K+S: Kursziel 7

    So richtig überzeugend waren die Zahlen nicht, die K+S heute veröffentlichte. Analysten sind sich uneinig. Berstein Research sagt: Im schlimmsten Fall sei ein Kurssturz bis  7 Euro denkbar.

     

    Bernstein-Research-Analyst Jeremy Redenius sieht K+S bei "Underperform" und einem Kursziel von zunächst 15 Euro. Zwar habe K+S die Erwartungen in etwa erfüllt, allerdings existierten große Gewinnrisiken durch die möglichen Verwerfungen auf dem Kalimarkt. K+S produzierte zu hohen Kosten und wäre von Preisrückgängen am stärksten betroffen. Zudem sei das das Projekt in Kanada gefährdet, was sogar zu einer Kapitalerhöhung führen könnte. Vor diesem Hintergrund beließ Redenius es zwar beim Kursziel von 15 Euro. Im schlimmsten Fall seien aber 7 Euro denkbar. Die Wahrscheinlichkeit hierfür sei gestiegen


    Die offiziellen Zahlen von K+S:

    Die K+S Gruppe hat ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 um 4% auf rund 2,15 Mrd. € gesteigert. „Das erste Halbjahr war für uns insgesamt erfolgreich“, sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft. „Dies gilt für beide Säulen unseres Geschäfts – sowohl für unsere Düngemittel als auch für unser Salzgeschäft.“

    Basis für das Umsatzwachstum der K+S Gruppe im ersten Halbjahr waren hohe Absatzmengen in den beiden Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im ersten Quartal des Jahres 2013. Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit 874,5 Mio. € um 12% unter dem starken Vorjahreswert.

    Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erreichte der Umsatz in den ersten sechs Monaten 1,17 Mrd. € (- 6%). Verglichen mit dem außergewöhnlich hohen Absatz des Vorjahresquartals kam es im zweiten Quartal 2013 zu einer Normalisierung der Absatzmengen  bei deutlich unter dem Vorjahr liegenden Preisen. Dabei konnte der Umsatz mit Düngemittelspezialitäten von April bis Juni 2013 mengenbedingt zulegen.

    Im Geschäftsbereich Salz stieg  der Umsatz im ersten Halbjahr deutlich um 21% auf 899,7 Mio. €. Im zweiten Quartal erzielte der Geschäftsbereich einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, da ein zum Teil höheres Preisniveau negative Währungseffekte nahezu ausgleichen konnte.

    Operatives Ergebnis EBIT I im ersten Halbjahr bei 440,5 Mio. €

    In den ersten sechs Monaten 2013 erzielte die K+S Gruppe ein operatives Ergebnis von 440,5 Mio. €. Dies lag rund 6% unter dem Wert des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2013 blieb das operative Ergebnis EBIT I mit 162,6 Mio. € um 56,1 Mio. € bzw. 26% hinter dem hohen Wert des Vorjahresquartals zurück. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte führten niedrigere Preise sowie geringere Absatzmengen gegenüber einem starken Vorjahresquartal zu einem rückläufigen Ergebnis. Der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Salz resultierte insbesondere aus einem Aufwand aufgrund des geplanten Verkaufs eines Transport- und Versorgungsschiffes in Höhe von 3,2 Mio. € sowie auf Nachholeffekten für Instandhaltungsmaßnahmen. Die im EBIT I berücksichtigten Abschreibungen der K+S Gruppe lagen im zweiten Quartal infolge gestiegener Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz mit 64,4 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraums (Q2/12: 56,0 Mio. €).

    Bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit leicht unter Vorjahr

    Im ersten Halbjahr 2013 ging das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4% bzw. 12,7 Mio. € auf 296,1 Mio. € zurück. Im zweiten Quartal sank diese Kennzahl um 25% bzw. 34,6 Mio. € auf 105,9 Mio. € (Q2/12: 140,5 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im ersten Halbjahr 1,55 € (H1/12: 1,61 €), davon im zweiten Quartal 0,56 € nach 0,73 € im Vorjahrszeitraum.

    Investitionen

    In den ersten sechs Monaten investierte die K+S Gruppe insgesamt 302,1 Mio. €. Im zweiten Quartal lagen die Investitionen bei 191,3 Mio. € und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal (Q2/12: 77,7 Mio. €). Der Großteil der Investitionen erfolgte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Hier ist der Anstieg im Wesentlichen auf die Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier und für den Bau des Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) – dort vor allem für Infrastruktur, Wasserversorgung, Bohrungen und Ingenieurarbeiten – zurückzuführen. Das Legacy Projekt ist planmäßig vorangeschritten. 

    Ausblick 2013

    Aufgrund der Bekanntgabe des Austritts der russischen Uralkali aus der mit der weißrussischen Belaruskali gemeinsam betriebenen Vertriebsorganisation BPC und der damit verbundenen Aussage seitens Uralkali, die Produktion auszuweiten, ist eine erhebliche Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel entstanden. Vor diesem Hintergrund hat K+S am 6. August 2013 bekannt gegeben, dem Gebot der Vorsicht zu folgen und nicht länger an der Prognose für das Jahr 2013 festzuhalten, das operative Ergebnis EBIT I im Vergleich zum Jahr 2012 (804,1 Mio. €) leicht steigern zu können. Es ist wahrscheinlich, dass die erwartete Ergebnisverbesserung im Geschäftsbereich Salz nicht ausreicht, den Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auszugleichen.

    K+S wird die Wettbewerbsentwicklung fortlaufend beobachten, die Erkenntnisse in die Planungen einbeziehen und sich auf mögliche Veränderungen vorbereiten.

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