Das Ende der freien Märkte

    "Es gibt keine freien Märkte mehr"; "Der Euro ist eine Geschichte gebrochener Versprechen": Endlich Wahrheiten in FAZ und WiWo zu Geldsystem, Euro, Markt- und Goldpreismanipulation.

     

    von Peter Boehringer

    Erstaunlich klar formulierte Wahrheiten in FAZ und WiWo zum Geldsystem, Marktmanipulation, Goldpreismanipulation, zum Euro – und sogar zu den keineswegs nur rein „systemischen“ (und damit unkontrollierbaren) Ursachen, sondern zu den sehr menschlich-konkret Handelnden hinter all den Marktverwerfungen.

    Geschrieben sind diese Wahrheiten zwar von den üblichen, der ökonomischen, österreichischen Wahrheit schon immer „verdächtigen“ Redakteuren Philip-libertär-Plickert und Frank-marktwirtschaftlich-Doll, die beide auch einschlägig in geistig unabhängigen, frei denkenden Kreisen vernetzt sind. Doch besteht vielleicht Hoffnung, dass endlich auch die anderen Redakteure in WiWo, FAZ usw. ENDLICH (!) von der Wahrheit angesteckt werden.

    Dolls Einleitungssatz „Es gibt keine freien Märkte mehr“ hätte auch von den Verschwörungstheoretikern und ach-so-pöhsen „Marktradikalen“ PB [„Die Vollpolitisierte Ökonomie“] oder Chris Powell [„There are no markets anymore, only interventions“; CP anno 2008] kommen können.


     

     

     

    WiWo:
    Permanente Crash-Gefahr:  Das Ende der freien Märkte von Frank Doll, 24.4.2013

    „Nullzins-Politik, Marktmanipulationen, Insidergeschäfte – die Finanzmärkte werden dominiert von Notenbanken und ihren Günstlingen. Der Rest der Gesellschaft schaut in die Röhre - die Gefahr für Anleger wächst.

    Es gibt keine freien Märkte mehr. Dafür gesorgt hat die Finanzkrise und die Maßnahmen, mit denen Regierungen und Notenbanken auf diese reagiert haben. Nur Naive glauben noch an die freie Marktwirtschaft und Chancengleichheit an den Finanzmärkten. Tatsächlich hat eine eng mit der Politik vernetzte Finanzelite, die ungeheure Profite in der Finanzkrise erzielt, das Regiment übernommen. Möglich macht das der Cantillon-Effekt: Von Notenbanken auf Knopfdruck geschaffenes Geld verteilt den Wohlstand um, weil das frische Geld zuerst bei denen ankommt, die den Notenbanken nahe stehen, während der Rest der Gesellschaft verliert. “

    [Exkurs dazu: vgl. PB,  18. Jan 2005: „Wäre heute eine Rettung des Weltfinanzsystems wie 1980 noch möglich?“ http://www.goldseiten.de/bilder/upload/gs512fa96ce70a6.pdf ,S.8]

    „Ein Geldmengenzufluss kommt nicht allen Menschen gleichermaßen zugute! Neben den Staaten selbst profitieren vor allem die Großbanken vom System, da sie ebenfalls „Erstempfänger“ des durch Verschuldung neu aus dem Nichts geschaffenen Fiat Money sind! Die Erst- und Frühempfänger des neuen Geldes finden noch nicht-inflationierte Preise vor und können sich mit realen Gütern eindecken. Genau diese zusätzliche Nachfrage mit dem neuen Geld aber treibt die Preise allmählich nach oben und alle Spätempfänger (also v.a. Rentner, Lohnempfänger, Verbraucher) leiden nur noch unter höherer Inflation. In den USA werden die institutionellen Erstempfänger daher sehr treffend als „primary dealers“ (= direkte Geschäftspartner der Fed) bezeichnet. Die Banken mit primary dealer-Status sind diejenigen, die sich bei der Fed mit frischem Geld günstigst refinanzieren und so praktisch risikolos in diesem Spiel mit gigantischen Summen Profite generieren können.“  

    ...

    "Ein schockartiger Goldpreiseinbruch dagegen verbreitet Verunsicherung und hält potenzielle Investoren auf Distanz zum sicheren Hafen.

    An jedem anderen Markt wären die Aufsichtsbehörden eingeschritten und hätten den Handel unterbrochen wegen Verdachts auf Markmanipulation. So aber konnten die Banken mit ihren Short-Positionen riesige Gewinne erzielen, während diejenigen, die ihr Vermögen vor den Notenbanken und ihrer Politik schützen wollten, dafür bezahlen mussten.

    Front-Running im Hochfrequenz-Handel, Libor-Skandal, Preiseingriffe bei Edelmetallen - an den Finanz- und Rohstoffmärkten ist heute offenbar nichts mehr unmöglich. “


    FAZ
    Über die Währungsunion: Euro ohne Illusionen 24.04.2013 Von Philip Plickert

    „Die Geschichte des Euro ist eine Geschichte verlorener Illusionen. Vor fünfzehn Jahren, im April 1998, stimmte der Bundestag der Einführung des Euro zu. Nur 35 Abgeordnete votierten mit Nein. Bundeskanzler Kohl und Finanzminister Waigel versicherten, Konvergenz- und Stabilitätskriterien würden strikt eingehalten. „Jedes Land haftet allein für seine Schulden“, betonte Waigel. In einer Broschüre zur Europawahl 1999, die noch heute im Internet kursiert, erklärte die CDU unter der Überschrift „Was kostet uns der Euro?“: „Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!“

    Der Maastricht-Vertrag verbiete dies ausdrücklich. All diese Versprechen sind gebrochen worden. In der Euro-Krise wurde der Haftungsausschluss (No Bailout) seit Mai 2010 ausgehebelt. Die europäischen Steuerzahler haften nun mit mehreren hundert Milliarden Euro [in Wirklichkeit bereits mit 1-2 Billionen, stetig wachsend, PB] für Hilfskredite an Krisenländer. Gleichzeitig quälen sich diese mit Sparprogrammen, sie sind in einer Abwärtsspirale aus Kürzungen und Rezession gefangen. Im Süden wie im Norden wachsen Ressentiments wegen der fatalen Entwicklung.

    Selbst im Fall Zyperns wurde eine „Systemrelevanz“ für das Finanzsystem behauptet. „Alternativlos“ hat die Kanzlerin diese Art der „Eurorettung“ genannt. … Für die offenen Rechnungen der Südeuropäer haftet somit indirekt auch der deutsche Steuerzahler. … Der Versuchung, sich der Euro-Kritiker mit dem Etikett „Europa-Feinde“ zu erwehren, sollten die etablierten Parteien widerstehen. Verunglimpfung ersetzt keine Argumente und beeindruckt viele Wähler nicht mehr. „Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet“, sagte der große Liberale Ralf Dahrendorf 1995. Heute sind die Bruchlinien überdeutlich.“

    www.goldseitenblog.com/peter_boehringer

     

     

     

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