Bundesregierung maßregelt designierten EADS-Chef Enders. Hintze empfiehlt Enders, „das Angebot sorgfältig zu prüfen“. Ansonsten stünden Förderinstrumente und die Übernahme des Daimler-Anteils durch Deutschland infrage.
Die Bundesregierung ist nicht bereit, zugunsten Frankreichs auf Macht im Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und speziell beim Flugzeugbauer Airbus zu verzichten. Dies hat der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze, in einem Brief an den designierten EADS-Vorstandschef Thomas Enders erklärt, der dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt.
Hintze empfiehlt Enders, „das Angebot sorgfältig zu prüfen“. Ansonsten stünden Förderinstrumente und die Übernahme des Daimler-Anteils durch Deutschland infrage, drohte der Luftfahrtkoordinator im Namen der Bundesregierung.
Ein EADS-Sprecher reagierte auf Nachfrage empört auf die Forderungen der Bundesregierung. „Der Brief spricht für sich“, erklärte er. „Eine Basis auch nur für Gespräche ist er nicht.“ Für das Unternehmen stehe fest: „Balance- und Proporzspiele wird es bei Airbus nicht geben.“ Das Wirtschaftsministerium wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Brief äußern, „aus Gründen der Vertraulichkeit“, wie ein Sprecher erklärte.



