Liebe Leser,
Panasonics operativer Gewinn ist im 1. Halbjahr um 28% auf 144,6 Mrd Yen zusammengeschrumpft. Der starke Yen und die schwächere Nachfrage in einer Reihe von Produktkategorien belasten den Konzern. Immerhin beträgt der Exportanteil über 50%. Die Jahresprognose wurde gekürzt. Es wird für das Gesamtjahr nur noch ein Gewinn von 120 Mrd Yen angepeilt. Die Nachfrage nach Bauteilen für Smartphones und PCs ist ebenso gesunken wie die nach Solaranlagen. Die strategische Neuausrichtung macht sich somit bis jetzt nicht bezahlt.
Die jüngsten Zukäufe unterstreichen die wachsende Bedeutung der Autobranche für den Konzern
Um der hohen Wettbewerbsintensität bei Smartphones und in der Konsumelektronik zu entgehen, hat der Konzern unter anderem das Geschäft mit energiesparender Stromproduktion ausgebaut. Für viel Kursfantasie sorgt die erweiterte Kooperation mit dem US-Autobauer Tesla. Panasonic plant umgerechnet 245 Mio € in Teslas Solarfabrik zu investieren, die bis 2019 ein Gigawatt Solarstrom produzieren soll.
Panasonic liefert bereits Autobatterien an Tesla und würde enorm davon profitieren, wenn es Tesla tatsächlich gelingt, eine ¾ Mio Autos bis 2018 zu verkaufen. Die jüngsten Zukäufe unterstreichen die wachsende Bedeutung der Autobranche für den Konzern. Mit der Übernahme von Open Synergy, einem Spezialisten für Software-Lösungen bei Multimedia- und Fahrerassistenzsystemen, sicherte man sich Know-how im Zukunftsmarkt für autonomes Fahren. Zudem soll der österreichische Scheinwerfer-Spezialist ZKW für bis zu 1 Mrd € übernommen werden.



