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Unilever Kraft Heinz: Geplatzte Träume und die Briten waren es schuld!

Liebe Leser,

die Nachricht kam überraschend, sickerte aber offenbar dennoch zu früh durch: Der Nahrungsmittelriese Kraft Heinz hat dem Konsumgüterkonzern Unilever ein gigantisches Fusionsangebot unterbreitet. Doch als die Übernahmefantasien die Aktienkurse von Unilever in die Höhe katalputiert hatten, folgte prompt die kalte Dusche. Der Deal wurde offenbar seitens Kraft Heinz abgesagt.

Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern hat laut Medienberichten 143 Milliarden Dollar geboten. Dies entsprach gemäß dem Kurs der vergangenen Woche einem Aufschlag von 18% pro Aktie. Unilever ist bekannt durch viele seiner Marken, wie zum Beispiel Dove-Seife, Magnum- und Ben & Jerry’s-Eis, Lipton-Tee, Domestos-Reiniger oder auch Becel-Margerine.

Die Aktionäre reagierten zunächst begeistert. Die Aktie schoss um mehr als 14% in die Höhe. Wäre die Fusion zustandegekommen, wäre der neue Konzern der Zweitgrößte der Branche gewesen. Nur der Schweizer Konzern Nestlé hat einen noch größeren Umsatz.

Unilever bremste die Euphorie!

Aber der erste Dämpfer erfolgte, als Unilever das Übernahmeangebot ablehnte. Man sehe keinen Mehrwert in einer Fusion, so die Argumentation des Vorstands. Außerdem wäre die Unternehmensbewertung mit 143 Milliarden Euro zu gering angesetzt. Auf dieser Grundlage wären keine weiteren Gespräche möglich. Kraft Heinz kündigte in einer ersten Reaktion noch an, um die Übernahme zu kämpfen. Am Sonntagabend veröffentlichten dann beide Unternehmen eine Erklärung, dass der Übernahmeversuch endgültig abgeblasen sei.

Eine Begründung gab es vonseiten der Konzerne nicht. Doch ich gehe davon aus, dass die Nachricht über den Verhandlungspoker aus Sicht von Kraft Heinz zu früh an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Dies hätte nun weitere Gespräche erschwert. Somit tragen gewissermaßen die britischen Aktienhändler Schuld am Platzen einer der größten Übernahmen der Wirtschaftsgeschichte. Denn weil unter ihnen Gerüchte über eine Fusion die Runde machten, sah sich Kraft Heinz nach britischem Aktienrecht dazu gezwungen, die Verhandlungen öffentlich zu machen, um nicht gegen die Regularien zu verstoßen.

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