Das Airportdesaster in der Hauptstadt wird immer skurriler. Nun plant der neue Flughafen Berlin plant Teileröffnung mit drei Abflügen am Tag.
Kurz vor der Aufsichtsratssitzung des Berliner Flughafens verdichten sich die Pläne für die von Flughafenchef Hartmut Mehdorn favorisierte Teileröffnung des Flughafens BER. Aus internen Strategiepapieren, die der ZEIT vorliegen, geht hervor, dass der Teilbetrieb nur mit drei Abflügen pro Tag gestartet werden soll. Rund 380 Passagiere sollen täglich abfliegen. Damit der Betrieb ab April 2014 starten kann, will der Flughafen rund 5,9 Millionen Euro in den Umbau des Nordpiers investieren. Ursprüngliche Pläne sahen deutlich mehr Flüge vor, unter anderem sollte der Billigflieger easyJet eingebunden werden, der derzeit ab Berlin 41 Direktverbindungen anbietet.
Die für die bauliche Genehmigung zuständige Behörde ist ohnehin skeptisch, wie der zuständige Baudezernent Carl-Heinz Klinkmüller vom Landkreis Dahme-Spreewald der ZEIT sagte: „Der Nordpier erfüllt die Anforderungen an den Flugbetrieb, wie er derzeit von der Flughafengesellschaft favorisiert wird, längst nicht.“



