Die GEZwangsfinanzierte ARD besitzt die größte Meinungsmacht in Deutschland. „Durch die Schwäche der Printmedien könnte die Meinungsmacht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch steigen“.
Der öffentlich-rechtliche Senderverbund der ARD verfügt über die größte Meinungsmacht in Deutschland. Der gebührenfinanzierte Rundfunk hängt klar die privaten Medienkonzerne Bertelsmann (RTL, Gruner + Jahr), Axel Springer („Bild“) und Pro Sieben Sat 1 ab. Auf Platz fünf kommt das ZDF. Insgesamt entfallen auf die Öffentlich-Rechtlichen knapp 30 Prozent des Meinungsmarkts in der Bundesrepublik. Das geht aus dem „Medienvielfaltsmonitor“ der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hervor, der dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt.
„Durch die Schwäche der Printmedien könnte die Meinungsmacht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch steigen“, sagt Johannes Kors, Medienwirtschaftsexperte und Vizegeschäftsführer der BLM. ARD und ZDF erhalten allein vom Gebührenzahler jährlich 7,5 Milliarden Euro. Seit Beginn dieses Jahres m! FCssen Bürger und Unternehmen unabhängig davon zahlen, ob sie die Angebote im Fernsehen, im Internet oder im Radio nutzen oder nicht. „Die Gesellschaft muss sich fragen, welche Grenzen sie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk setzen will. Das wird insbesondere wichtiger vor dem Hintergrund der Krise der privaten Medien“, findet Kors. Der Monitor der Bayerischen Landesanstalt für Medien misst seit 2012 die Meinungsmacht und Medienkonzentration in Deutschland.



