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Rückkehr zur D-Mark | Drucken |
29.04.2010

Hankel plädiert für Rückkehr zur D-Mark: "Auflösung der Währungsunion unaufschiebbar". - "Die Rückkehr zur D-Mark ist die ultima ratio. Ich glaube, dass es zur ultima ratio kommen wird".

 


Der Euro-Kritiker Wilhelm Hankel rät Deutschland zu einem Ausstieg aus dem europäischen Währungsverbund und zur Rückkehr zur D-Mark. "Die Rückkehr zur D-Mark ist die ultima ratio. Ich glaube, dass es zur ultima ratio kommen wird", schrieb Hankel in einem Gastbeitrag für die Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag 30.4.2010).

Der Euro habe aus der Währungsunion eine Haftungsunion gemacht  "mit einer Belastung für die stabilen Euroländer, die diese auf Dauer weder politisch noch ökonomisch verkraften könnten", so der Staatsrechtler und Währungsexperte. "Die Auflösung der Währungsunion ist daher auf längere Sicht unaufschiebbar."

Die einzige Chance für das Fortbestehen des Euro bestünde darin, die Union auf den kleinen Kreis relativ stabiler Länder wie Deutschland, Niederlande, Finnland und Österreich zu beschränken. "Das ist die einzige Alternative zur Wiedereinführung nationaler Währungen", erklärte Hankel.

Die Rückkehr zur D-Mark habe laut Hankel viele Vorteile, unter anderem sinkende Inflationsgefahr und damit sinkende Zinsen sowie Entlastung der Steuerzahler.

Der Wirtschaftsprofessor hat zusammen mit seinen Kollegen Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty bereits 1998 gegen die Einführung des Euro geklagt und bereitet derzeit eine Verfassungsklage gegen die Griechenland-Hilfen vor.

 

Prof. Wilhelm Hankel: Wann bricht der Euro? Interview mit MMnews (Sept 2009)

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