Lieber Leser,
US-Indizes haben in der vergangenen Woche allesamt neue Allzeithochs verzeichnet. Allerdings wurde auch erstmals seit langem am Donnerstag der erste leichte Minus-Tag verzeichnet. Alles wartet gespannt auf die Ankündigungen des neuen US-Präsidenten bezüglich der Steuerreformen. Solange diese nicht verkündigt werden, könnten die Vorerwartungen die Rally weiter nähren. Zwei Faktoren sprechen jedoch dagegen: die Saisonalität und die sich ihrem Ende zuneigende Berichtssaison.
Durchschnittlich schwach nach dem President`s Day
Am Montag ist Feiertag in den USA. Im Schnitt haben Aktienkurse in Nachwahljahren ab etwa Mitte Februar zur Schwäche tendiert. Auch in Nicht-Nachwahljahren gehört der Februar zu den schwächsten Monaten eines Jahres hinsichtlich der Monatsperformance. In diesem Jahr hat sich die Schwäche noch nicht gezeigt, unterstützt durch Erwartungen an Fiskalmaßnahmen sowie der gut laufenden Berichtssaison. Doch mit dem Ende der Berichtssaison könnte zumindest ein unterstützender Faktor demnächst wegfallen. Auch die oben genannte durchschnittliche Schwäche nimmt nach dem President’s Day deutlich zu. Sollten also nun kaum neue Aussagen bezüglich der Reformen kommen, dürfte der weitere Anstieg in den US-Indizes womöglich gebremst werden.



