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Destatis: Wohnen kostet Studenten 54 Prozent ihres Einkommens


In Deutschland geben Studierende mit eigener Haushaltsführung im Durchschnitt 54 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mit. Damit ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen für Studierende mit eigener Haushaltsführung mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung (24 Prozent).

Alleinlebende Studierende geben nach Angaben des Bundesamts mit 56 Prozent einen noch größeren Teil des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus als diejenigen, die ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden zusammenleben (49 Prozent). Für Studierende insgesamt - also unabhängig davon, mit wem sie zusammenleben - ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen mit 32 Prozent zwar niedriger, liegt aber über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Haushalte gelten per Definition der europäischen Statistikbehörde Eurostat als durch Wohnkosten überbelastet, wenn ihre Wohnkostenbelastung auch nach Abzug von erhaltenen wohnungsbezogenen Transferleistungen noch bei mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens liegt. Im vergangenen Jahr traf das hierzulande laut Destatis auf 65 Prozent der Studierenden mit eigener Haushaltsführung zu, darunter galten alleinlebende Studierende (66 Prozent) ähnlich häufig als überbelastet durch Wohnkosten. Betrachtet man alle Studierenden unabhängig davon, mit wem sie zusammenleben, galten 28 Prozent der Studierenden insgesamt als überbelastet. In der Gesamtbevölkerung lag der Anteil der durch Wohnkosten überbelasteten Haushalte bei 11 Prozent.

Viele Studierende verfügen über ein insgesamt geringes Einkommen. Das liegt auch daran, dass sie sich in einer Lebensphase befinden, in der sie in ihre Ausbildung und somit in ihr späteres Berufsleben investieren. Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügte nach Angaben des Statistischen Bundesamts zuletzt über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro pro Monat (Median).

Große Teile ihrer Einkünfte beziehen Studierende aus eigener Erwerbstätigkeit. Studierende mit eigener Haushaltsführung bezogen im Schnitt 45 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbseinkommen. 29 Prozent machte private Unterstützung wie Unterhaltszahlungen von Angehörigen aus, 14 Prozent BAföG-Leistungen oder Stipendien und 12 Prozent sonstige Einkünfte wie etwa Kindergeld oder Hinterbliebenenrente.

Studierende insgesamt bezogen laut Destatis im Schnitt 43 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbseinkommen. 15 Prozent des Einkommens kam aus privater Unterstützung von Eltern oder Angehörigen, 12 Prozent waren BAföG-Leistungen und andere Beihilfen. Sonstige Einkünfte wie Kindergeld oder Hinterbliebenenrente machten 29 Prozent der Einkommen von Studierenden insgesamt aus.

Foto: Junge Leute vor einer Universität (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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