Affäre DSK: Euro-Dollar Krieg?

    Dominique Strauss-Kahn gibt den Vorsitz des Internationalen Währungsfonds ab - und beteuert erneut seine Unschuld. Schäffler: Axel Weber idealer Nachfolger. NYPD veröffentlicht Fahndungsfoto. Krieg zwischen Euro und Dollar?


    Das Theater um DSK geht in seine letzte Runde. Der IWF -Chef ist angeblich zurückgetreten. Wie er das aus seiner Zelle heraus bewerkstelligt hat, bleibt im Dunkeln. Wahrscheinlich wurde er einfach nur rausgeworfen. Angesichts der Art und Weise, wie sich die Affäre entwickelt hat und den vielen Fragezeichen, die an dem Fall DSK haften, sprechen einige Beobachter nun offen von einem Krieg zwischen Euro und Dollar-Raum.

    Motivation und Hintergründe dieser Auseinandersetzungen bleiben derweil noch verborgen. Angeblich soll sich DSK für die Rettung des Euro eingesetzt haben, was den Amerikanern ein Dorn im Auge sei. Washington will nicht, dass der Euro weiter an Stärke gewinnt und den Dollar möglicherweise als Reservewährung ablöst, ist mit der Affäre vertrauten Kreisen zu hören.

    DSK bestreitet nach wie vor alle Vorwürfe gegen ihn: "Ich weise mit größtmöglicher Entschiedenheit alle gegen mich erhobenen Vorwürfe zurück", schrieb der Franzose in seinem vom IWF veröffentlichten Rücktrittsbrief. Er sei "unendlich traurig", seinen Rücktritt erklären zu müssen, hieß es in dem Brief weiter. Mit dem Schritt wolle er sowohl seine Familie als auch das Ansehen des Fonds schützen. Die Mehrheit der Franzosen glaubt sogar an einen Komplott. Kann in den USA jedes Zimmermädchen einen Mann in den Knast bringen?

    Unterdessen veröffentlicht das NYPD jetzt ein Fahndungsfoto von DSK. Lächerlicher Höhepunkt der Affäre, da er ja schon längst auf einer Gefängnisinsel gefangen ist.

    DSKFahndungsfoto: Tiefer Fall eines IWF Chefs

    Neuer IWF-Chef wieder ein Europäer?

    Der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, hat Europas Anspruch auf den IWF-Chefposten angemeldet. „Ich fordere die Bundesregierung auf, sich für einen Deutschen an der Spitze des Internationalen Währungsfonds einzusetzen“, sagte der CDU-Politiker Handelsblatt Online. Der IWF spiele bei der Bewältigung der Eurozonen-Krise eine herausragende Rolle. „In dieser Zeit sollte er von jemandem geführt werden, der mit den europäischen Verhältnissen vertraut ist“, betonte Flosbach. „Mit unseren G20-Partnern werden wir sicher eine Lösung finden, wie wir die Präsenz von G20-Staaten, die in internationalen Finanzinstitutionen bisher unterrepräsentiert sind, stärken können.“

    Der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, hat sich für Ex-Bundesbankchef Axel Weber als Nachfolger für den zurückgetretenen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ausgesprochen. „Axel Weber wäre als ‚Falke’ in dieser schwierigen Zeit der richtige Kandidat“, sagte das FDP-Bundesvorstandmitglied Handelsblatt Online. „Geradlinig, ordnungspolitisch sauber und international anerkannt, wäre er ein Glücksfall für dieses wichtige Amt.

    Die Franzosen sehen dagegen Christine Lagarde als die geeignete Nachfolgerin von DSK. Ob sie den Posten erhält, ist mehr als fraglich. In Frankreich glauben 57% der Menschen, dass DSK Opfer einer Verschwörung geworden ist. Im sozialistischen Lager glauben sogar 70 Prozent an ein Komplott.

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