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Hitzetote: Greenpeace will bessere Finanzierung von Hitzeschutz


Angesichts der hohen Zahl an Todesfällen aufgrund der Hitzewelle Ende Juni drängt Greenpeace auf verstärkte Schutzmaßnahmen.

"Wirksamer Hitzeschutz beginnt in den Kommunen", sagte Mauricio Vargas, Finanzexperte der Friedens- und Umweltschutzorganisation am Donnerstag. "Städte und Gemeinden müssen jetzt finanziell in die Lage versetzt werden, Menschen vor extremer Hitze zu schützen. Dafür brauchen sie verlässliche Einnahmen: für schattige Schulhöfe, Schwimmbäder, entsiegelte und begrünte Flächen, kühle Aufenthaltsorte für ältere Menschen und hitzefeste Infrastruktur."

Vargas forderte den Bund auf, den Kommunen mehr Geld zur Verfügung zu stellen. "Eine Steuer auf besonders große Vermögen wäre verursachergerecht: Sie würde jene stärker beteiligen, die besonders viel zur Klimakrise beitragen - und Kommunen bei dringend notwendigen Investitionen in den Hitzeschutz entlasten", erklärte der Greenpeace-Experte.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es allein in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni, als Temperaturen von bis zu 41,7 Grad gemessen wurden, 4.310 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. Bis Ende Juni sind nach den Modellrechnungen des RKI in diesem Jahr rund 5.100 Menschen gestorben.

Hitzewellen verursachen in Europa mehr Todesfälle als alle anderen Naturkatastrophen zusammen. Sie werden durch die menschengemachte Erderwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

Laut einer Analyse der wissenschaftlichen Initiative World Weather Attribution (WWA) wären die Temperaturen der Hitzewelle Ende Juni 2026 noch im Jahr 1976 "praktisch unmöglich" und auch zu jeder anderen Jahreszeit höchst unwahrscheinlich gewesen. Im Jahr 2003, als die erste große Hitzewelle dieses Jahrhunderts auftrat, wären solche Tageshöchsttemperaturen noch sehr selten gewesen. Nachttemperaturen wie in diesem Juni wären 2003 mehr als hundertmal unwahrscheinlicher gewesen.

Foto: Rettungswagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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