Carl-Peter Forster, Europa-Chef von General Motors, verlässt nach SPIEGEL-Informationen den Konzern. Grund dafür ist der plötzliche Schwenk des Verwaltungsrats von General Motors, der Opel nun doch nicht an das Magna-Konsortium verkaufen will. Forster hat der Traditionsmarke zu vielfach ausgezeichneten Modellen wie dem Insignia verholfen und die Qualität der Modelle deutlich verbessert.
General Motors schickt nun Nick Reilly als Sanierungsbeauftragten nach Europa. Die Ernennung des Managers ist eine neue Provokation für Opel: Reilly ist bislang für das Asiengeschäft und für die Billig-Marke Chevrolet verantwortlich, die Opel das Leben in Europa schwer gemacht hat. General Motors expandierte mit der Marke Chevrolet in neue Wachstumsmärkte, während Opel zur europäischen Regionalmarke degradiert wurde.
Die Personalie zeigt, dass General Motors sich von den Protesten der Opel-Belegschaften in Europa offenbar nicht beeindrucken lässt. Der US-Konzern entmachtet damit zugleich Opel-Chef Hans Demant, dem die Sanierung nicht zugetraut wird.



