Mit dem Zusammenbruch des Kali-Kartells werden die Karten neu gemischt. Bei K+S drückt besonders ein Investment in Kanada, welches bei tieferen Preisen kaum überlebensfähig ist.
Viele Investoren spekulieren auf ein Turn-Around bei Kali-Aktien weltweit. Doch die Hoffnung könnte zu früh sein. Besonders K+S steht im Feuer. Das Unternehmen hat gerade erst 1 Mrd. in Kanada investiert, um einen neuen Kali-Anbieter hochzuziehen. Doch genau das will Uralkali mit dem Ausstieg aus dem Kartell verhindern. Problem bei K+S: Das "Legacy"-Projekt in Kanada braucht mindestens 300$ / Tonne Kali. Dieser Preis dürfte aber in Zukunft unterschritten werden. Folge: Die Milliarde sind in den Sand gesetzt.
Wirtschaft im Visier schreibt: "Viele Jahre lang betrachteten die Anleger vor allem Potash- bzw. Kali-Produzenten als das Investment um am Agrar-Boommarkt zu partizipieren. Inzwischen muss umgedacht werden, zu unübersichtlich dürfte sich gerade der Kali-Markt in Zukunft präsentieren. Reinen Kali-Produzenten droht daher eine Neubewertung auf deutlich tieferen Niveau. Auch K & S besitzen derzeit kaum gute Chancen auf einen schnellen Anstieg nach den deutlichen Verlusten. Agrarsensitive Anleger sollten sich besser auf die Nitrogen-Anbieter aus Nordamerika konzentrieren, denn dieser Bereich sieht aktuell wirklich vielversprechend aus."



