Goldpreis fällt auf 3-Monatstief. Da der Preisrückgang der letzten beiden Tage nicht mit ETF-Abflüssen einherging, dürften im Wesentlichen spekulativ orientierte Finanzinvestoren dafür verantwortlich sein.
Gold konnte sich gestern einmal mehr nicht dem Abwärtstrend an den Rohstoff- und Aktienmärkten entziehen und gab deutlich nach. Das gelbe Edelmetall verhält sich weiterhin wie eine riskante Anlageklasse, was in einem zwischenzeitlichen Preisrückgang um erneut knapp 2% auf ein 3-Monatstief von rund 1.610 USD je Feinunze resultierte.
Da der Preisrückgang der letzten beiden Tage nicht mit ETF-Abflüssen einherging, dürften im Wesentlichen spekulativ orientierte Finanzinvestoren dafür verantwortlich sein. Offensichtlich befinden sich im Markt noch zu viele „zittrige Hände“, die noch „herausgeschüttelt“ werden müssen.
Sollte sich die Stimmung der Marktteilnehmer nicht verbessern, halten wir einen Rutsch unter die Marke von 1.600 USD je Feinunze für nicht ausgeschlossen. Um dieses Niveau herum dürfte es jedoch zu verstärktem Kaufinteresse kommen, das einen noch deutlicheren Preisrückgang verhindern sollte.
In Euro gerechnet fiel Gold auf knapp 1.230 EUR je Feinunze und damit ebenfalls auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Hier wurde zudem zum ersten Mal seit Januar 2011 die 200-Tage-Linie unterschritten, was aus charttechnischer Sicht negativ zu interpretieren ist und Anschlussverkäufe nach sich ziehen könnte.
Noch deutlich stärker als Gold und im Einklang mit den Industriemetallen gaben die Edelmetalle mit industriellem Charakter – Silber, Platin und Palladium – nach. Silber war dabei mit knapp 4% der größte Verlierer.
Der Dollar ist zum Euro unter 1,31 gefallen. Auch hier gibt es offenbar weiter Druck von internationalen Spekulanten, welche auf einen sinkenden Eurokurs setzen.



