Ostbörsen sind Spitze!

    Exotenbörsen aus Osteuropa kommen. Japan macht Sorgen. Euro-Diskussion hält an. Inflation als Gefahr für Emerging Markets. Hoher Ölpreis stützt Moskauer Börse.


    von Andreas Männicke
    Die Börsen aus Osteuropa zählen wie schon im letzten Jahr zu den Top-Performern unter den Weltbörsen. Während im letzten Jahr die Börse Kiew (Ukraine) mit einem Plus von 117% und die Börse OMX Tallinn (Estland ) mit einem Plus von 80% herausragten , aber auch die Börsen aus Russland (Moskau) und Polen (Warschau) mit jeweils über 20% den DAX klar outperformen konnten, rücken jetzt auch weitere „Exotenbörsen“ aus Osteuropa in den Vordergrund des Anlegerinteresses.

    So hatten die Börsen aus Serbien (bis 25. Januar) mit einem Plus von 13%,  Rumänien (+9,6%),  Estland (+8,4%), Kroatien (+8%),   Lettland (+7,3%),  Ukraine (+7,1%),  Ungarn (+6,9%),  Russland (+5,7%) und sogar aus Bulgarien (+5,4%) alle einen Super-Start in diesem Jahr. Damit befinden sich in den ersten 3 Handelswochen des neuen Jahres schon jetzt auffallend viele Ostbörsen auf den Spitzenplätzen der Weltbörsen-Performance-Rangliste.

    Dabei scheinen jetzt auch die Ostbörsen aus Südosteuropa ebenso wie die Börsen der Problemländer aus Südeuropa bei den Anlegern wieder mehr Vertrauen zu gewinnen, dass in diesem Jahr die Haushaltsbilanzdefizite im Zaum gehalten werden. Damit könnten die Verlierer des vergangenen Jahres in diesem Jahr zu den Gewinnern der Zukunft zählen – wie es so oft bei Emerging Markets der Fall ist. So stiegen in diesem Jahr auch die Indices der Börsen aus Spanien (+10,2%) aus Griechenland (+9,7%) und aus Italien (+9,7%).Sogar die Börse aus Island konnte um 6,8% zulegen. In Afrika überzeugte zudem Nigeria mit einem Plus von 11% und in Asien Vietnam mit einem Plus von 7,2%. Ich halte diese Länder auch in Zukunft für aussichtsreich.

    Während im letzten Jahr noch die „PIGSI“-Krisen – das letzte I ist Italien - auch die Börsen aus Südosteuropa in Mitleidenschaft zogen, konnte das erfolgreichen Platzieren von spanischen, griechischen und italienischen Anleihen die Anleger beruhigen. Es verminderten sich die Spreads bei den jeweiligen Anleihen und fast gleichzeitit strömte auch wieder Kapital an die Börsen aus Südosteuropa. Die positiven Korrelationen „PIGSI“-Anleihen-Spread und Entwicklung der Börsenkurse in Südosteuropa könnten in diesem Jahr erhalten bleiben und damit auch die weitere Entwicklung an den Börsen Südosteuropa bestimmen. Wenn es den südeuropäischen Ländern gelingen wird, ihre Haushalte zu konsolidieren, dürfte dies auch eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Börsen in Südosteuropa haben – und umgekehrt. Damit können sich die  „Underdogs“ zu den Performance-Stars in diesem Jahr werden. Der Anleger kann diese Chancen über Zertifikate auf die jeweiligen Länderindices nutzen.

    Ich muss dabei aber betonen, dass es sich um illiquide Aktienmärkte in Südosteuropa handelt. Dennoch könnte hier in den nächsten Jahren wieder die intakte Konvergenzstory mehr zum Tragen kommt. Dabei spielt Deutschland eine wichtige Rolle als „Stabilisator“, denn die meisten Länder aus Südosteuropa haben einen regen Handel mit Deutschland. Wenn Deutschland nun in diesem Jahr  wie im Vorjahr die Konjunkturlokomotive in Europa spielt (mit einem Wachstum von über 2%), dann profitieren davon mittelbar auch die Börsen aus Osteuropa.

    Der Haussetrend seit September 2009 ist an den meisten Weltbörsen trotz der Korrektur am Freitag noch intakt, so auch an den Ostbörsen. Gehen Sie erst short bzw. mehr in Liquidität, wenn der DAX unter 7000 (am Freitag – 0,74% auf 7102 Indexpunkte) oder der Dow Jones unter 11.800 Indexpunkte gehen sollte, denn dann droht eine Korrektur beim DAX bis 6800 und beim Dow Jones auf 11.400. Der Euro stieg zuletzt wieder auf 1,36 EUR/USD (intraday auf 1,37), was auch die Weltbörsen beflügelte. Beim Ölpreis gibt es nach wie vor erstaunlich starke Unterschiede zwischen dem WTI-Ölpreis von 89 USD/Barrel und dem Brent-Ölpreis von 99 USD/Barrel. Da der WTI-Ölpreis Aufholpotential hat, gehen Sie long beim WTI-Ölpreis, der am Freitag schon um 4,44% anstieg, während der Brent-Ölpreis nur um 1,89% zulegen konnte. Gold verharrte bei 1333 USD/Unze. Der hohe Ölpreis konnte aber nicht verhindern, dass der RTS-Index am Freitag um 1,36% auf 1885 Indexpunkte konsolidierte. Ich rechne zwar im Februar mit fortgesetzten Korrekturen, dennoch hat die Moskauer Börse auch in diesem Jahr Outperformancechancen.


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