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Forsa: Mehrheit kennt Reformpaket der Bundesregierung kaum


Die von der Bundesregierung beschlossenen Reformmaßnahmen für Arbeitsmarkt, Renten- und Steuersystem sind den meisten Bundesbürgern laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bislang kaum bekannt. Das berichten die Sender RTL und ntv, die die Erhebung für das "Trendbarometer" in Auftrag gegeben haben.

Lediglich 30 Prozent der Befragten gaben an, im Großen und Ganzen zu wissen, welche Reformen beschlossen wurden. Sieben von zehn Bundesbürgern (70 Prozent) sagten dagegen, dass ihnen die meisten Maßnahmen nicht klar seien.

Auch die Erwartungen an die wirtschaftlichen Auswirkungen der Reformen fallen verhalten aus. Nur 28 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sich die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland durch die beschlossenen Maßnahmen verbessern wird - lediglich ein Prozent erwartet eine deutliche Verbesserung. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) gehen hingegen davon aus, dass die Reformen so gut wie keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben werden.

Selbst unter denjenigen, die nach eigener Einschätzung gut über die Reformmaßnahmen informiert sind, überwiegt die Skepsis. Zwar erwarten in dieser Gruppe 38 Prozent eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, eine Mehrheit von 63 Prozent glaubt jedoch auch hier nicht an nennenswerte wirtschaftliche Effekte. Lediglich unter den Anhängern der Union erwartet mit 55 Prozent eine Mehrheit positive Auswirkungen der Reformen auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Deutlich positiver bewerten die Bundesbürger dagegen die geplanten steuerpolitischen Änderungen. 52 Prozent der Befragten glauben, dass diese Maßnahme die soziale Ungleichheit in Deutschland verringern wird. 22 Prozent erwarten dagegen eine Vergrößerung der sozialen Ungleichheit, während 23 Prozent keine Auswirkungen sehen.

Dass die Steuerpläne zu mehr sozialer Gerechtigkeit beitragen, glaubt eine knappe Mehrheit der Anhänger der Union sowie eine deutliche Mehrheit der Anhänger von SPD, Grünen und Linken. Lediglich unter den AfD-Anhängern überwiegt die Auffassung, dass die geplante Reform die soziale Ungleichheit eher vergrößern wird.

Für die Erhebung wurden am 3. und 6. Juli insgesamt 1.003 Personen befragt.

Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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