AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Parteien-Schacher

Rot-Grün ist kaum zu schaffen, Schwarz-Gelb ungewiss, die große Koalition ungeliebt bei den Akteuren. Droht doch Rot-Rot-Grün? Welche Rolle spielt die AfD? Die Planspiele haben begonnen.

 

Von Hans Heckel

Ab jetzt, da die Frist bis zur Bundestagswahl nur mehr in Tagen gezählt wird, beginnt die große Zeit der Propheten, der Zahlenspieler und Strategen: Wer wird wie abschneiden, wer mit wem koalieren? Was ist wahrscheinlich? Was überhaupt möglich?


So zahm und lahm das sogenannte „TV-Duell“ zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück auch verlaufen sein mag, schon seinen Gleichstand bei den anschließenden Zuschauer-Befragungen kann Herausforderer Steinbrück als Erfolg verbuchen – hängt er in den sonstigen Umfragen doch hoffnungslos hinterher.


Wenn er Glück hat, wird es auf den letzten Metern noch einmal spannend. Denn zwar hatte Schwarz-Gelb bei den jüngsten Umfragen fast durchweg eine eigene Mehrheit, doch dass dies so bleibt, ist nicht gesichert, zumal der Anteil der Unentschlossenen diesmal besonders hoch zu sein scheint.


Und wenn schon, hieß es bislang: Wenn es mit der FDP nicht reicht, macht Merkel eben eine große Koalition mit der SPD. Denn eines scheint trotz aller Schwankungen sicher: Rot-Grün allein wird es kaum schaffen, zu groß ist der Rückstand. Daher auch die insistierende Frage von TV-Moderator Stefan Raab an Peer Steinbrück, was er denn bitteschön zu tun gedenke, wenn Rot-Grün nicht zum Sieg komme. Doch Schwarz-Rot? Der Kandidat wiederholte bloß seine Standard-Floskeln und machte eine ziemlich schlechte Figur dabei.


Umso aufmerksamer verfolgen Beobachter die neuerlichen Annäherungen der Linkspartei an SPD und Grüne. Linke-Chef Bernd Riexinger hat die „Tolerierung“ einer rot-grünen Regierung duch seine Partei ins Spiel gebracht. Das bedeutet: Die Postkommunisten wählen zwar Peer Steinbrück (oder wer immer dann für die SPD antritt) mit zum Kanzler. Sie treten aber nicht in die Regierung ein und einigen sich mit Rot-Grün von Fall zu Fall über ein gemeinsames Vorgehen bei Sachabstimmungen.


Für die Regierung eine wackelige Angelegenheit. Doch immerhin würde die SPD den Kanzler stellen. In acht Jahren Angela Merkel haben die Sozialdemokraten erlebt, wie entscheidend es gerade in Krisenzeiten sein kann, mit der Autorität des Regierungschefs auftreten zu können. Und wie niederschmetternd es ist, wenn diese Autorität in den Händen anderer liegt: Dass Steinbrück so vehement eine neue große Koalition mit ihm als Minister ausschließt, ist die Frucht seiner traumatischen Erfahrung von vier Jahren Koalition unter Angela Merkel.


Daher ist es für die SPD-Strategen geradezu zwingend, über Alternativen zu Rot-Grün (wahrscheinlich unmöglich) und Schwarz-Rot (ungeliebt) nachzudenken. Und hier gerät, ungeachtet aller Dementis, die Perspektive Rot-Rot-Gün unweigerlich ins Blickfeld. Dabei mag es sein, dass der brave Peer Steinbrück von seinen Schwüren, so etwas nicht zu machen, nicht abrücken wird. Doch der Hamburger ist nicht unersetzbar in der SPD. Parteichef Siegmar Gabriel steht in dem Ruf, zu so ziemlich jedem Winkelzug aufgelegt zu sein, wenn es um die Macht geht. Er wäre, so es um Rot-Rot-Grün geht, der Mann der Stunde.


Selbstredend beobachtet die Unionsspitze alle Zuckungen in diese Richtung sehr genau. Welche Schlüsse sie daraus zieht, hat auch bestimmenden Einfluss darauf, wie sich CDU und CSU im Wahlkampf zum Neuling Alternative für Deutschland (AfD) verhalten.
Die herkömmliche Parole wäre: Jede Stimme für die AfD ist eine Stimme für Rot-(Rot?)-Grün, weil sie Schwarz-Gelb fehlte. Diese Linie trägt aber nur, wenn die Neuen den Einzug ins Parlament verpassen, die AfD-Stimmen also „verschenkt“ wären.


Forsa-Chef Manfred Güllner aber redet bereits davon, dass die AfD durchaus Chancen auf den Bundestag habe (die PAZ berichtete). Auch der bekannteste  Trendforscher, Matthias Horx, räumt der AfD gute Chancen ein. Beide stehen der eurokritischen Partei alles andere als freundlich gegenüber. Doch sie haben einen Ruf als Berufs-Prognostiker zu verlieren. Daher sollten ihre jetzigen Vorhersagen nicht allzu deutlich von den Ergebnissen des 22. September abweichen. Verfügen die beiden also über nicht veröffentlichte Umfragezahlen, welche die AfD im Parlament sehen?


Wenn ja, dann weiß dies auch die Unionsführung und hätte allen Grund, sich gegenüber der AfD entsprechend zu verhalten. Der AfD-Kandidat Joachim Starbatty mutmaßt, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble die absehbare neue Griechenhilfe nur jetzt schon vor der Wahl öffentlich gemacht habe, um der AfD zu helfen. Hintergrund: Schäuble fürchte Rot-Rot-Grün, wenn die Eurokritiker knapp unter fünf Prozent blieben. Mit der AfD im Parlament aber bliebe rein rechnerisch nur Schwarz-Gelb oder eine große Koalition.


Viele wischen das als Zweck-Spekulation eines AfD-Politikers vom Tisch. Manche mutmaßen gar, Schäuble habe sich lediglich „verplappert“, als er von Griechenland redete. Letzteres ist jedoch kaum glaubwürdig angesichts der jahrzehntelangen Erfahrung Schäubles in der Politik. Die Frage, warum ein so ausgefuchster Stratege, Parteipolitiker und Wahlkämpfer das heikle Hellas-Thema ohne Not vor dem Urnengang aufs Tapet gebracht hat, ist so nicht zu beantworten. Nützen tut die Enthüllung über ein bevorstehendes neues Hilfspaket – und Routinier Schäuble wird sich dessen voll bewusst gewesen sein – jedenfalls vor allem der AfD. 

www.preussische-allgemeine.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen.

Übereinstimmenden Berichten zufolge richten sich die Strafmaßnahmen gegen mehrere Personen und Organisationen, die [ ... ]

Wie die Bundesnetzagentur geht auch die Bundesregierung derzeit nicht von einer Gasmangellage in diesem Winter aus.

"Die Gasversorgungssicherheit ist auch bei weiterhin niedrigeren Temperaturen derzeit gewährleistet", [ ... ]

CDU will jährlichen

Die CDU will die von der Europäischen Union geplante jährliche Pflicht zur sogenannten TÜV-Abnahme älterer Autos verhindern.

Wie die "Rheinische Post" (Freitag) berichtet, heißt [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht davon aus, dass sich die Weltordnung derzeit neu formiert und dies sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Europa mit sich bringt.

Merz sagte am Donnerstag [ ... ]

Trotz eines wenig umfassenden Ergebnisses ist die Unionsfraktion zufrieden mit dem Koalitionsgipfel vom Mittwochabend.

"Wir haben uns vorgenommen, dass es solche Sitzungen nicht immer nur dann gibt, wenn [ ... ]

Im Jahr 2025 haben die deutschen Hauptverkehrsflughäfen rund 207,2 Millionen Fluggäste gezählt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, sind damit 3,9 Prozent mehr [ ... ]

Zum Jahresende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland.

Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die Bevölkerung damit um etwa 100.000 Personen kleiner [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.