Die Vereinigung der Gasspeicherbetreiber INES warnt aktuell: Ein Loch ist im Eimer, Fritz-Markus, ein Loch! Kein Gas – kein Bier und keine Weißwurst mehr.
Von Meinrad Müller
6 % im Bier sind gut, 6 % bei Gas aber tödlich
Im Speicher Wolfersberg im idyllischen Örtchen bei Oberpframmern sind’s nur noch 6 % – im Vergleich mit einem Biermaßkrug wären das gerade mal 2 Stamperl Enzian. Die INES, also die echten Profis von den Speicherbetreibern (Uniper, SEFE, RWE und Co., die über 90 % der deutschen Gasspeicher kontrollieren), veröffentlichen das täglich auf ihrer Webseite. Link am Ende der Seite.
Das CO₂ im bayerischen Bier, das auch so schön im Bauchnabel prikelt, ist noch da. Aber nicht mehr lange, denn die bayerischen Gasspeicher sind leerer als die Berliner Köpfe. Fürs Bierbrauen wird Energie gebraucht: Wasser erhitzen, Maische kochen, Hopfen rein – alles mit Gas oder Strom, der oft aus Gas kommt. Wenn die Speicher leer sind, wird’s nicht nur kalt in der Stube, sondern auch fade im Krug.
Söder sprengt am 25. Oktober 2025 die Kühltürme von Gundremmingen
Eine Woche später erzählt er, das sei ein Fehler gewesen. Diese späte Erkenntnis liegt nicht am CO₂ in seinem Bier, sondern am Alkohol. Jetzt haben die Bayern den Salat. Energie geht aus, auch beim Wienerwald, der die toten Hähnchen mit Gas zu grillen pflegt. Bald grillen die nur noch auf Spirituskocher – oder gar nicht mehr.
Bayerische Gasspeicher – schwammig wie die Politik.
Tief unter den saftigen Wiesen mit den lila Kühen, tief unterhalb der Postkartenidylle, sind nicht etwa Hohlräume so groß, dass der Münchner Fernsehturm hineinpasste. Vielmehr sind es Gesteinsschichten, die sich bröselig anfühlen wie ein Schwamm, mit dem man die Hornhaut von den bayerischen Fersen wegrubbelt. In diese feinen Bläschen wird das Gas gepresst. Wie Wurst in den Darm.
Alles hat ein Ende, doch diese Wurst hat keine zwei
Die Gasbläschen sind ausgelutscht, wie ein Bonbon nach 10-stündiger Kabinettssitzung. Nichts geht mehr, aus die Maus.
Gasfüllstände aktuell:
1. Wolfersberg – unter 6 % (ja, wirklich: Sechs Prozent! Da passt kaum noch ein Furz rein - oder raus)
2. Inzenham-West – unter 19 % (wie Eierlikör für Oma)
3. Breitbrunn (der größte Riese Bayerns) – nur um die 20 % (früher Gigant, jetzt Zwerg)
4. Bierwang – der Einzige, der noch halbwegs was in der Hose hat, aber bei maximaler Ausspeisung in unter zwei Wochen platt wie ’ne Flunder
Hier findet man die Gasspeicher:
Wer bei Google Maps nachsehen möchte, der suche nach diesen Orten:
- Wolfersberg: bei Oberpframmern (Landkreis Ebersberg, südöstlich von München – idyllisch, wenn’s nicht so leer wär)
- Inzenham-West: bei Rosenheim (nahe Bad Aibling, wo die Berge nah sind und das Gas fern)
- Breitbrunn: bei Eggstätt/Haiming (Chiemsee-Gegend – Postkarte pur, nur ohne Gas)
- Bierwang: bei Mühldorf am Inn (oberbayrisch-flach, aber tief unten leer)
Wenn die nächste arktische Dusche kommt - wegen der Erderwärmung
Wenn zwei Wochen Dauerfrost herrschen sind die bayerischen Speicher ratzfatz leer. Dann greift der Notfallplan: Industrie zuerst abschalten, dann Rathäuser, Behörden, Schwimmbäder, die Privathaushalte dimmen. Kein warmes Bier mehr, kein Grillhähnchen, kein gemütliches Ofenfeuer mit Gasflamme. Die Weißwurst bleibt ungebrüht, der Leberkäs bleibt roh wie ein Sushi.
Jetzt müssten die Lederhosenträger eigentlich auf die Barrikaden gehen. Aber lieber schreiben sie auf ihre Grabsteine: Hier ruht ein getreuer erfrorener CSU-Wähler.
Gasfüllstände aktuell:
https://energien-speichern.de/erdgasspeicher/gasspeicher-fuellstaende/
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



