Durch den Zusammenbruch des Kali-Kartells haben nicht nur K+S sondern auch aller anderen Dünger-Produzenten insgesamt rund 30 Mrd. Dollar an Marktwert verloren. Doch den den größten Verlust musste ausgerechnet Uralkali hinnehmen. Die Aktion kommt deshalb einem Suizd gleich.
Der Zusammenbruch des Kali-Kartells - ausgelöst durch Uralkali - trifft ausgerechnet dieses Unternehmen am stärksten. Während K+S, Potash und Mosaic bis zu 30% Kursverluste hinnehmen mussten, sind die Abschläge bei Uralkali sogar noch stärker.
Ursprünglich hatte der Vorstand vom größten Kali-Prozenten weltweit wohl gedacht, als Gewinner aus dem Kali-Kollaps hervorzugehen. Doch das scheint nicht der Fall zu sein. Die Rechnung, dass Uralkali Preiseverluste durch Mengenausweitung kompensieren könnte, wird an der Börse jedenfalls nicht akzeptiert. Uralkali mussten an den Aktienmärkten Verluste von weit mehr als 30% verkraften.
Damit kommt die Aktion einem Art Suizid gleich, bei dem es nur Verlierer gibt. Unterdessen glätten sich die Wogen bei K+S wieder ein wenig. Die Aktie konnte sich von den Tiefstkursen bei 17 Euro wieder erholen. Marktbeobachter glauben, dass es zwar für alle Kali-Produzenten demnächst schwieriger wird, dass K+S aber trotzdem Überlebenschancen habe.
Der angezettelte Kollaps des Kali-Kartells gilt Marktbeobachtern zufolge vor allem den Neueinsteigern auf dem Gebiet - unter anderem BHP. Diese dürften ihre Anstrengungen, neue Kali-Produzenten zu werden, wohl jetzt erst einmal auf Eis legen. Insofern könnte am Ende sogar K+S von der neuen Lage profitieren.
Übersicht: alle großen Kali-Produzenten. Auch Uralkali ist im freien Fall. Charts HIER



