Zugleich sind Parallelwährungen nach Ansicht des AfD-Beraters ein Rettungsinstrument für den Fall, dass der Euro zerbricht. „Um den Euro zu retten, haben die Regierungen hemmungslos gegen bestehende Verträge verstoßen und die Euro-Zone zu einer Transferunion umgemodelt, die falsche Anreize setzt und die Geberländer überfordert. Fliegt der Euro auseinander, bricht das Chaos aus. Parallelwährungen können das verhindern. Denn sie setzen Selbsthilfe durch Abwertung an die Stelle von Fremdhilfe durch Transfers – und entschärfen so die Verteilungskonflikte“, begründet der Ökonom seinen Vorstoß.
Dem widerspricht Rolf Langhammer, langjähriger Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. „In der aktuellen Situation wäre die Einführung von Parallelwährungen in Europa eine gefährliche Operation am offenen Herzen“, sagte der Ökonom. Im Fall Griechenlands würde die Einführung und Abwertung der Drachme zum Anheizen der Inflation und zu Verteilungskämpfen führen. Die Einführung und Abwertung der Drachme würde „die Importpreise und das Defizit in der Handelsbilanz sehr rasch in die Höhe schnellen“ lassen, warnt Langhammer. „Die Regierung dürfte zudem auf den Inflationsschock mit Preiskontrollen, Handelsbeschränkungen und anderen Regulierungen reagieren.“



