EU-Kommission begrüßt Merkels Vorschlag, die Bareinzahlung von Kapital des künftigen EU-Rettungsfonds ESM zu beschleunigen. Vizepräsident Olli Rehn: Schnellere Einzahlung macht den Hilfsmechanismus "solider und robuster".
Die EU-Kommission hat den Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt, die Bareinzahlung von Kapital des künftigen EU-Rettungsfonds ESM zu beschleunigen. "Ich begrüße diese Initiative", sagte Kommissions-Vizepräsident Olli Rehn der Financial Times Deutschland (Dienstagausgabe). "Die schnellere Einzahlung würde die Kapitalstruktur und damit die Handlungsfähigkeit des ESM solider und robuster machen", sagte Rehn.
Merkel hatte vorgeschlagen, dass die Euro-Staaten die eine Hälfte des geplanten Barkapitals von 80 Mrd. Euro 2012 und die andere Hälfte 2013 einzahlen. Bisher waren auf fünf Jahre verteilte Tranchen geplant.
Insider vermuten, dass vor allem die Banken hinter der "ESM-Beschleunigung" stehen. In Deutschland ist insbesondere die Commerzbank vollgesaugt mit Problempapieren. Einen Ansteckung von anderen Krisenländern soll auf diese Weise verhindert werden. Ob dies jedoch gelingt, ist ungewiss.
Das schnelle Handeln deute zudem auf größere Problem im Euro-Raum hin, obwohl sich die Gemeinschaftswährung zunächst einmal von ihren Tiefstständen erholen konnte.



