Skeptisch bleibt Steiner auch für das kommende Jahr. „Für 2010 erwarten wir noch keine vollständige Normalisierung der Düngermärkte, dies dürfte voraussichtlich erst 2011 der Fall sein. Unterm Strich wird die Branche schrittweise auf ihren Wachstumstrend zurückkehren, der im langjährigen Durchschnitt bei drei bis vier Prozent pro Jahr liegt.“
Optimistisch ist Steiner, dass K+S schon kurzfristig von der Übernahme der amerikanischen Morton Salt und dem Aufstieg zum weltgrößten Salzproduzenten profitieren kann. „Wenn die Übernahme Ende des dritten Quartals über die Bühne geht, dürften sich im weiteren Jahresverlauf die Integrationskosten und die Vorsteuererträge von Morton in etwa ausgleichen. Ab dem Jahr 2010 erwarten wir dann einen klaren positiven Gewinnbeitrag.“
Spekulationen, dass K+S Probleme haben könnte, die Übernahme in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar zu finanzieren, weist Steiner zurück. „Zunächst haben wir schon als Voraussetzung für den Kauf einen entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt. Das Geld für Morton Salt wird pünktlich bezahlt. Wir denken aber auch über Umfinanzierungen nach. Wir werden alle Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, bei Bedarf prüfen und uns nicht von vornherein auf das eine oder andere Finanzierungsinstrument beschränken.“



