Der Pensionsplan wird von dem WestLB-Nachfolgeunternehmen Portigon bis heute fortgeführt, wie Portigon auf Nachfrage bestätigte. Portigon und das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen berufen sich jedoch darauf, dass dahinter ein international anerkanntes und von den britischen Steuerbehörden gebilligtes System zur Altersvorsorge durch Gehaltsumwandlung stecke.
Teilnehmer des Pensionsplans seien ehemalige Mitarbeiter der WestLB, die nicht dauerhaft in London beheimatet waren. Zum finanziellen Volumen des Pensionsplans sowie zur Zahl der Teilnehmer und deren Funktion äußerte sich Portigon nicht.
Das Alersvorsorgesystem und die involvierten Firmen auf Jersey weisen allerdings große Ähnlichkeiten mit einem von der Schweizer Großbank UBS geplanten Schema zur Steuervermeidung auf. Die UBS hatte für das Steuerjahr 2003 versucht, ein System zu etablieren, um britische Einkommensteuer und Sozialversicherungsabgaben auf Boni ihrer nicht auf Dauer in London residierenden Banker zu vermeiden. Auch ein zur Deutschen Bank gehörendes Unternehmen hatte einen solchen Plan aufgelegt. Über die Legalität der Modelle von UBS und der DB Group Services streiten die Banken derzeit in dritter Instanz vor den britischen Finanzgerichten.



