Gold, Silber: Die jüngst wieder etwas anziehende Investmentnachfrage sowie der sich anbahnende Syrien-Konflikt könnten zur Fortsetzung des Aufwärtstrends führen.
von Commerzbank Commodity Research
Dem Goldpreis ist es zwar noch nicht wieder gelungen, die Marke von 1.400 USD je Feinunze nachhaltig zu überwinden, er hält sich aber unmittelbar in der Nähe dieses Niveaus auf einem 2½-Monatshoch. Auch in Euro gerechnet notiert das gelbe Edelmetall mit rund 1.050 EUR je Feinunze auf dem höchsten Stand seit Anfang Juni. Die jüngst wieder etwas anziehende Investmentnachfrage sowie der sich anbahnende Syrien-Konflikt könnten jedoch zur Fortsetzung des Aufwärtstrends führen.
Die Zentralbanken der Schwellenländer haben sich gemäß Daten des Internationalen Währungsfonds auch im Juli mit Goldkäufen zurückgehalten. Demnach haben die Zentralbanken auf Netto-Basis „nur“ gut 30 Tonnen erworben. Der Großteil (22,5 Tonnen) entfiel dabei auf die Türkei, was allerdings Sondereffekten geschuldet war. Daneben haben zum Beispiel Russland (6,3 Tonnen) und Kasachstan (1,1 Tonnen) ihre Goldreserven weiter aufgestockt. Die russischen Goldbestände liegen damit gemäß Daten des World Gold Council (WGC) erstmals über der Marke von 1.000 Tonnen.
Der WGC hatte allerdings Mitte des Monats seine Schätzung für die gesamten Netto-Goldkäufe der Zentralbanken für dieses Jahr auf maximal 350 Tonnen nach unten revidiert. Denn mit Goldkäufen in Höhe von 180,8 Tonnen hatten sich die Zentralbanken im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr merklich zurückgehalten. Im ersten Halbjahr 2012 standen noch Goldkäufe von 254,2 Tonnen zu Buche.



