Was als „Kinderschutz“ verkauft wird, ist in Wahrheit der größte Angriff auf die Freiheitsrechte junger Menschen. Der Staat verbietet jungen Bürgern das Recht, sich frei zu informieren und zu kommunizieren.
Von Ernst Wttering
CDU und SPD überbieten sich gerade in einem wahren Wettlauf um den härtesten Jugendschutz. Erst fordert die SPD ein komplettes Verbot für alle unter 14. Dann jubelt Kanzler Friedrich Merz „viel Sympathie“ für eine Altersgrenze bis 16. Und der CDU-Parteitag in Stuttgart beschließt gestern: Mindestalter 14, mit „besonderem Schutzbedürfnis“ bis 16.
Was als „Kinderschutz“ verkauft wird, ist in Wahrheit der größte Angriff auf die Freiheitsrechte junger Menschen seit Jahrzehnten. Ein Staat, der seinen Bürgern das Recht abspricht, sich frei zu informieren, zu kommunizieren und an der Gesellschaft teilzuhaben – nur weil sie noch keine 16 sind. Willkommen im digitalen Bevormundungsstaat!
Was soll alles verboten werden? Steht noch nicht richtig fest. Denn der Begriff Social Media ist schwammig. Fest steht jetzt schon, dass man ihn großzügig auslegt um möglichst viel zu verbieten. Dazu zählen dann Facebook, Instagram, Snapchat, Threads, TikTok, Twitch, X, YouTube, Kick, Reddi etc.
Erst Verbot bis 14, dann bis 16 – und dann?
Die SPD will: Unter 14 komplett raus aus Instagram, TikTok, Snapchat & Co. Für 14- bis 16-Jährige nur noch eine staatlich verordnete „Jugendversion“ – ohne Algorithmus, ohne Likes, ohne Endlos-Scrollen, ohne echten Spaß. Die CDU zieht nach und setzt die Grenze bei 14, will aber bis 16 „besonders schützen“.
Merz findet das toll. Die Mehrheit der Politik? Die jubelt. Weil sie endlich das tut, wovon sie schon lange träumt: die Jugend mundtot machen, bevor sie kritisch wird.
Der feuchte Traum der Politik: Kontrolle über die nächste Generation
Das ist kein Jugendschutz. Das ist Machtpolitik pur.
Eine Generation, die nicht mehr frei im Netz unterwegs ist, lernt auch nicht, sich gegen Propaganda, Fake News und Manipulation zu wehren. Stattdessen lernt sie: Der Staat entscheidet, was gut für dich ist.
Genau das wollen sie: Eine brave, kontrollierte Jugend, die später brav wählt, was die Großen vorgeben. Keine unabhängigen Meinungen, keine unzensierten Debatten, keine echten Gegenstimmen aus der jungen Generation. Der perfekte Nährboden für eine Diktatur.
Wer kontrolliert eigentlich? Der totale Überwachungsstaat kommt!
Damit das Verbot funktioniert, braucht es verpflichtende Altersverifikation. Ausweis hochladen. Gesichtsscan. Biometrische Daten. EU-Digital-Wallet.
Wer soll das kontrollieren? Die Plattformen? Der Staat? Eine neue Behörde? Und was passiert mit den Daten? Wer garantiert, dass sie nicht missbraucht werden?
Das ist der Einstieg in den gläsernen Bürger – nur dieses Mal fängt es bei den 12-Jährigen an. Und wenn die Technik erst mal steht, wird sie natürlich auch bei Erwachsenen „zum Schutz“ eingesetzt.
Jugend wird in den Mainstream gezwungen!
Die Jugend soll ARD & ZDF konsumieren, so werden die jungen Hirne perfekt gewaschen. Doch sie werden nicht aufhören, Social Media zu nutzen – sie werden es nur heimlich tun. Mit Fake-Accounts, VPNs, ausländischen Apps, bei Freunden zu Hause.
Und der Staat? Der wird natürlich nachrüsten: Noch strengere Kontrollen, noch mehr Datenabfragen, noch härtere Strafen für Plattformen und Eltern.
Am Ende haben wir nicht weniger Sucht und Hass – sondern ein paralleles, unkontrollierbares Schatten-Internet der Jugend und einen immer autoritäreren Staat, der verzweifelt versucht, die Kontrolle zurückzubekommen.
Unsere Jugend hat ein Grundrecht auf Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Teilhabe – auch digital (Art. 5 GG, UN-Kinderrechtskonvention).
Statt Verbote brauchen wir echte Medienbildung in der Schule, bessere Aufklärung der Eltern und Plattformen, die endlich Verantwortung übernehmen.
Aber genau das wollen die Politiker nicht. Sie wollen Kontrolle.
Und dafür opfern sie die Freiheit unserer Kinder.
Das ist kein Kinderschutz.
Das ist der Anfang vom Ende der freien Gesellschaft.



