WDR Sex-Skandal: Sechs Frauen belasten Tatort-Chef / Kippt jetzt der Fernsehdirektor?

Die Vertragsverlängerungen von WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und Hörfunkdirektorin Valerie Weber werden offenbar vertagt. - Sechs Frauen erheben Belästigungsvorwürfe gegen WDR-Tatort-Koordnator Gebhard Henke

 

Der Rundfunkrat des WDR vertagt offenbar die vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und Hörfunkdirektorin Valerie Weber. Dies berichtet Kai-Hinrich Renner in seiner Morgenpost-Kolumne. Man wolle warten, bis der WDR die Belästigungs-Vorwürfe gegen insgesamt sieben Mitarbeiter aufgeklärt hat.

Angeblich wussten beide schon früh von den Belästigungsvorwürfen, unternahmen aber nichts. Offenbar waren nicht nur Korrespondenten in die Affäre verwickelt, sondern auch hochrangige Mitarbeiter.

Ein interner Aufklärer in der Debatte bekommt unterdessen ein Gesicht: Seit Jahren mahnt WDR-Korrespondent Arnim Stauth Missstände an, fühlte sich aber zunehmend vom WDR gemobbt.

Sechs Frauen erheben Belästigungsvorwürfe gegen WDR-Tatort-Koordnator Gebhard Henke

Dem vom WDR freigestellten Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke, werfen sechs Frauen vor, sie belästigt zu haben. In der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL berichten sie, wie sie von Henke betatscht und begrapscht worden seien, wie er sie an den Po oder an den Bauch gefasst habe, wie er angedeutet habe, sie zu fördern, und dafür offenbar körperliche Zuwendungen erwartete oder wie er immer wieder aus seiner professionellen Rolle gefallen sei.

Die Vorwürfe reichen von 1990 bis mindestens 2015. Eine der Frauen ist Charlotte Roche, die Autorin des Bestsellers „Feuchtgebiete“, die Henke 2013 in Köln kennenlernte.

„Er gab mir die rechte Hand und legte mir die linke gleichzeitig fest mitten auf den Po“, sagt Roche. Sie habe versucht, sich wegzubewegen, doch er habe sich mitbewegt. „Das war schlimm und dauerte gefühlt ewig.“ Bis heute, so Roche, mache sie sich Vorwürfe, damals nichts gesagt zu haben. Aber es sei um die Verfilmung eines ihrer Bücher gegangen, sie habe an dem Abend unter Druck gestanden. Das sei falsch gewesen, deshalb spreche sie jetzt.

„Vielleicht hilft das ja, dass andere sich auch trauen, etwas zu sagen.“ Gebhard Henke bestreitet alle Vorwürfe. Fernsehdirektor Jörg Schönenborn ist „überrascht“ von den Anschuldigungen. Er arbeite seit Jahren „sehr eng und vertrauensvoll“ mit Gebhard Henke. Eine Entlastung von den Vorwürfen schließe er nicht aus, allerdings halte er die Schilderungen der Frauen für „gravierend und glaubwürdig“.

 

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