Commerzbank will auf ein Fünftel der Bereichsvorstände verzichten. Auch auf der dritten Managementebene, also der Ebene der Bereichsleitern, will die Bank sparen.
Die Pläne der Commerzbank für die Straffung ihrer Führungsstruktur werden konkreter. Das Institut will noch in diesem Jahr auf etwa zehn der rund 51 Bereichsvorstände der Bank verzichten, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen dem Handelsblatt. Bislang war nur bekannt, dass die Bank Einschnitte in der zweiten Führungsebene vornehmen wird. Auch auf der dritten Managementebene, also der Ebene der Bereichsleitern, will die Bank sparen. Über das Ausmaß und den Zeitplan sei aber noch nicht entschieden worden, hieß es in der Bank. Ein Commerzbank-Sprecher wollte sich zu den Informationen nicht äußern
Nachdem die Bank vor wenigen Wochen den Abbau von rund 5200 Stellen angekündigt hatte, dünnt die Commerzbank nun auch ihre Führungsspitze aus. Heute stimmt der Aufsichtsrat über die Abberufung von zwei der neun Commerzbank-Vorstände ab. Nach Informatio! nen des Handelsblatts handelt es sich um die für die Abwicklungssparte NCA zuständigen Manager Jochen Klösges und Ulrich Sieber. Vor allem Siebers Abberufung ist umstritten, da er auch Arbeitsdirektor ist. Der Gesamtbetriebsratschef der Commerzbank, Uwe Tschäge, hatte gegenüber dem Handelsblatt die Kommunikationspolitik bei der Entscheidung kritisiert: „Das ist nicht mit uns beraten worden“, sagte Tschäge, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Instituts ist.



