Am 2. April 2026, anlässlich des Besuchs des Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin, erklärte Syriens Außenminister auf X: „Syrer in der Diaspora sind ein strategisches nationales Gut, keine Belastung.“
Von Meinrad Müller
Jegliche Zwangsrückführungen lehne Syrien kategorisch ab. Rückkehr solle nur „freiwillig und würdevoll“ erfolgen, nachdem Deutschland vorher massiv in den syrischen Wiederaufbau investiert hat.
Kein Nutzen für Deutschland – nur Kosten
Der Minister nannte keinen einzigen konkreten Vorteil für Deutschland. Kein günstiges Öl, keine Rohstoffe, keine Massen qualifizierter Fachkräfte. Stattdessen: Das „syrische Nationalinteresse“ sei der einzige Kompass.
Seit 2015 hat Deutschland Schätzungen zufolge 200–300 Milliarden Euro für Unterbringung, Sozialleistungen, Integration und Sicherheit der syrischen Zuwanderer ausgegeben. Dem stehen nur geringe Steuereinnahmen gegenüber. Viele Syrer arbeiten als Helfer oder Minijobber. Die Beschäftigungsquote liegt bei ca. 42–47 % (inkl. Minijobs), bei Frauen sogar nur bei rund 22 %. Über 50 % bezieht Bürgergeld.
Trojanisches Pferd – eine berechtigte Vermutung
Der Außenminister bestätigt offen, was Kritiker seit Jahren warnen: Die syrische Diaspora ist für Damaskus ein strategisches Instrument. Viele Männer sind kampferprobt, die Gruppe bleibt dem syrischen Nationalinteresse verpflichtet („Syrer sind ein ungeteiltes Volk“), und die Integration ist bei großem Teil nicht gewollt.
Im Fall innenpolitischer Konflikte oder Eskalationen in Deutschland könnte dieser „syrische Trumpf“ wie ein Trojanisches Pferd wirken. Deutschland lässt sich derweil diplomatisch vorführen: Kanzler Merz schüttelt Hände mit einem Ex-Al-Nusra-Mann, während der syrische Minister Forderungen stellt und Rückführungen blockiert.
Stark männlich, schwer integrierbar mit Kampferfahrung
Unter den rund 936.000–975.000 syrischen Staatsangehörigen in Deutschland sind überwiegend Männer. Viele brachten aus dem syrischen Bürgerkrieg Militär- oder Kampferfahrung mit. Partnerschaften mit einheimischen Frauen entwickeln sich selten. Das fördert parallele Strukturen, starke Bindung an die eigene Community und Loyalität zum Heimatland statt zu Deutschland.
Jubel-Demos zeigen die Mobilisierbarkeit
Beim Berlin-Besuch von al-Sharaa demonstrierten Zehntausende Syrer mit Flaggen und „Welcome Mr President“-Rufen. Ähnliche Massenmobilisierungen gab es früher schon. Das zeigt: Ein signifikanter Teil der Diaspora lässt sich auf Knopfdruck aktivieren. Die Soldaten sind unter uns.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



