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Euro: Endstation Hyperinflation

Monsterdruck II: Am 29.2.2012 wurden an 800 Banken 530 Mrd. Euro in einem 3-Jahres-Tender ausgeschüttet, auch genannt LTRO. Beim Monsterdruck I im Dezember 2011 war es etwas weniger. Es sollen notleidende Banken und Staaten der Eurozone über Wasser gehalten werden. Damit kann man vom unlimitierten Gelddrucken sprechen, die nächste Stufe ist die Hyperinflation des Euro.

 

von Walter K. Eichelburg

Der im letzten Marktkommentar erwähnte „Amputations-Plan“ aus Deutschland für Griechenland und ähnlich schlechte Staaten kommt nicht zur Realisierung. Stattdessen will man in einer komplizierten Aktion den Griechen noch einmal 130 Mrd. Euro in das Fass ohne Boden werfen. Gleichzeitig gibt es einen komplizierten Schuldenschnitt von 53%. Laut Commerzbank bekommen Halter griechischer Staatsanleihen sage und schreibe 24 verschiedene Papiere,  inklusive welcher vom EFSF und einen Besserungsschein. Was sich da verbessern könnte, weiss kein Mensch, da der Schuldenschnitt viel zu gering ist und staatliche Organisationen nicht betrifft.

Warum druckt man nicht einfach den Griechen das Geld? Kein Mensch weiss es, vermutlich geht es nur um die Aufrechterhaltung eines Apparates.



Endstation Hyperinflation
Durch die ungerechte Behandlung von Privatgläubigern bei den Griechen-Anleihen und der Tatsache, dass man die Credit Default Swaps (CDS) zur Absicherung von Bonds gegen Ausfall weghaben möchte, beschwört man eine sehr gefährliche Situation herauf: verschiedene Institutionen wie Pensionsfonds und Versicherungen werden sich aus Euro-Anleihen ganz zurückziehen müssen, da politische Risiken wie diese nicht vorhersehbar ist. Gleichzeitig läuft wieder eine Initiative im EU-Parlament, die Bekanntmachung von Staaten-Ratings ganz zu verbieten.

Das alles und das jetzt unlimitierte Gelddrucken dürfte bald zum grossflächigen Aberkauf aller Euro-Staatsanleihen führen und damit zum Euro-Crash. Das ist der Beginn der Hyperinflation. Dann wird sich zeigen, ob man so weitermacht und dann ein Brot einmal 1000 Euro kostet, oder ob einzelne Staaten aus dem Euro aussteigen, was wahrscheinlicher ist.



Gold und Silber
Der Goldpreis ist seit dem EZB-Monsterdruck I um ca. $200 auf jetzt $1780 gestiegen. Silber war noch besser und ist alleine in 2012 um 30% gestiegen. Offenbar treibt nicht nur die gestiegene Liquidität von den Zentralbanken den Goldpreis, auch dürfte die Preisdrückung etwas nachgelassen haben. Die Situation ist nicht mehr so kritisch wie Mitte Dezember, wo die Eurozone knapp am Systemkollaps vorbeigegangen ist.

Viele wirkliche Goldexperten erwarten für das 1. Quartal 2012 den grossen Goldpreis-Ausbruch auf über $2000. Dieser dürfte jetzt im Gang sein, und den Goldpreis noch im März auf über  $2000/oz treiben. Die derzeitige Drückung des Goldpreises durch das Kartell aus Zentralbanken und Investmentbanken dürfte dann auch zusammenbrechen. Vermutlich ist das für das System vorübergehend auch gar nicht so  schlimm, denn fast alles Gold und Silber ist ohnehin schon bei Investoren des Smart Money gelandet, Die Masse hat in den letzten Jahren ihr Gold und Silber billig bei den unzähligen Goldaufkäufern gegen bunte Scheine abgegeben und wird sicher nicht versuchen, wieder Gold zu bekommen, bevor dieses auf $5000 oder höher ist. Dann gibt es kaum mehr welches zu kaufen.

Wie man aus Bank-Insiderkreisen hört, werden die bereits gedruckten Nachfolgewährungen des Euro wie DM2, Schilling3, usw. auch reine Fiat-Währungen ohne Golddeckung sein. Ob es nach der grossen Enteignung der Sparer dann noch ein Vertrauen in soetwas gibt, ist sehr zweifelhaft.

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