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Medwedew warnt EU vor Zahlungsunfähigkeit

Die Sanktionen gegen Russland könnten auch in der EU zu großen wirtschaftlichen Verwerfungen führen, sagt der russische Ex-Präsident Dmitrij Medwedew.

 

Russlands Ex-Präsident Dmitrij Medwedew hat Europa davor gewarnt, bei einer Zahlungsunfähigkeit seines Landes selbst in große wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten.

Die Ankündigung eines Zahlungsausfalls von Russlands Auslandsverpflichtungen könnte zu einer Hyperinflation und einem Zahlungsausfall der EU selbst führen, deren Finanzsystem nicht sehr stabil sei. Darauf wies der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew am Sonntag auf Telegram hin.

Er verwies auf die Worte der Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen. Diese vertritt die Ansicht, dass ein Zahlungsausfall in Russland nur eine Frage der Zeit sei. Medwedew schrieb:

"Ein Zahlungsausfall Russlands könnte zu einem Zahlungsausfall Europas führen, sowohl in moralischer als auch in finanzieller Hinsicht." Er warnte, dass das EU-Finanzsystem nicht ausreichend stabil sei und das Vertrauen der Menschen schwinde. Er fügte hinzu: "Und es wurde nicht einmal im denkwürdigen Jahr 2008 so stark erschüttert, obwohl die Lage damals sehr schwierig war."

Zugleich warf er EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, sein Land in den Bankrott treiben zu wollen. Das sei die "geheime Absicht der Masochisten aus Brüssel". Von der Leyen hatte sich zu einem sechsten Sanktionspaket geäußert, das die EU gerade gegen Russland vorbereitet: "Wir sehen uns weiter den Bankensektor an, insbesondere die Sberbank, die allein 37 Prozent des russischen Bankensektors ausmacht«, sagte sie der "Bild am Sonntag". Die Sberbank gilt als größte Bank des Landes, wurde jedoch bei den bisherigen Sanktionen gegen den Bankensektor nicht miteinbezogen und auch nicht aus dem Zahlungssystem Swift ausgeschlossen. Die EU-Kommission bereitet laut von der Leyen außerdem ein Ölembargo vor.

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