Bei sich selber bucht die kreditgebende Bank A buchhalterisch „korrekt“ den Anspruch auf Tilgung plus Zinsen (!) gegenüber Bank B auf der Habenseite (!). Im Gegenzug gewährt Bank B nun der Bank A auch einen „Kredit“ in gleicher Höhe zu denselben Konditionen. Damit haben beide Banken wieder eine „weiße Weste“ ohne Schulden und, vor allem, ohne jegliche Investition oder Leistung Gewinne in Multi-Millionenhöhe – auf Kosten und zu Lasten des arbeitenden, steuerzahlenden Bürgers, der mit dem Verlust der Kaufkraft seines Geldes und des Wertes seiner Ersparnisse (wegen der Inflation) dafür bezahlen muß!

Durch diese betrügerische gegenseitige Kreditvergabe der Geschäfts-Banken entstehen Schuldtitel und „Wertpapiere“, die von der Zentralbank beliehen oder angekauft werden, wenn sie die Anforderungen an „notenbankfähige Sicherheiten“ (?!) erfüllen. So entsteht Zentralbankgeld! Die auch hinter dem Zentralbankgeld stehenden Schulden können also ebenso von den Geschäfts-Banken erzeugt werden – „notfalls“ eben durch gegenseitige Kreditvergabe! Somit können also die Geschäfts-Banken im Verein mit der Zentralbank nicht nur Giralgeld (s. o.), sondern „bei Bedarf“ (und der besteht immer, denn die Habgier der Bank[st]er ist unersättlich!) auch Notenbankgeld (Banknoten / Geldscheine / Papiergeld), das gesetzlich vorgeschriebene und einzige, den arbeitenden, steuerzahlenden Bürgern aufgezwungene, aber für diese völlig wertlose Zahlungsmittel, erzeugen.

„Im Kern entspricht die gegenwärtige Geldschöpfung aus dem Nichts durch das Bankensystem der Gelderzeugung durch Geldfälscher.“ (MAURICE ALLAIS, Nobelpreis-Träger der Wirtschafts-Wissenschaften, 1988)


Zusammenfassung und Fazit

Die modernen National-Staaten schöpfen ihr Geld nicht selber, sondern haben dieses Monopol an eine elitäre Gruppe privater Geschäftsleute übertragen, die sich zur heutigen kriminellen Vereinigung des Zentralbank-Systems organisiert hat. Die Staaten müssen sich also Geld von diesem Syndikat leihen, d. h. verschulden, und zuzüglich Zins und Zinseszins zurückzahlen. Da es sich bei Zinseszins um eine Exponential-Funktion handelt, explodieren die Schulden und können nie abgelöst werden, sondern wachsen gegen unendlich. Die Konsequenzen sind zunächst ein Zwang zu Wirtschafts-Wachstum, gefolgt von einer Rezession, im vorletzten Stadium der Ausverkauf des Volkseigentums und Staatsbesitzes („Privatisierung“) und schließlich der Bankrott des Staates und dessen „feindliche Übernahme“ durch die privaten Banken. Griechenland steht kurz vor diesem letzten Schritt. Alle anderen National-Staaten werden früher oder später das gleiche Schicksal erleiden.


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