AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Börse seitwärts

„PIGS“-Krise kommt zurück. Schuldenschnitt in Griechenland nach der Bundestagswahl?. Bankenprobleme in Spanien nehmen zu. Italiens Koalition zerstritten. FED gibt weiter den Ton an. Große Anleihenverkäufe und Portfolioumschichtungen in den USA. Verschuldung nimmt global zu. Kräftige Kurserholung in Osteuropa.

 

von Andreas Männicke

Die Weltbörsen tendieren im Moment seitwärts, was einige auch als Sommerflaute bezeichnen. Viele Anleger sind in Urlaub und daher nicht aktiv an der Börse. Die Umsätze nehmen ab. Die abwartende Haltung der Anleger hat aber auch andere gute Gründe. Nach den guten Konjunkturdaten in den USA, Asien und sogar auch in Europa – Europa wuchs im 2. Quartal immerhin wieder um 0,3% - kommen nun wieder Bedenken auf, dass altbekannte Probleme im Herbst wieder hochkochen. In Deutschland ist zudem Wahlkampf, was eine abwartende Haltung der Anleger bis zum 22. September wahrscheinlich macht, denn keiner will auf dem falschen Fuß erwischt werden.


Zunächst warten alle Anleger auf das Signal der FED, ob das Gelddrucken fortgeführt wird oder bald beendet wird. Wenn es beendet wird, wollen die Anleger wissen, in welchem Umfang, ob ganz oder nur teilweise. Hier sind „good news bad news“: je besser die Wirtschaft in den USA läuft, insbesondere je mehr die Arbeitslosenquote in den USA abnimmt, desto wahrscheinlicher ist ein schnelles Ende des Gelddruckens, neudeutsch „quantitative easing“, kurz „QE“ der Notenbank und dies würde wiederum den Aktienmärkt einen empfindlichen Dämpfer verpassen. Die Berichtssaison in den USA und in Deutschland ist fast vorbei und die fiel überwiegend positiv aus. Die amerikanischen und auch die deutschen Unternehmen verdienen wieder sehr gutes Geld, sogar die amerikanischen Großbanken, zumindest „auf dem Papier“. Auch haben viele Unternehmen Rekordliquiditätsbestände, so dass im Herbst auch „M&A“-Aktivitäten möglich sind, die den betroffenen Unternehmen oder auch der Börse insgesamt neue Impulse geben werden.


Vieles spricht aber dafür, dass es einen „heißen Herbst“ nach der Sommerflaute, sprich Seitwärtsbewegung, geben wird. Zunächst dürfte die „PIGS“-Krise wieder hochkochen. Möglich ist ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland nach den Bundestagswahlen. Die Verschuldung beträgt immer noch 175% des BSP und der bisherige Sparkurs verlängerte die Rezession in Griechenland. Die Staatsverschuldung Griechenlands fiel zwar in 2012 durch den ersten Schuldenschnitt von 355 auf 305 Mrd USD, sie stieg in diesem Jahr aber wieder auf  geschätzte 329 Mrd. € an. Es findet in Griechenland kein Lastenausgleich statt. Die reichen Griechen sind alle im Ausland und zahlen keine Steuern. Über 200 Mrd € sollen sich von den reichen Griechen im Ausland befinden, überwiegend auf Schweizer Bankkonten. Die Einsparmaßnahmen führen dazu, dass auch die Steuereinnahmen geringer werden, so dass das Haushaltsbilanzdefizit hoch bleibt. Griechenlands BSP schrumpfte in diesem Jahr zwar „nur“ um 4%, aber die nächsten Gespräche mit der Troika für neue Kredite dürften hart werden. Mit den Privatisierungsplänen kommt Griechenland bisher nur sehr schleppend voran. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein weiterer Schuldenschnitt als „ultima ratio“ schon bald nach oder auch vor den Bundestagswahlen (als Wahlkampfthema) diskutiert wird. Wenn aber ein Schuldenschnitt als unausweichlich oder alternativlos dargestellt wird, kommt es wiederum darauf an, wen es trifft. Zypern wird wohl wiederum auch davon betroffen sein, auch wenn viele Kredite schon abgeschrieben sind. Zypern selbst ist weiterhin in größter Not. Aber auch die EZB könnte diesmal als größter Griechenlandgläubiger vom Schuldenschnitt betroffen sein, die zuletzt davon ausgenommen wurde.


In Spanien häufen sich jetzt aber auch die notleidenden Kredite und dies nicht nur im Immobiliensektor. Die faulen Kredite stiegen im Juli auf das Rekordniveau von 11,6% der Kreditsumme. Dabei sind die meisten faulen Immobilienkredite wahrscheinlich noch nicht in erforderlicher Weise abgeschrieben, so dass hier noch einiges auf uns zukommt.


In Italien befürchte ich einen Koalitionsstreit und es könnte auch wieder zu steigenden Zinsen kommen, wenn Italien seine Staatsschulden nicht pünktlich bezahlen kann. Schon im April schuldete der Staat dem Privatsektor 120 Mrd. €, die angeblich wegen technischer Probleme nicht überwiesen wurden. Diese Schulden sollen nach dem Primier Letta nun im Herbst gezahlt werden, wobei es aber unwahrscheinlich ist, dass dies möglich sein wird. Die Berlusconi-Partei PDL verlangt eine Bezahlung zumindest bis Ende des Jahres, sonst könne es zu einem Koalitionsbruch kommen. Trotz der beschriebenen Probleme in „PIGS“-Ländern stiegen die Aktien an der Wall Street auf neue Allzeit-Hochs. Offensichtlich will keiner mehr etwas von der „PIGS-Krise“ hören. Auch werden die Verschuldungsprobleme in den USA und in Japan ignoriert, weil die FED und die japanische Notenbank  die Gelddruckmaschinen anwarfen.


Auch die Aktienmärkte aus Zentralosteuropa konnten seit Anfang Juli bis dato kräftig ansteigen. So stieg der CECE-Index – ein  Kunstprodukt der Wiener Börse mit den Aktien aus Polen, Ungarn und Tschechien – stieg um über 10% von 1520 auf über 1700 Indexpunkte, konsolidierte jetzt aber, nachdem die Aktien aus Zentraleuropa bis Ende Juni noch ein deutlicher Underperformer waren. Auch der russische RTS-Index stieg zwischenzeitlich seit Anfang Juli von 1250 auf 1400 Indexpunkte an, um dann wieder auf 1311 Indexpunkte zu konsolidieren. Am besten schnitt aus dem Osteuropa-Universum aber die Börse Sofia mit einem Kursanstieg von über 30% seit Jahresbeginn an. Auch die Börsen aus dem Baltikum entwickeln sich sehr erfreulich, wovon auch die deutsche Beteiligungsgesellschaft Beteiligungen im Baltikum AG (www.baltikum.de) profitierte. Die Gesellschaft wird auf der Hauptversammlung am 22. August in Rostock-Warnemünde eine Dividende von 0,24 € pro Aktie vorschlagen, was bei einem Kurs von 3,93 € immerhin einer Dividendenrendite von 6,1% entspricht. Die Gesellschaft konnte den Jahresüberschuss im letzten Jahr von 185.000 auf etwa 391.000 € mehr als verdoppeln.


 Wie es weiter geht an den Börsen, hängt auch von der Entwicklung der Weltbörsen und hier wiederum insbesondere der Wall Street ab. Und hier wird Ben Bernanke wohl weiterhin den Ton angeben. Die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolls der FED wird Aufschluss darüber geben, wer für und wer gegen eine Fortführung des „QE3“ ist. So ist beides noch nach der Seitwärtsbewegung möglich: neue Höchstkurse oder auch eine scharfe Korrektur. In Deutschland warten alle Anleger auf das Ergebnis der Bundestagswahl am 22. September. Hier erwarte ich eine Patt-Situation und hernach eine große Koalition, auch wenn das vielen nicht schmecken wird, auch den Börsen nicht.


Die billigsten Aktienmärkte der Welt kommen aus Osteuropa. So haben die Aktienmärkte aus Russland, Serbien, Ukraine und Bulgarien alle ein Durchschnitts-KGV von unter 6. Welche enormen Erholungschancen  die osteuropäischen Aktien jetzt   haben, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen.  Die beiden Muster-Depots konnten sich im Wert seit Auflegung vor 3 Jahren trotz aller Krisen verdreifachen.  Aktien wie Magnit konnten sich im letzten Jahr fast verdoppeln und der Kurs der Bank of Georgia seit Anfang 2009 sogar mehr als verzehnfachen! In der aktuellen Ausgabe werden auch 2 sehr interessante Aktien aus Polen, eine aus Tschechien, eine aus Rumänien und eine aus Russland ausführlich  vorgestellt.


Eine gute Alternative zum Kauf von physischen Gold oder gar Goldaktien ist das Angebot von einem der größten Goldhandelsunternehmens Deutschlands, Ihnen das Gold zum Marktpreis anzubieten verbunden mit dem Angebot, Ihnen das Gold nach 13 Monaten wieder abzunehmen zu einem Preis von 5,8% p.a. über dem Kaufpreis. Wenn der Goldpreis stark steigen sollte, haben Sie das Upside auf der Long-Seite. Wenn der Goldpreis aber wie zuletzt stark fallen sollte, haben Sie zumindest eine Rendite von 5,8%, wobei Sie die ganze Zeit physischer Besitzer und Eigentümer des Goldes sind, was Sie bei einem Währungs-Crash schützen könnte.

www.eaststock.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen.

Übereinstimmenden Berichten zufolge richten sich die Strafmaßnahmen gegen mehrere Personen und Organisationen, die [ ... ]

Wie die Bundesnetzagentur geht auch die Bundesregierung derzeit nicht von einer Gasmangellage in diesem Winter aus.

"Die Gasversorgungssicherheit ist auch bei weiterhin niedrigeren Temperaturen derzeit gewährleistet", [ ... ]

CDU will jährlichen

Die CDU will die von der Europäischen Union geplante jährliche Pflicht zur sogenannten TÜV-Abnahme älterer Autos verhindern.

Wie die "Rheinische Post" (Freitag) berichtet, heißt [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht davon aus, dass sich die Weltordnung derzeit neu formiert und dies sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Europa mit sich bringt.

Merz sagte am Donnerstag [ ... ]

Trotz eines wenig umfassenden Ergebnisses ist die Unionsfraktion zufrieden mit dem Koalitionsgipfel vom Mittwochabend.

"Wir haben uns vorgenommen, dass es solche Sitzungen nicht immer nur dann gibt, wenn [ ... ]

Im Jahr 2025 haben die deutschen Hauptverkehrsflughäfen rund 207,2 Millionen Fluggäste gezählt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, sind damit 3,9 Prozent mehr [ ... ]

Zum Jahresende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland.

Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die Bevölkerung damit um etwa 100.000 Personen kleiner [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.