Gesundes Rapsöl – alles Schwindel oder was?

    Wer Ihnen Rapsöl als Gesundheitselixier empfiehlt, der müsste mit einer langen Nase herumlaufen. Mainstream-Medien, inspiriert von Lebensmittelherstellern, lügen wie gedruckt, wenn sie uns weismachen, dass billiges Rapsöl eine herzgesunde Quelle sei für einfach ungesättigte Fettsäuren, ähnlich wie Olivenöl.

     

    Von Hans-Jörg Müllenmeister

    Betrachen wir einmal die Raps-Historie, also jene Zeit wo Rapsöl ein gerüttelt Maß an Bitterstoffen und ernährungsphysiologisch bedenkliche Erukasäure enthielt. Da kam Rapsöl nicht als Speiseöl infrage, es diente als Lampenöl, Schmiermittel und als Grundstoff für die Seifenherstellung. Erst die Züchtung Erucasäure-armer (0,1 bis 1,5%) Rapssorten, dem so genannten 0-Raps oder gar 00-Raps, macht das möglich. Seitdem entwickelte sich Raps zur dominierenden Ölpflanze auf deutschen Äckern. Betrachten Sie nur im Sommer die riesigen leuchtend gelben „Zapfstellen“, also die Rapsfelder für Biodiesel.


    Alles hört sich doch so gesund an. Rapsöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Nicht die inzwischen fast weggezüchtete Erucasäure ist es, vielmehr die Verarbeitung von Rapsöl und die Oxidation des mehrfach ungesättigten Bestandteils, die es ungesund für den menschlichen Verzehr macht. Das ist das eigentliche Problem!


    Rapsöl enthält bis zu 65% einfach ungesättigte Fettsäuren und bis zu 35% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und nur eine geringe Menge gesättigter Fette. Die Crux beim Verarbeiten und Raffinieren von Rapsöl ist, dass der mehrfach ungesättigte Bestandteil des Öls gegenüber Hitze, Licht und Druck äußerst instabil ist. Dadurch oxidieren diese stark. Das wiederum erhöht die Menge der freien Radikale in unserem Körper. 
Der Casus knacksus dieses ganzen Raffinierens und Verarbeitens: Es kommt zu Entzündungsprozessen im Körper, möglicherweise zu Gewichtszunahme, Herzerkrankungen und anderen degenerativen Krankheiten.



    Extra nativ gepresstes Olivenöl 
ist dagegen kalt gepresst, also ohne Einsatz von Hitze und Lösungsmitteln, die bekanntlich die Extraktion unterstützen.

Rapsöl dagegen wird typischerweise mit hoher Hitze, Druck und Erdöl-Lösungsmitteln wie Hexan extrahiert und raffiniert. Das meiste Rapsöl wird mit Ätzmitteln raffiniert, de-gummiert, gebleicht und desodoriert, und das alles mit hohen Temperaturen und fragwürdigen Chemikalien.



     

    Was ist mit den Transfetten im Rapsöl?

    Schlimmer noch, diese ganze Prozedur mit hohen Temperaturen, hohem Druck und Lösungsmitteln bewirkt, dass ein Teil des Omega-3-Gehalts des Rapsöls sich in Transfette umwandelt. 
Gemessen wurden im Handel erhältliche Rapsöle mit einem bedenklich hohen Transfettgehalt von mehr als 4,6%.
Wenn Sie schon auf Rapsöl nicht verzichten wollen, dann greifen Sie zu „kalt gepresstem“ Bio-Rapsöl. Das meiste Rapsöl ist aber nicht kalt gepresst.


    Ich empfehle Ihnen statt dessen zu nativem Kokosnussöl. Dank seiner hohen Hitzebeständigkeit ist es bestens zum Kochen und Braten geeignet. Das ist eine großartige Quelle von gesunden gesättigten Fetten in Form von mittelkettigen Triglyceriden (MCTs). Eines davon ist Laurinsäure, das bei der Unterstützung des Immunsystems hilft und in der westlichen Ernährung meistens fehlt.



    Um das Thema abzurunden: Erucasäure wird vom Oxidationssystem der Mitochondrien, den Energiezentren in den Zellen, schlechter abgebaut als andere Fettsäuren. Wie auch andere langkettige Fettsäuren, blockt Erucasäure vermutlich einige der beteiligten Enzyme, so dass auch weitere Fettsäuren langsamer abgebaut werden. Und zum Spanischen Öl-Syndrom kam es 1981 durch eine Massenvergiftung mit verunreinigtem Rapsöl mit Anilinfarben. Dabei erkrankten etwa 20.000 Menschen, 330 starben daran.

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