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Costa Concordia kostet 500 Millionen

Der Untergang der "Costa Concordia" könnte die teuerste Schiffs-Katastrophe der Seefahrtsgeschichte werden,. Experten schätzen den Schaden auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar. Versicherungssumme: 500 Millionen. Betroffen auch deutsche Versicherungskonzerne.

 

Der Untergang  des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" im Mittelmeer könnte die teuerste Schiffs-Katastrophe der Seefahrtsgeschichte werden, bei der dreistellige Millionenbeträge gezahlt werden müssen.  Die bisherigen Angaben der Versicherer deuteten laut Nachrichtenagentur Reuters auf eine Summe zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar hin. Die Agentur beruft sich auf eine Analyse der Expertin Joy Ferneyhough von der Bank Espirito Santo in London. Ohne Einbeziehung der Inflation würde das den Anfangsschaden der Exxon-Valdez-Katastrophe in Alaska von 1989 übertreffen.

Die "Costa Concordia" war  für 513 Millionen Dollar versichert, darunter bei der britischen RSA (vor der Umfirmierung am 20. Mai 2008 Royal & SunAlliance) und Generali. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen: Den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück kostet das Unglück mindestens zehn Millionen Euro. Auch die Allianz  hat bestätigt, als Versicherer betroffen zu sein. Allerdings könnten die Untersuchungen Jahre dauern, um alle Haftungsansprüche zu befriedigen, erklärte der Konzern.

Wie hoch die Schadenssumme am Ende tatsächlich ausfällt, ist noch völlig unklar. Sollte etwa noch der Tank leckschlagen und Treibstoff ins Mittelmeer gelangen, dürfte die Rechnung zudem um ein Vielfaches größer ausfallen.

 

Wieviele Tote?

Vier Tage nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Mittelmeerinsel Giglio sinkt die Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu retten. Dabei geht die Zahl der Personen, deren Schicksal bislang ungeklärt ist, weit auseinander: Nach neusten Angaben werden noch 29 Menschen vermisst, darunter sollen nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und 18 Deutsche sein. Bislang wurden sieben Tote geborgen.

Nachdem die Rettungsarbeiten wegen schlechten Wetters vorübergehend unterbrochen werden mussten, wurde ab Dienstag für den Rest der Woche schönes Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad erwartet. Unter diesen Bedingungen könnten die Rettungsarbeiten fortgesetzt werden, sofern das Schiff nicht weiter abrutscht, hieß es.

Über die Unglücksursache gab es weiterhin keine gesicherten Informationen. Am wahrscheinlichsten gilt derzeit ein Fehler des Kapitäns, der das Schiff fahrlässig zu nach an die Insel herangesteuert  haben soll. Inselbewohner berichteten hingegen, dass oft Kreuzfahrtschiffe sehr nach an der Insel vorbeifahren würden.

Unterdessen wurde ein Mitschnitt eines Telefonates zwischen einem Offizier der Küstenwache und dem Kapitän bekannt, in dem der Kapitän aufgefordert wurde, auf das sinkende Kreuzfahrtschiff zurückzukehren. "Sie steigen jetzt über die Feuerleiter auf den Bug und koordinieren die Evakuierung. Sagen Sie uns außerdem, wie viele Passagiere sich noch an Bord befinden", soll der Offizier befohlen haben. Die "Costa Concordia" war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord, darunter 566 Deutschen, nahe Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und zur Seite gekippt.

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