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Euro am Ende | Drucken |
Von: Andreas Popp   
04.05.2010

Ablenkungsmanöver „Griechenland“ vor der Währungs-Reform? Heute können wir festhalten, dass eigentlich alle EU-Staaten pleite sind. Griechenland ist lediglich das Land, welches medial herhalten muss. Italien, Portugal, Spanien, Irland, ja selbst Frankreich und Deutschland könnten ebenso in Sondersendungen und Zeitungen diskutiert werden, wenn sie ihre Zahlen vorlegen würden.

 

 

Wie heißt die aktuelle durchs Dorf getriebene Sau?
Klar, man nennt sie Griechenland… Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes mit der ehemaligen Hochkultur ist nicht größer, als das von Hessen aber man spricht von dramatischen Untergangsszenarien der EU, die durch die Griechen ausgelöst werden könnten.


Niemand gibt zu, dass das Zusammenwuchern der Währungen (bei völlig unterschiedlichen Mentalitäten und Strukturen Europas), auf ganzer Linie versagt hat. Halt! Die letzte Aussage muss ich etwas differenzieren. Wer als abhängiger Politiker die Interessen der Finanzlobby vertritt (und das sind aus meiner Sicht die meisten bekannten „Größen“ in den Regierungen und Oppositionen), hat seine Aufträge hervorragend umgesetzt, die Wenigen, die eventuell tatsächlich nach bestem Wissen und Gewissen für die Völker arbeiten wollten, müssten spätestens jetzt erkennen, nichts verstanden zu haben.

„EU-Fetischisten“, die selbst heute noch von einer Euro-Erfolgstory sprechen, kann man nur belächeln und die Funktionäre, die behaupten, durch den Euro die aktuelle Finanzkrise besser managen zu können, belügen die betroffenen Völker. Tatsache ist, dass das internationale Finanzsystem alle Probleme erst verursacht hat und auch die Euro-Einführung in dieses gnadenlose Spiel der Umverteilung gehört. Ja ich weiß, dass diese Art des Schreibens als „populistisch“ und „provokant“ bezeichnet wird, umso mehr ein Grund zu hinterfragen, warum ein Mann wie ich seine hervorragende Reputation gefährdet, wenn er die Zusammenhänge so deutlich artikuliert. Ganz einfach, mir ist wichtig, all diese Aussagen zu archivieren, um sie später beweisen zu können, wenn sie zum allgemeinen Wissensstand gehören und man sich fragen wird, wie die heutige Welt so unglaublich ignorant sein konnte, trotz der offensichtlichen Verwerfungen.

Ich will mir nicht vorwerfen lassen, ich hätte nichts getan! Meine Einschätzungen mögen zwar niederschmetternd klingen aber sie treffen offenbar die Realität. 

Die führenden Regierungsmittglieder sind entweder ahnungslos (um es höflich auszudrücken) oder einfach dem eigenen materiellen Wahn verfallen, egal wer dabei durchs Raster fällt. „Man muss halt sehen, wo man bleibt“. Das spannende aber ist, dass sogenannte „Querdenker“ (was ich ganz und gar nicht bin, denn ich denke sehr gerade) oft als Utopisten und nicht sachverständig bezeichnet werden, obwohl wirklich jeder sehen kann, dass dieses neoliberale System komplett(!) in die falsche Richtung läuft und auf noch größere Katastrophen zusteuert, unter denen die „normalen“ Bürger immer mehr leiden werden.  

In den Talkshows und anderen Medien sitzen immer noch dieselben Figuren, die uns den Wahnsinn einbrockten und beschuldigen sich gegenseitig, die Probleme verursacht zu haben, um danach mit den „alten Zöpfen“ zu argumentieren, die längst abgeschnitten gehören. Auf diese Weise werden wir immer weiter im Morast der Absurdität versinken. Die Argumentationen der „Ahnungslosen“ oder „Söldner“ in den politischen offiziellen Statements drehen sich nur um den unbedingten Erhalt der bestehenden Systeme, die dringend als Fehlentwicklung erkannt werden müssen. Es wird so dargestellt, als gäbe es zum „EU-Geschwür“ keine Alternative und das bezeichne ich als verwirrt.

Zurück zum Ablenkungsmanöver.
Es geht nicht um Griechenland, sondern quasi um alle EU-Staaten. Ich möchte daran erinnern, dass es vor der Euroeinführung sogenannte Konvergenzkriterien in den Verträgen von Maastricht gab, die grundsätzlich als unverrückbar festgeschrieben wurden. Dieser Stabilitätspakt der Währungen, nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank, war klar strukturiert. Die Verschuldensquote eines Staates darf 60% des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten und die Neuaufnahme weiterer Kredite ist auf 3% pro Jahr begrenzt. Diese Zahlenkombination entstand unter der irrsinnigen Annahme, dass man von einem dauernden durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 5% pro Jahr ausgeht, denn dann würde bei einer 3%-igen Erhöhung der Schulden die bestehende Kreditquote eines Staates von 60% erhalten bleiben. Ist auch logisch, da 3% genau 60% von 5% sind.
 
Es sprengt mein Abstraktionsvermögen, dass es viele verantwortliche Politiker und Wirtschaftsexperten gab, die tatsächlich an diesen Unfug glaubten, denn es gibt kein unendliches Wachstum und darauf haben viele normal denkende Sachverständige, wie Prof. Wilhelm Hankel und andere, u.a. auch meine Wenigkeit, hingewiesen. Es kam, was kommen musste. Man löste den Stabilitätspakt auf und somit die genannten Kriterien und nannte das neue mit heißer Nadel gestrickte Papier „Stabilitäts- und Wachstumspakt“. Damit war der Untergang des Euro schneller eingeleitet, als es sich die „eigentlichen Initiatoren“  wünschten, denn die Orgie der Umverteilung von Arm auf Reich soll natürlich immer solange wie möglich laufen. (Wenn Sie diesen letzten Satz nicht verstanden haben, empfehle ich Ihnen mein Buch „Der Währungs-Countdown“).

Heute können wir festhalten, dass eigentlich alle EU-Staaten pleite sind. Griechenland ist lediglich das Land, welches medial herhalten muss. Italien, Portugal, Spanien, Irland, ja selbst Frankreich und Deutschland könnten ebenso in Sondersendungen und Zeitungen diskutiert werden, wenn sie ihre Zahlen vorlegen würden. Man kann es nur als Doppelmoral bezeichnen, wenn jemand, der 10 Euro unterschlägt mit dem Finger abwertend auf einen anderen zeigt, weil dieser 100 Euro unterschlagen hat. 

Wir müssen endlich erkennen, dass wir verschiedene Währungen brauchen, wenn wir die Interesse der Menschen in Europa berücksichtigen wollen, stattdessen werden die Funktionäre der Politik nicht müde, uns das Gegenteil zu kolportieren, da sie das Banken- bzw. Geldmonopol zu vertreten haben und nichts anderes! Wenn ich nur daran denke, dass diese Finanzlobby die Staaten quasi gezwungen haben, Billionen an Geldern zur Rettung der Institute auf Steuerzahlerkosten zu zahlen und sich heute der IWF (übrigens auch eine Bank) hinstellt und die marode Kassenlage der Staaten anklagt und dringende Sanierungsmaßnahmen fordert, bezeichne ich das als eine Beleidigung mittlerer Intelligenz.    

Nun gut aber alle vier Jahre marschiert die Herde wieder zur Wahl, um das kleinere Übel zu wählen, das aber von Periode zu Periode systembedingt größer werden muss, egal mit wie viel Enthusiasmus ein neuer politischer Führer an die Aufgaben herangeht. Falls es wirklich einmal einer wagen sollte, für das Volk intelligent aktiv zu werden, wie seinerzeit John F. Kennedy, dann greifen die wirklichen Machtinhaber auch zu anderen Mitteln. Ach ja, das ist ja alles Verschwörungstheorie, aber mir ist trotzdem wichtig, auch diesen Satz für die Zukunft festzuhalten.

Wir gehen also zur Wahl. Die deutsche Sprache ist ja sehr exakt und deshalb sollte man einmal darüber nachdenken, wenn wir sagen:
„Ich gebe meine Stimme ab“ oder: „Man geht ins Wahl-Lokal“ (Lokal: ist ein Ort des Spieles oder auch ein Gaststättenbetrieb), noch besser: „Wir stecken die Stimme in eine Wahl-Urne“ (eine Urne ist ein Aufbewahrungsgefäß für sterbliche Überreste) und da ruht sie dann, die Stimme, die ich abgegeben habe. Warum kommen wir nicht mehr dazu, über solche offensichtlichen Dinge nachzudenken? Weil sich die Tretmühle des Geldsystems seit dem Euro (natürlich in Verbindung mit dem verzinsten Geldsystem) immer schneller dreht, bis auch die letzten Leistungsträger herausfallen. Wir brauchen dringend wieder regionale Währungen in Europa, wenn nicht jetzt, wann dann?

Dann können wir die einzelnen verschiedenen mentalen Schwingungen, aus denen unterschiedliche Wirtschaftsleistungen resultieren, angemessen    berücksichtigen, indem wir die Differenzen mit gegenseitigen  Auf- oder Abwertungen steuern.


In meinem Buch „Brot und Spiele“ habe ich diesen Zusammenhang in dem Kapitel „Die Wechselkurse der Währungen und der Euro“ ganz einfach beschrieben.

Das wäre ein erster Schritt für einen gleichmäßigeren Wohlstand aller Menschen in Europa, auch wenn weitere Maßnahmen im Geld- und Bodenrecht nachfolgen müssten. Natürlich ist mir klar, dass die europäischen Lobbyisten, die im Brüsseler Parlament sitzen, genau wissen, wie man die leibeigenen Volksvertreter dazu bekommt, sinnvolle Vorschläge im Interesse der Menschen als „unqualifizierten Unsinn“ zu diffamieren. Aber ich glaube, dass immer mehr Bürger begreifen, dass diese „Schildbürger-Organisation“ der EU schwer angeschlagen ist. Dummerweise ist ein angeschossenes Tier gefährlicher, als ein gesundes, weshalb wir den erpressten Volksvertretern die Hände reichen sollten, auch wenn es schwer fällt. Übrigens bringt es uns nicht weiter, wenn wir feststellen müssen, dass die US-Währung oder das britische Pfund genauso wertlos sind, wie die anderen.

Ein wichtiger Rat noch an alle EU-Bürger:
Wir sollten verinnerlichen, dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen dürfen. Wenn die Deutschen den Griechen ihre lockere Mentalität z.B. bei den Finanzen vorwerfen, ist es genauso ungerecht, wie wenn die Griechen den Deutschen eine spießige Kleinkariertheit anhängen. Sowohl die Deutschen, als auch die Griechen aber auch die Portugiesen oder Italiener und alle weiteren Länder, haben von ihren jeweiligen Regierungen diese EU-Strukturen mit fadenscheinigen Versprechen aufgestülpt bekommen. Wir sind alle Opfer dieses „EU-Größenwahns“, vertreten durch die Politiker, die hinter dem Rücken der Bürger „ihr Ding“ machen. Ich appelliere an alle unterschiedlichen Menschen der verschiedenen Länder und hoffe auf eine gesunde Toleranz untereinander.
     
Aus meiner Sicht haben wir Europäer nur eine Chance:
Jeder Einzelne von uns muss anfangen, autark zu denken und mit dieser sich selbst genommenen Freiheit umzugehen lernen! Dabei sollten wir uns wohl oder übel mit diesem System-Wahnsinn auseinandersetzen, um einen friedlichen Einfluss auf die verschiedenen Regierungen zu nehmen. In dem Moment, wenn die Bürger verstehen, dass es vernünftige Grundordnungen gäbe, die keine mentalen Eigenschaften der verschiedenen Europäer uniformiert, entzieht sich automatisch die Energie aus diesem System.

Unser aller Ziel sollte sein, dass die einzelnen autarken Länder einer neuen europäischen Gemeinschaft im Rahmen komplett veränderter regionaler Finanzsysteme, einen fruchtbaren „inter(-)nationalen“ Handel aufbauen, der arbeitsteilig vernünftig aufgestellt ist.
     
Bis es soweit ist, geht es natürlich um die Vorbereitung der Menschen auf die großen Umwälzungen, die vor uns liegen.


Der Euro ist mit Lehman Brothers vor dem Konkurs zu vergleichen und das sollte auch deutlich machen, dass die Kapitalanlagen in Gefahr sind!

Mein Rat:
Überprüfen Sie dringend Ihre Geldanlagen, wie Lebensversicherungen, Investmentfonds usw. auf Krisensicherheit. Fragen Sie lieber zweimal nach, falls irgendetwas unklar ist.

Sie selbst müssen Ihre Entscheidungen auch verstehen und nicht passiv einfach das tun, was Ihnen sogenannte Experten raten. 

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