Nach dem Kurs-Sturz sind Kali-ProduzentenSchnäppchenpreisen zu haben. K+S kostet nur noch gut 3 Milliarden Euro. Wurde das Kali-Kartell gebrochen, um Konkurrenten billig zu übernehmen?
Bis vor zwei Wochen war die Kali-Welt noch in Ordnung. Doch nach dem Bruch des Kartells ist diese Welt nicht mehr, wie sie vorher war. An der Börse halten sich hartnäckig Gerüchte, dass große Player schon früher wussten, was passiert. Insbesondere von russischer Seite wird gemunkelt, dass Insider schon recht früh massiv short gegangen sind, weil sie die Entscheidung von Uralkali schon vorher kannte. Fakt ist: Auf dem Weg nach unten konnte man Milliarden machen. Fakt ist auch, dass die Wertpapier-Leihe besonders bei K+S im Vorfeld der Entscheidung drastisch nach oben schnellte.
Nun stellt sich die Frage: Ist K+S auf diesem Niveau ein Schnäppchen? Oder muss gar mit dem Untergang gerechnet werden. Sollte die Aktie weiter fallen, droht auf jeden Fall der Rauswurf aus dem DAX. Beobachter sind allerdings der Meinung, dass sich auch auf ermäßtigten Niveau nur schwerlich Käufer finden werden. Der Grund: K+S hat mit seinem Legacy-Projekt in Kanada noch eine gewaltige Leiche im Keller. Der weitere Ausbau dieses Projekts soll bis zu 4 Mrd. Dollar kosten.
Doch selbst wenn der neue Kali-Prodzent erfolgreich errichtet wurde, ist die Frage, ob sich die Produktion überhaupt rechnet. Bei Kali-Preisen unter 300 $ dürfte dies auf jeden Fall schwierig sein.
Wie geht es weiter mit dem Kurs? Eine gewisse Kurserholung sollte auf jeden Fall drin sein. Denn allen Unkenrufen zum Trotz: Der Kali-Preis notiert zumindest derzeit noch bei 400 $ - entsprechend positiv sollten die Zahlen ausfallen, die K+S demnächst präsentiert.
Erste Erholungstendenzen sind bei den Kali-Produzenten zwar noch nicht in Sicht - aber was nicht ist, kann noch werden. Bei Uralkali gab es jedenfalls bereits eine erste positive Reaktion - nach dem Crash.
Übersicht: alle großen Kali-Produzenten. Auch Uralkali ist im freien Fall. Charts HIER



